Die Angst beim Gewinnen

Jeder der schon eine Weile Poker im Internet spielt wird das kennen: man loggt sich voller Vorfreude auf die Session bei Party Poker ein, sucht sich ein paar nette Tische und beginnt den Krieg der Karten. Es läuft echt gut und man kann in kürzester Zeit einige nette Pots für sich gewinnen und ist in 20 Minuten fünf oder sogar sieben Stacks up. Nach dem obligatorischen Gedanken, dass man ein Pokergott ist und alle gnadenlos vernichtet und schon in kürzester Zeit selbst Phil Ivey das Fürchten lehren wird, kommt dieses bestimmte unbehagliche Gefühl. Man versucht seine Gewinne zu retten, in Sicherheit zu bringen, bevor die Ladung BadBeats die gute Session in eine grausige verwandelt.

Dieses Gefühl scheint wohl in unseren Genen zu liegen, wollen wir doch immer das beschützen, das uns als wichtig erscheint. Genau hier liegt jedoch das Problem. Normalerweise spielen wir das beste Poker wenn wir gewinnen. Wir sind selbstbewusst, haben keinen Hass auf unsere Gegner – kurz gesagt wir sind in diesem Moment ein Bilderbuchpokerspieler! Nachdem ich genau so eine Session gerade hinter mir habe, frage ich mich, wie ich diese Angst überwinden kann. Rein von der theoretischen Herangehensweise ist mir das bewusst – nicht auf das Geld schauen, in BB denken und einfach weiterspielen. Nur meine menschliche Veranlagung will irgendwie noch nicht hören…

Kommentieren

*


9 − 9 =

Spam Protection by WP-SpamFree Plugin