Die World Series of Poker ist zwar das größte Pokerevent der Welt und zieht demnach natürlich auch Jahr für Jahr Massen an Spielern und Neueinsteigern in die Pokerwelt und dennoch macht sie mich immer ein wenig nachdenklich. Immer wieder sieht man es. Erstklassige Spieler starten vielversprechend in ein Turnier, kommen sogar ITM und dann busten sie kurz vorm Final Table, weil irgendjemand einfach mehr Glück als sie hatte. Man kann es nicht anders sagen. Der Glücksfaktor bei MTTS und vor allem bei LiveMTTs ist unglaublich hoch und am Ende entscheidet ein simpler CoinFlip über Sieg und Niederlage.
Was bedeutet das für uns als Pokerspieler? Sind wir doch nur Glücksspieler mit Up oder Down? Wenn man beobachtet wer Jahr um Jahr auf welche Art und Weise das MainEvent gewinnt, dann kann man schon einmal leicht hoffnungslos werden – Joe Cade ist sicherlich ein guter Spieler – der Beste am Tisch im Vorjahr war er jedoch nicht. Nur dank mehrerer gewonnener AllIns, in denen er 20:80 hinten lag, konnte er das Bracelet an sich nehmen. Genau wie damals, als Jamie Gold immer auf der sonnigen SetupSeite saß und jeden Tisch einfach nur durch unglaubliches Kartenglück dominieren konnte.
Wie es dieses Jahr wieder aussehen wird, werden wir noch in den nächsten Wochen sehen können. Ich drücke natürlich unseren deutschen Spielern die Daumen, meine Prognose jedoch ist, dass das MainEvent an einen Unbekannten gehen wird.
Und trotz diesem riesigen Glücksfaktor zieht es die Spieler Jahr um Jahr an die Tische der WSOP. Ruhm, Ehre und natürlich die Überzeugung eine Edge gegen jeden anderen zu haben, verändert eine Verlustinvestition wie beim Roulette in eine marginale Profitsituation. Doch die SampleSize ist winzig und bis man das “verdiente” Bracelet in die Kameras halten kann, können Jahre vergehen…




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