Genau wie die Fußball Weltmeisterschaft neigt sich auch die World Series of Poker dem Ende zu. Das Main Event, die eigentliche Weltmeisterschaft des Pokerns, hat begonnen und wieder strömten Tausende Spieler zu den ersten Tagen des längsten Events der WSOP. Da man noch überhaupt keine Favoriten für das Main Event ausmachen kann, widme ich mich heute noch einmal dem Tournament of Champions.
Der Final Table des No Limit Texas Hold’em Events wurde von legendären Größen besetzt. Johnny Chan, Barry Greenstein und TJ Cloutier sind nur einige der Namen, die wohl selbst Anfängern etwas sagen. Und am Ende gewann Huck Seed. Ein Spieler, der für viele Neulinge ein Unbekannter ist. Unter den Pros genießt der stille Riese jedoch ein extrem hohes Ansehen. Zwar ist er bei Weitem nicht so medienpräsent wie ein Daniel Negreanu, gilt jedoch bei jedem Turnier als ein starker Spieler, mit dem man jederzeit rechnen muss.
1996 gewann er das Main Event. Damals war Poker noch lange nicht im Mainstream angekommen und hatte noch ein eher zwielichtiges Image. Doch schon damals bewies Seed, dass er nicht nur das Spiel, sondern auch seine Gegner verstand. Ein ruhiger Spieler, der lieber im Hintergrund bleibt und seiner Berufung nachgeht. Vielleicht ist das auch das Geheimnis des großen Huck. Während andere sich mit Werbeverträgen und Promotions für große Pokersites beschäftigen, sitzt Huck im Casino und feilt konstant an seinem Spiel. Trotz einem großen Rückstand im Heads-Up, konnte er schließlich Howard Lederer dann doch bezwingen und den Titel, das Bracelet und $500.000 einstreichen.
Erfahrungsgemäß wird das jedoch Hucks Verhalten nicht verändern, gilt er doch unter den Pros als freundlicher und bescheidener Spieler, der jedoch guter Action und abstruser SideBets nie abgeneigt ist. Wir werden sehen wie Huck im Main Event abschneiden wird – ein Doppelsieg ist zwar sehr unwahrscheinlich – gönnen würde ich es ihm aber auf jeden Fall.




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