Trügerische Asse!

In den letzten Jahren hat sich ein Trend immer mehr in den Vordergrund gedrängt: obwohl fast alle Main Events der großen Turnierserien weiterhin im No Limit Texas Hold’em ausgetragen werden, favorisieren Cash Game Spieler die großen Omaha-Partien. Wenn man von den großen Spielern der Szene liest, erzählen diese meistens Geschichten von gigantischen Omaha-Pots, die sie in Macau, Vegas und Co. gewonnen haben.

Da ist es natürlich nicht verwunderlich, dass auch online immer mehr Spieler den Weg an die PLO Tische finden. Die große Gefahr jedoch ist, dass die meisten Spieler einen Texas Hold’em Background haben und dadurch gravierende Fehler beim Omaha begehen!

Das beste Beispiel sind Starthände mit Aces, die ständig fürchterlich overplayed werden: Asse gehören zwar auch im Omaha zu den besten Starthänden – jedoch gilt dies (noch drastischer als beim Texas Hold’em) nur PreFlop! Und auch hier verändern sich die Wahrscheinlichkeiten: hat man beim Texas Hold’em mit Assen PreFlop gegen jegliche Hand mindestens eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 80%, reduziert sich diese beim Omaha auf ungefähr 60%. Immernoch profitabel, klar – doch PostFlop wird es richtig bitter!

Gerade auf einem Board wie kann man fast davon ausgehen (vorausgesetzt man hat keine Double-Suited Aces, die einem selbst den Nut-FD geben), dass jede bezahlende Hand mindestens 50% Equity gegen Aces hat. Omaha ist ein Straight- und Flushlastiges Spiel, sodass der Wert von Paaren nicht so hoch ist wie bei Texas Hold’em. Hat man auf oben genanntem Board Aces im Hold’em hat man fast immer die bessere Hand – im Omaha jedoch nicht! Wenn ihr also das nächste Mal beim Omaha vor einer Entscheidung mit Aces steht, solltet ihr auf der Hut sein – Vorsicht ist bekanntermaßen besser als Nachsicht!

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