03. September 2010

Level Dich nicht selbst!

Von 5BetShove

Poker ist ein Spiel mit vielen strategischen Konzepten! In Büchern, Videos und Artikeln werden theoretische Konzepte vorgestellt, die erklären, wie man verschiedene theoretische Konzepte anwendet, um bestimmte Arten von Gegenspieler zu exploiten und sich eine Edge gegen diese aufzubauen. Und gerade für MicroSpieler kann dieses Wissen gefährlich werden.

Natürlich ist es immer sinnvoll sich weiterzubilden und neue Aspekte zu lernen und in das eigene Game einzubauen und dennoch sollte man dabei vorsichtig sein! Nur weil man das Konzept von Floats in einem NL100 Video gesehen hat, heißt es noch lange nicht, dass man es auch immer profitabel auf NL2 anwenden kann. Die Erklärung dafür ist eine ganz einfach: die Spieler auf NL100 haben im Schnitt einen ganz anderen Wissensstand als die Spieler auf NL2. Die MicroLimits sind der Anfang und dementsprechend tummeln sich Tausende von Spielern, die gerade einmal die Regeln kennen und bis auf ihre eigenen Karten beim Spielen nichts anderes wahrnehmen. Deswegen passiert es viel zu oft, dass Anfänger ein fortgeschrittenes Konzept ausprobieren, welches jedoch keine Früchte tragen wird, da die Gegenspieler es nicht nachvollziehen und einfach nur mit Ihrem BottomPair runtercallen.

Dies bringt uns zu zwei Erkenntnissen: da so viel gecallt wird, sollten wir absolutes ABC-Value-Poker spielen und die Gegner nicht überschätzen! Hört auf mit verrückten Bluffs, weil ihr denkt, dass euer Gegner mitdenken wird und eure implizierte Range versteht und folden wird…er wird es nicht tun! Ein Pair ist ein Pair und für die meisten MicroSpieler ist das genug um zum Showdown zu gehen. Wie oft habe ich gesehen, dass blutige Anfänger mit A High ihren gesamten Stack bis zum Showdown gehen, weil sie einfach eure Karten sehen wollen…

Fortgeschrittene Konzepte sollten auch nur von fortgeschrittenen Spielern angewendet werden, die es auch im Ganzen verstanden haben und die passenden Gegner dafür gefunden haben. Plötzlich gegen jeden Spieler Bluffpushes am Turn zu starten, weil Ivey damit erfolgreich war, ist eine gefährliche und in den meisten Fällen falsche Vorgehensweise, die euch viel Geld kosten wird! Spielt gerade auf den Micros nur eure guten Hände, bettet diese hart und euer Spiel wird von Erfolg gekrönt werden!


02. September 2010

Sit´n Go Tipps Teil 9


Bei Händen, bei denen Ihr vor dem Flop der Aggressor wart, Ihr den Flop aber verpasst habt, gibt es folgende Spielweise:

Wenn Ihr mit einer spekulativen Hand nichts getroffen habt, dann solltet Ihr diese auch auf dem Turn und dem River checken und folden. Meistens habt Ihr dann eine schlechte Hand, mit etlichen Gegnern und der Pot ist dann auch klein.

Wart Ihr aber mit einer sehr starken Hand vor dem Flop der Aggressor oder wolltet die Blinds stehlen, dann solltet Ihr mit einem Bet von einer halben Potgröße oder eventuell auch zwei Drittel des Pots unbedingt noch einmal dem Ganzen Nachdruck verleihen. Ihr solltet bei dieser Spielweise allerdings wenige Gegner haben die außerdem auch mindestens einmal gecheckt haben, was im Normalfall auch Schwäche zeigt. Auf einen Bet von Euch oder einem Reraise solltet Ihr aber auch auf jeden Fall folden.

Bei marginalen Händen, vor allem bei wenigen Spielern, liegt Ihr auch manchmal nach dem Flop vorne, die meisten dieser Hände werden allerdings auf dem Turn, aber spätestens nach dem River überholt. Falls Ihr auf dem Flop nun am Zug seid und vor Euch noch keiner gesetzt hat, dann könnt Ihr wiederum eine Bet in halber Potgröße setzen und darauf hoffen, den Pot direkt zu gewinnen. Auf jeden Fall solltet Ihr aber hierbei auch darauf achten, dass wenn ein Spieler vor Euch setzt oder es gar ein Reraise gibt, dann müsst Ihr unbedingt die Hand aufgeben!


01. September 2010

Keinen Einfluss

Von 5BetShove

Eigentlich sind wir doch alle Fans von Poker. Das Spiel ist spannend, actionreich und macht unheimlich viel Spaß. Doch dann gibt es wieder diese Tage an denen man fluchend und schreiend die gesamte Welt verfluchen möchte und sich fragt, warum man denn überhaupt mit diesem bescheuerten Game angefangen hat…

Ja, das Leben als Pokerspieler ist nicht leicht. Es ist geprägt von Hochs und Tiefs. Philosophisch betrachtet haben Pokerspieler wohl das spannendste Leben, da meiner Ansicht nach in keinem Spiel ein Wechsel von Freude und Leid so häufig geschieht wie hier. In einer Sekunde freut man sich noch über einen wirklich grandiosen Call, ist selbstbewusst und dominiert den gesamten Tisch. Zwei Sekunden später verliert man einen 400 BigBlind großen Pot, weil man entweder einen doch zu riskanten Spielzug gewählt hat oder schlicht und einfach auf widerlichste Art und Weise ausgesuckt wurde. Das Lächeln auf den Lippen verschwindet und eine große Sorgenfalte zeichnet sich auf dem Gesichtsausdruck ab…jeder wird es kennen.

Nach jeder Session frage ich mich jedoch erneut, warum ich mich überhaupt noch über Varianz aufrege. Poker ist nunmal ein Spiel, welches wir nicht zu 100% kontrollieren können. Wir können nur unser eigenes Game beeinflussen und im besten Fall unsere Gegenspieler zu Fehlern zwingen, die uns Profit bescheren – wie jedoch die Karten fallen, liegt nicht in unserer Macht! Natürlich ist es bitter, wenn man einen exzellenten Spielzug gemacht hat und am Flop mit 90 prozentiger Wahrscheinlichkeit den Stack in den Pot geschoben hat und dann trotzdem verliert – aber das passiert nunmal. Es ist unglaublich schwer sich daran zu gewöhnen, dass perfektes Spiel in einer bestimmten Situation nicht zwangsläufig zu erfreulichen Ergebnissen führt…und wieder: das passiert nunmal! Ich selbst kämpfe selbst viel zu oft damit und rege mich unnötigerweise darüber auf – und immer wieder sage ich mir: “Du hast keinen Einfluss auf den Ausgang der Situation, also rege dich auch nicht auf – immerhin ist es nicht deine Schuld!”


31. August 2010

Der Mann aus dem Dschungel

Von shehata

In der virtuellen Welt heißt er “jungleman12″ und hangelt sich – trotz seines Namens – nicht von Ast zu Ast, sondern von einer Winning-Session zur nächsten! Wer gemeint ist? Natürlich Daniel Cates! Der 20-jährige US-Boy ist zweifelsohne der Senkrechtstarter des Jahres in der Pokerszene, sozusagen der “Rising Star” am Pokerhimmel. Auf FullTilt verbreitet “jungleman12″ seit geraumer Zeit Angst und Schrecken. Knapp 2, 5 Millionen Dollar Gewinn im Jahr 2010 lautet die stolze Bilanz! Aber wie kam es zu dieser Erfolgsstory? Ganz einfach: Daniel Cates hat sich hochgegrindet. Von ganz unten nach ganz oben, vom Tellerwächer zum Millionär. Diese Floskeln treffen den Nagel auf den Kopf! Im Jahr 2008 startete er mit $ 0, 25 / $ 0, 50 Heads-Up-Cash-Games und schaffte es dank seiner hyper-aggressiven Spielweise in nur wenigen Monaten auf $ 10 / $ 20. Laut PokerTableRatings verbuchte er bereits in seinem ersten Jahr als ambitionierter Poker-Spieler einen Gewinn von über 100.000 Dollar – eine atemberaubende Bilanz! Ein Jahr später, also 2009, bewegte er sich dann bereits auf den Limits $ 25 / $ 50 und knackte die magische Millionen-Grenze. Seitdem macht “jungleman12″ die High-Stake-Tische unsicher und scheut auch nicht die “Big Games” gegen etablierte Größen wie Phil Ivey. Bisher hat er in 2010 mehr als $ 2, 5 Millionen gewonnen und liegt damit – lediglich geschlagen von Ivey und Dwan – auf Platz drei. Ein aggressives Bankroll-Management sowie Disziplin und Siegeswillen sind laut “jungleman12″ die Basics seines rasanten Erfolgs. Doch Daniel Cates hat keinesfalls das Glück gepachtet. Er ist auch kein “One Hit Wonder” oder das Produkt eines gigantischen Upswings. Ganz im Gegenteil: Im Jahr 2007 ließ er rund $ 3.000 an den Tischen liegen. Diese bittere Verlust-Session, mit der “jungleman12″ seine Poker-Karriere startete, war gewissermaßen das wichtige Aha-Erlebnis. Was lehrt uns seine Geschichte also? Poker ist kein Glücksspiel, sondern ein Skill-Game, dem mathematische Wahrscheinlichkeiten zugrunde liegen. Wer über ein gutes Bankroll-Management verfügt und die Low und Mid Stakes erfolgreich hinter sich gelassen hat, der kann in den High Stakes so richtig absahnen. Natürlich ist niemand vor wilden Bankroll-Rides gefeit, doch auch hier gilt: Langfristig wird sich der gute Poker-Spieler durchsetzen! Ich bin auf jeden Fall schon jetzt gespannt, wie es mit “jungleman12″ in den High Stakes weitergeht und werde euch selbstverständlich auf dem Laufenden halten. In diesem Sinne: Immer schön üben ;-)

So long,

shehata


31. August 2010

Sit´n Go Tipps Teil 8


Ebenfalls spielt man bei niedrigen Blinds solide Draws. Wenn Ihr zum Beispiel auf dem Flop einen Flush Draw oder einen Open-end Straight Draw trefft und einige Spieler in dieser Hand dabei sind, dann solltet Ihr, selbst wenn Ihr eine gute Chance seht, den Pot direkt zu gewinnen, in der Regel eine Free Card nehmen, falls alle anderen Spieler checken. Auf diese Art und Weise haltet Ihr den Pot klein und vermeidet das Risiko eines Raise. Auf den Raise hin müsstet Ihr das Blatt folden, dass sich so noch zu einem Monster entwickeln könnte.

Falls jedoch nach Euch noch einige weitere Spieler an der Reihe sind und Euer Draw so stark ist, dass ihr einen eventuellen Bet callen müsstet, dann solltet Ihr im Normalfall versuchen, mit einem Bet den Pot auch direkt zu gewinnen.

Diese Art von Spiel wird auch Semi-Bluff genannt. Ihr könnt den Pot zum Beispiel auf der Stelle gewinnen oder Euch auf einer der folgenden Karten verbessern, falls Ihr ggf. doch gecallt werdet.

Falls jedoch ein gegnerisches Raise kommt, dann solltet Ihr auf jeden Fall folden, es sei denn, Ihr bekommt wirklich ausreichend Pot Odds.

Jetzt gehen wir mal davon aus, dass jemand vor Euch setzt. Falls also der Spieler zu Eurer Rechten in mehrere Spieler hineinbettet, dann müsst Ihr auf eine große Bet folgen, da jeder andere Spieler, der nach Euch raist, Euch zu einer Aufgabe eurer Hand zwingen könnte.

Die Regel ist also, dass Ihr auf hohe Bets und Raises folden solltet, es sei denn Eure Hand ist wirklich ein Monster, wie zum Beispiel ein Open-end Straight Flush Draw, der nun wirklich nicht allzu oft vorkommt. Bei dieser Monsterhand, könnt Ihr auch einen Pot mit mehreren Spielern callen, da Ihr dann auf jeden Fall auch genügend Pot Odds bekommt.


30. August 2010

Das 1te mal in Australien


Es war soweit, ich musste das 1te mal in einem anderen Land zum Zahnarzt! Was war genau der Grund? Eigentlich gab es keinen, es war eine Routine Untersuchung die man etwa alle 12 Monate machen sollte! Da ich nach Australien gezogen bin, war es unumgänglich dass es mal soweit kommt. Nach 18-24 Monaten seit meinem letzten Zahnarztbesuch konnte ich mich nicht mehr davor drücken und musste mich der Gefahr stellen *lach* . Der Zahnarzt in Deutschland hatte mein Vertrauen und ich war vor allem in jungen Jahren kein leichter Patient! Mit der Zeit hatten wir aber immer mehr zu erzählen und waren auf einer Wellenlänge. Sehr professionell war seine langjährige Arbeit an mir.

Der Zahnarzt in Australien war im „Hinterland“ und dementsprechend sah alles etwas anders aus. Klein, familiär und fast wie bei Bauern sah es auf den ersten Blick aus. Einen anderen Eindruck bekam ich allerdings als ich dann bei der Anmeldung stand! Mir fiel direkt die Freundlichkeit der Mitarbeiter auf, sehr behutsam wurde mit einem umgegangen… evtl lag es auch an der Privatversicherung :-) Gebildet, konzentriert und motiviert kam der Zahnarzt rüber, genau so muss das sein! Puhh, hab ich nochmal Glück gehabt. Ich könnte direkt nochmal die Freundlichkeit nennen, das war echt unglaublich. Hätte er nichts zu machen gehabt, hätte ich nichts an seiner Arbeit bewerten können. Als er jedoch meine Zähne überprüfen wollte, fiel direkt eine alte Füllung raus. Er meinte scherzhaft er hätte sie nicht einmal berührt. Natürlich fragte er mich direkt ob ich eine neue Füllung wolle und ich konnte mir eine witzige Antwort nicht verkneifen “I want to store some food in this hole, please dont close it” :D

Eine Füllung musste rein, das stand also fest. Ich war mit der Behandlung sehr zufrieden und auch die Spritzen habe ich nicht gespürt. Evtl lag es auch am TV Gerät, welches an der Decke hing um die Patienten abzulenken. Ich habe meine Augen aber immer geschlossen und kann euch nicht mal sagen was im TV lief. Eine Zahnreinigung, Versiegelung usw usw usw gab es noch dazu … natürlich alles umsonst, was ein Service! :-)


29. August 2010

Maximiere Dein Potenzial! (Teil 2)

Von 5BetShove

Jein! Es ist vielleicht eine Winning-Strategy für das Game, die beste Vorgehensweise ist es jedoch nicht. Denn durch das extrem tighte Spiel verzichten wir bereitwillig darauf unsere Macht, unser Potenzial zu steigern. Anderes Beispiel: dein Arbeitgeber bietet dir ein Gehalt von 20 Euro pro Stunde. In dieser Situation würdest du auch nicht sagen “Ach, 10 Euro sind ja auch profitabel – ich verzichte auf die anderen 10 Euro!”

Und genauso verhält es sich beim Pokerspiel. Man muss immer versuchen das Maximum aus jeder Situation zu ziehen. Nur weil man mit einer simplen Strategie gewinnen kann, heißt es noch nicht, dass man auch gut spielt! Nur ein Spieler, der wirklich jede profitable Situation erkennt und seinen Gewinn dadurch maximiert, hat sein eigentliches Potenzial wirklich ausgeschöpft und in bare Münze verwandelt!

Diese Erkenntnis ist gerade für Anfänger essentiell, die Probleme beim Spiel haben, obwohl sie fleißig Artikel lesen, Videos schauen und ein gutes fundamentales Wissen besitzen. Theoretisch zu wissen, was möglich ist und es in der Praxis richtig zu erkennen und umzusetzen sind zwei paar Schuhe. Die Verbindung aus theoretischen Konzepten und der gekonnten Umsetzung ist der Schlüssel zum Erfolg. Erst wenn man sein Potenzial in einem Sektor voll ausgenutzt hat, kann man es auch entsprechend im Verlauf weiternutzen und ausbauen.

Man sieht oftmals gute Coaches, die aber keine guten Spieler sind und gute Spieler, die niemandem etwas beibringen können. Erste verfügen über ein grandioses explizites Wissen über die Materie, wobei es bei ihnen an der eigentlichen Umsetzung scheitert. Die “wortlosen” Bomben-Spieler hingegen besitzen ein implizites Wissen, sie tun das Richtige, obwohl sie bewusst nicht erklären können warum – dazu zählt auch das so oft zitierte “Bauchgefühl”. Beide Gruppen besitzen ein gewisses Potenzial, welches jedoch weiterhin ausgebaut werden kann. Vor allem die Kombination macht einen guten Spieler zu einem grandiosen Spieler. Wer schon einmal eine ernsthafte Handanalyse von einem Top-Spieler gehört hat, wird verstehen, was die Spreu vom Weizen trennt! Versucht also immer euer Bestes und lernt bewusst, engagiert und maxmiert euer Potenzial – in jedem steckt ein grandioser Pokerspieler – die meisten Menschen finden es nur nie heraus!


28. August 2010

Sit´n Go Tipps Teil 8


Bei niedrigen Blinds gibt es hervorragende Flops. Wenn Ihr mit einer sehr starken Hand vor dem Flop raist und daraufhin das Top Paar mit Top Kicker oder ein Overpair gefloppt habt, dann solltet Ihr eventuelles looses Spiel Eurer Gegner ausnutzen und konsequent for Value betten. Je mehr Gegner Ihr habt, umso höher sollten diese Bets sein, das Gleiche gilt für ein gefährliches Board. Ihr müsst Eure Gegner vor die Wahl stellen, so dass sie entweder einen unprofitablen Call machen oder gar den Pot kampflos aufgeben.

Ebenfalls müsst Ihr beachten, dass wenn Ihr auf dem Turn einen Draw bei Eurem Gegner vermutet, Ihr unbedingt immer selbst betten müsst, wenn Eure Hand zu diesem Zeitpunkt unschlagbar ist. Dieser Bet muss unbedingt hoch genug sein, damit Euer Gegner die Hand aufgibt, weil es einen zu hohen Verlust bedeuten würde, wenn er seinen Draw nicht trifft.


28. August 2010

Nicht schlecht, Herr Specht!

Von shehata

Als ich gestern durchs TV-Programm gezappt habe, blieb ich eher etwas unerwartet auf Phoenix hängen. Dort lief die Reportage „Pokerfieber: Der Traum vom schnellen Geld“, eine Dokumentation von Harold Woetzel. Schon etwas älter, aber trotzdem recht interessant. Klar, dass ich nun nicht mehr umschalten konnte. Im Mittelpunkt der Doku stand unter anderem eine Gruppe von Amateurspielern des Balinger Poker-Clubs. Einige von denen waren echt verrückt, natürlich im positiven Sinn.  24 hours Poker – so und nicht anders sah ihr Tagesprogramm aus. Ihre Trainings-Sessions nahmen einfach kein Ende. Sie alle verfolgten das Ziel, beim großen „One Millione Euro Challenge“-Turnier in Mainz, wo insgsesamt 4.000 Pokeramateure um die ganz große Kohle spielten, in die Gewinnränge zu kommen und vielleicht einen Profivertrag von einem der großen Online-Anbieter zu erhalten. Einer der Balinger schlug sich auch ziemlich wacker, schied jedoch als 16. aus. Phoenix begleitete aber auch den deutschen Pokrt-Profi Roland Specht, der früher bereits seinen Lebensunterhalt vor allem an den Cashgame-Tischen im Casino von Wiesbaden verdiente. Nun ist Specht bereits seit einer geraumer Zeit Full-Tilt-Pro und hat immer wieder einen Tipp auf Lager. In der Doku zeigte er sich zwar nicht besonders eloquent, doch ein Satz von ihm blieb bei mir hängen: “Poker erfordert eine unglaubliche Disziplin. Wer professionell Poker spielen will, der muss sich nämlich auch dann an die Tische setzen, wenn er eigentlich gar keine Lust dazu hat.” Recht hat er, der Specht! Man sollte also nicht nur ständig sein eigenes Game evaluieren, sondern auch an seinen Charaktereigenschaften arbeiten. Wer zur Ungeduld neigt, wird vermutlich längere Zeit brauchen, um ein Winning Player zu werden. Wer dagegen die Emotionen weitgehend ruhen lässt und Poker als das Spiel betrachtet, was es auch ist, nämlich ein auf Wahrscheinlichkeiten basierendes Skillgame, der wähnt sich auf dem besten Weg nach ganz oben! In diesem Sinne: Wir sehen uns an den Tischen!

So long,

shehata


27. August 2010

Maximiere Dein Potenzial! (Teil 1)

Von 5BetShove

Das Wort Potenzial stammt aus dem Lateinischen (“potentia”) und bedeutet beziehungsweise steht für Kraft, Macht und Leistung. Gerade im Pokerspiel sollte man die Bedeutung jedoch nicht unterschätzen, da Potenzial beim Poker unterschiedliche Ankerpunkte hat und gerade in den feinen Nuancen die größten Auswirkungen mit sich tragen kann.

Auf oberster Ebene ist Potenzial im Pokerspiel ziemlich einfach zu durschauen. Wir lernen die Regeln und bilden uns anschließend durch theoretische Spielkonzepte weiter. Diese werden dann wieder in der Praxis umgesetzt. Durch die Mischung aus Theorie und Praxis steigern wir somit unseren “Skill”, unsere Spielleistung und steigern unsere “Macht” über unsere Gegenspieler. Ziemlich simpel, nicht?

Wie maximieren wir aber diesen Vorteil? Wie können wir unsere Macht über die einzelnen Spieler erhöhen? Erst kürzlich las ich eine Diskussion über ein HomeGame, in dem es keine Blinds gab. Es wurde einfach munter ohne Pflichteinsätze gespielt. Die Essenz die ein Spieler daraus zog war, dass er einfach nur auf Pocket Asse warten müsse, um das Spiel schlagen zu können, da ihn ja Folden auch im Long-Run kein Geld kosten würde. War das die richtige Strategie?

Beim nächsten Mal geht es weiter…