Eine kleine Wette?

Ich bin eigentlich kein großer Fan von Sonntagen, aber dieser ist doch ganz nett. Ich liege hier auf dem Bett und schaue ein nettes NBA Game der diesjährigen Season. Die Chicago Bulls nehmen es mit den grandios spielenden Orlando Magic auf und schon kurz nach dem Tip-Off dachte ich, dass ich einen Blog schreiben sollte. Nicht um euch über die tolle Präsentation und die spannenden Games der National Basketball Association zu informieren, sondern um ein wenig über den Zusammenhang von Poker und Sportsbetting zu sinnieren.

Man hört immer wieder, wie die großen Pros aus dem Pokerzirkus ständig Wetten auf Sport, wie Basketball, Football etc. wetten. Klar, sie wetten auch wer am schnellsten seinen bestellten Drink serviert bekommt, aber das ist eine andere Geschichte. Größen wie Phil Ivey wetten einfach nur aus Spaß und weil sie die Action vermissen würden, wenn sie ein Spiel “einfach so” ohne Wette anschauen würden. Doch es gibt auch Leute, die das Sportsbetting sehr ernst und analytisch betreiben und gleichzeitig sehr gut Poker spielen. Wo sind also die Parallelen?

Ich persönlich kenne mich zwar nicht so gut mit Sportwetten aus, bin mir aber sicher, dass die zwei wichtigsten Gemeinsamkeiten zwischen Poker und Sportsbetting folgende sind: Bankrollmanagement und Beobachtungsgabe. Wie im Poker auch kann man zwar die richtige Entscheidung treffen, aber dennoch verlieren, weil es meiner Meinung nach sehr wohl so etwas wie Varianz im Sport gibt. Tagesform, schlechtes Timing und Co. kann in einem Spiel zwischen zwei sehr starken Gegnern sehr wohl den Sieg ausmachen. Das heißt, dass man nicht sein gesamtes Geld auf ein Spiel setzen sollte, sondern eher mit moderaten Bets (im Verhältnis zur Bankroll) auf den eigenen Favoriten setzen sollte. 5% der gesamten Bankroll pro Wetteinsatz klingt für mich ganz vernünftig. Die richtige Entscheidung trifft man wie im Poker auch durch taktisches und analytisches Denken und Beobachten der Spieler. Ein gutes Wissen über alle Mannschaften, deren Statistiken und Co. sind essentiell um eine wohlbegründete Entscheidung zu treffen. Lohnt es sich beispielsweise auf den Underdog zu setzen, weil ein wichtiger Spieler des Favoriten in letzter Zeit nicht in Top-Form war? Je nach Quote ergibt solch ein Einsatz manchmal Sinn…manchmal aber auch nicht. Ein interessanter Denkansatz und vielleicht sollte ich es selbst auch mal versuchen und eine kleine Sportsbettingbankroll anlegen, um nicht nur NBA zu schauen, sondern auch ein wenig Gewinn daraus zu ziehen.

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