300.000 US-Dollar. Für die meisten Menschen, ja ich würde sagen für 99% der Bevölkerung, ist das eine lebensverändernde Summe Geld. Doch für drei Deutsche wurde dieser Paycheck vor wenigen Tagen zu nichts mehr als einem schwachen Trost.
Jan Heitmann, Wilfried Härig und Nicco Maag hatten die Chance auf den Traum jedes Pokerspielers. Beim World Series of Poker Main Event 2012 waren sie nach sechs langen Spieltagen unter den letzten 27 Spielern. Nur zwei weitere Tische trennten sie von einem Platz am Finaltisch des wichtigsten und größten Turnieres der Pokerszene. Durch das Preisgeld am Final Table und die garantierten Sponsoring-Deals kann man sich künftig garantiert unter den Pokermillionären wiederfinden.
Das Geld, die Aussicht auf weltweiten Bekanntheitsgrad, mediale Präsenz und Ruhm und Ehre der Pokerszene – all das wird bereits in den Köpfen der letzten 27 Spieler herumgeschwirrt haben. Doch am Ende sollte es nicht sein. Weder Heitmann, Maag, noch Härig konnten den letzten Spieltag überstehen. Während Maag bereits zu Beginn des Tages auf Platz 27 ausschied, schaffte es Heitmann zumindest unter die Top20 und Härig erwischte sogar Platz 15. Jeder von ihnen erhielt für diese grandiose Leistung rund 300.000 US-Dollar. Doch am Ende bleibt der Frust. Wird man es jemals wieder so weit im Main Event bringen? War das die einmalige Chance auf den Weltmeistertitel. Wenn man sich die Teilnehmerzahlen anschaut, deutet alles darauf hin, dass diese Drei ihre beste Chance verspielt haben. 300.000 US-Dollar haben sich wohl noch nie so bitter angefühlt.


