Ist man erst einmal auf den MidStakes angekommen, wird es immer schwieriger wirklich gute Tische zu finden. Die Konkurrenz wird immer stärkern und die echten Vollfische machen sich rar. Dennoch heißt es noch lange nicht, dass man sich mit den Regulars messen muss. Wem es beim Pokern nicht um Competition, sondern um die eigene Winrate und den daraus resultierenden Profit geht, muss mit der Zeit lernen, welche Tische gut sind und welche nicht und vor allem auch eine Zeit finden, in der das Reg-Fisch Verhältnis annehmbar ist.
Während man auf den MicroLimits zu jeder Uhrzeit am Tag massig gute Tische mit vielen schlechteren Spielern findet, ist dies gerade ab NL200 nicht mehr der Fall. Nehmen wir zum Beispiel die mitteleuropäische Zeit um 18 Uhr. Zwar ist um diese Uhrzeit viel Traffic vorhanden und schnell ein Tisch gefunden, ist die Qualität der Games nicht wirklich vorteilhaft. Viele gute Haie schwimmen nebeneinander, um einen dicken Fisch zu angeln, der eventuell garnicht so groß ist, wie er zu Beginn scheint. Daraus resultiert, dass man sich zwangsläufig mit den Haien messen muss, was unsere Winrate unter Umständen in den Keller ziehen kann.
Ein Midstakes-Spieler, der diesem Fiasko aus dem Weg gehen will, sollte seine Spielzeiten eher nachts ansiedeln. Ab 24 Uhr ist Ami-PrimeTime auf allen Pokerseiten. Durch die Zeitverschiebung ist unsere Nacht voller Sonnenschein für hungrige Haie. Jetzt findet man viel besser wirklich gute Tische mit vielen schlechteren Spielern und muss sich nicht mehr mit den guten Regulars bekriegen.
Natürlich könnte jetzt wieder eine Diskussion entflammen, ob es nicht doch sinnvoll ist sich mit den besseren Spielern zu messen, um seinen eigenen Skill signifikant zu steigern und langfristig mehr Profit zu erzielen. Das trifft meiner Meinung nach jedoch nur bedingt zu. Je nach SkillLevel wird man einfach zu unpassenden Zeiten von den anderen Regulars vernichtet und geht nicht nur mit einer blutigen Nase vom Tisch, sondern im schlimmsten Fall mit einem gebrochenen Selbstbewusstsein. Von Skill-Steigerung kann in diesem Fall nicht mehr die Rede sein.
Wenn ihr also gerade beim LimitAufstieg seid, solltet ihr euch nicht direkt ins Haibecken wagen, sondern erstmal die ruhigen Gewässer in der Nacht besichtigen. Das gibt euch nicht nur die Zuversicht, dass das höhere Limit auch schlagbar ist, sondern kann auch ein paar nette Dollar in eure Bankroll spülen.




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