Full Tilt steigt am 6. November wieder in das Poker-Biz ein, zeitgleich wird der neue Präsident der USA gewählt. Doch Pokerspieler auf der ganzen Welt haben ihre Augen erst einmal auf etwas ganz Anderes gerichtet: das Penn & Teller Theater in Las Vegas!
Montag ist es endlich soweit: nach mehreren Monaten Vorbereitungszeit wird der neue Weltmeister ermittelt! Die October-Nine machen sich bereit, um einen Gesamtpreispool von mehr als 15 Millionen US-Dollar zu spielen. Wer wird in die Fußstapfen von Pius Heinz treten? Es ist mehr als wahrscheinlich, dass der Titel dieses Jahr nach Amerika geht – immerhin sind acht der neun Finalisten Amerikaner – der Neunte im Bunde kommt aus Ungarn.
Hier noch einmal die Finalisten im Überblick:
Michael Esposito ist das was man am Final Table der WSOP eigentlich eher ungerne sieht: ein Amateurspieler, der mit einem glücklichen Händchen alle Tage überstanden hat und jetzt das ganz große Geld gewinnen kann. Der Vater und Triathlet ist so etwas wie die Poker-Cinderella-Story. Esposito wird als Sechster in Chips an den Final Table treten.
Steven Gee ist Fünfter in Chips und ist bereits seit langer Zeit ein routinierter Pro. Gleichzeitig ist er auch das neue Gesicht von PokerAce.
Jeremy Ausmus gehört zu den jüngeren Spielern und ist ein glänzendes Beispiel, wie man lange Rounders-Stunden, Familie und ein erfülltes Leben unter einen Hut bringen kann. Er hat bereits 14 WSOP Cashes und über 1.000.000 US-Dollar in Tourney-Winnings.
Jesse Sylvia, der Chipleader, ist ein professioneller Cash Game Spieler, der bis zu 60 Stunden pro Woche live pokert. Für den in Vegas lebenden Pro ist das der größte Cash seiner Karriere.
Auf Platz zwei befindet sich der 30-jährige Andras Koroknai aus Ungarn. Der Mann aus Debrecen gewann zuvor schon die World Poker Tour LA Classic für mehr als 1,7 Millionen US-Dollar.
Greg Merson, gerade einmal 24 Jahre alt, hat ein besonders erfolgreiches Jahr 2012 gehabt. Er sitzt nicht nur mit fast 30 Millionen US-Dollar in Chips am Finaltisch, er konnte zudem auch schon ein Bracelet im $10.000 Six-Max Event für mehr als 1.000.000 US-Dollar gewinnen.
Für Russel Thomas, der auf Rang vier steht, ist dies bereits sein dritter und bis dato größter WSOP-Cash. Im $1500 Six-Max Event gewann er 84.000 US-Dollar für einen starken fünften Platz.
Steven Gee ist mit 56 Jahren der älteste October-Niner in diesem Jahr. Er ist aber sicherlich kein Rookie: 2010 gewann er bereits ein Bracelet und ist seit den späten 1970ern Pokerpro – jedoch gründete er wenige Jahre später eine Software-Firma und spielte Poker nur in seiner Freizeit. Seit 2007 spielt er wieder regelmäßig in großen Cash Games in Vegas.
Der 27-jährige Texaner Robert Salaburu gab das College auf, um Vollzeit Poker zu spielen – leider musste er jedoch durch den Black Friday eine anderweitige Beschäftigung suchen – er eröffnete ein kleines Autoparkhaus, um sich über Wasser zu halten. Durch den Cash beim WSOP Main Event wird er jedoch wohl wieder zum Vollzeitprofi werden.
Jacob Balsiger ist der Letzte im Bunde: mit 21 ist er der jüngste October-Niner. Der Politikstudent aus Arizona ist sicherlich auch der unerfahrenste Finalist – sein Sieg wäre sicherlich die größte Überraschung bei diesem Finale.


