Am Wochenende war ich auf dem Oktoberfest. Es hat erstaunlich viel mit Poker gemeinsam. Wenn die Bank einbricht, ist es erstmal vorbei.
Im Zelt wollten wir herausfinden, wie viele Pokerspieler auf eine Bierbank passen. Das Ergebnis: Im Stehen auf jeden Fall mehr als im Sitzen. Und im Gegensatz zu den großen kriselnden Bankenhäusern können wir echten Pokerspieler zuverlässig das Risiko einschätzen: Keine Bank brach ein, auch nicht im After Wiesn Club, der letzten Station der PartyPoker Oktoberfest Promo.
Am Abend davor spielten wir ein Turnier im Upside East, einem Club im Münchner Osten. Die ganze Stadt roch nach Zucker, von der Dachterrasse aus sah man grell das Oktoberfest leuchten. Beim Turnier war ein Bounty auf mich ausgesetzt, wer mich also vom Tisch nahm, kassierte direkt 250 Dollar. Nicht süß. Denn so eine Bounty ändert das Spiel komplett. Normalerweise denkt man bei einem Live Turnier mehr nach, man hat Zeit, kann besser reflektieren. Dieses Mal wollten die Leute einfach meine Bounty. Man kann nicht mehr so leicht Chips reinschieben, gute Spieler gehen auch mit schlechteren Händen mit, zeigen mehr Risikofreude. Für mich bedeutete das: recht wenig Hände, Risiko besser kalkulieren. Zumal die Bank stark belastet wird: Das Turnier hatte eine schnelle Struktur, wenig Big Blinds – und viele gute Spieler. Bis zum Final Table hab ich es geschafft, dann versagte meine Drilling-3 gegen eine Drilling-10. Das Risiko jedenfalls hatte ich richtig eingeschätzt.
Die Oktoberfest Promo fand dieses Jahr zum sechsten Mal statt. Seid ihr nächstes Jahr dabei? Die Freeroll-Turniere starten im August 2013! Freue mich auf euch!“


