Thema: absichtliches Donkplay vorteilhaft?
Inspiriert von deinem heutigen Blog-Eintrag bezüglich Spieler, die man leichter bluffen kann, wenn sie sich vornehmen besseres Poker zu spielen kam mir folgende Frage auf.
Folgende Situation: Man hat jetzt einen Spieler am Tisch, der durch leichtsinniges Spiel heute schon einiges verloren hat, wäre es dann nicht sogar sinnvoll evtl. mal den Donkplay Modus einzuschalten und seine Handrange gegen diesen Spieler etwas zu erweitern. Da fällt mir spontan jetzt folgende Situation ein. Wir spielen FR an einem vollen Tisch mit etwas mehr als 100BB und sind im Button. Wir erhalten als Hand 96o und vor uns erhöht einer um 4BB und wir haben 3 Caller. Wieso dann nicht einfach mal mit 96 ebenfalls mitgehen.
Angenommen Flop kommt jetzt mit 66Q. Dann haben wir immerhin schonmal ein Set getroffen. Der besagte Spieler ist der erste der agieren muss und bettet 1/2-Pot size und alle anderen folden. Jetzt kommt es drauf an, ob man sofort alles in die Mitte schieben will, oder ihn etwas zappeln lassen will und einfach nur called.
Angenommen wir bekommen tatsächlich alles in die Mitte und wir schlagen mit unserem Drilling sein Damenpaar mit Ass-Kicker oder ein höheres pocket pair (KK,AA), dann muss dieser Spieler doch langsam wirklich im Tiltmodus sein. Wenn er ein mittelmäßiger bis schlechter Spieler ist, wird er mit Sicherheit dadurch getiltet sein und man kann von ihm noch mehr Geld abknüpfen. Zweiter positiver Effekt ist natürlich, dass andere mitspieler evtl. dich für ebenfalls schwach halten könnten.
Was meinst du dazu? Ich hoffe, ich konnte einigermaßen verständlich erklären, was ich ausdrücken wollte.
Bei mir hat es schon desöfteren funktioniert bzw. ich bilde mir zumindest ein, dass es daran gelegen hat ![]()

