Auf den Spuren des Pokerpapstes

Nicco Maag.jpgLetztes Jahr gelang Pius Heinz das, wovon jeder Pokerspieler auf der Welt träumt: ein grandioser Run beim World Series of Poker Main Event und der Gewinn des begehrten Bracelets und mehr als acht Millionen US-Dollar Preisgeld. Für Poker in Deutschland war es eine wundervolle Entwicklung: Pius Heinz war der perfekte Repräsentant für das Spiel. Locker, mit Humor und Ahnung meisterte er TV-Auftritte bei Raab, SternTV und Co.

Dieses Jahr startete zur Titelverteidigung, musste aber am dritten Spieltag an die Rails. Schade, aber es war doch zu erwarten. Zu groß ist die Varianz, zu gering die Wahrscheinlichkeit auf zwei deepe Runs in Folge im größten Turniers des Jahres. Doch Pius Heinz hat Unterstützung. Nach fünf langen Spieltagen und nur noch knapp 100 Spielern im Turnier stehen drei Deutsche bereit den Titel zu gewinnen: Jan Heitmann, Wilfried Hörig und Nicco Maag befinden sich in den Top15 im Chipcount. Genau wie Pius Heinz im Vorjahr halten sie sich mit vielen Chips in einer extrem guten Ausgangsposition, vermeiden aber die große Aufmerksamkeit und den Hype, denen die Top 3 immer wieder ausgesetzt sind. Ein gutes Omen? Das wollen wir doch hoffen!

Selbst wenn es nur einer der drei am Ende an den Final Table schafft, wäre es ein wahres Poker-Sommermärchen. Ein erneuter Gewinn unter deutscher Flagge? Es ist kaum vorstellbar, aber die Zeichen stehen bislang gut. Jetzt gilt es die Daumen zu drücken und zu hoffen, dass die drei weiterhin ihr bestes Poker zeigen und von Fortuna kein Bein gestellt bekommen.

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