Gewinnen, wenn man verliert!

Wie geht man am besten mit einem Bad Beat um? Auf diese Frage gibt es die verschiedensten Antworten: Pause machen, objektiv die letzten Spielsituationen reflektieren oder ganz einfach weiterspielen. Sehr temperamentvollen Spielern, die zulassen, dass Emotionen ihr A-Game unmöglich machen, kann ich nur empfehlen, eine kleine Pause einzulegen. Ansonsten riskieren sie, „heiß zu laufen“ und in der Folge einen großen Teil ihrer Bankroll zu verbraten. Wer dagegen im Falle eines Bad Beats kaum überreagiert, der kann im Grunde problemlos weiterspielen. Schließlich ist Poker kein Glücksspiel! Vielmehr halten sich Glück und Pech auf lange Sicht die Waage, so dass Spieler, die gegen euch -EV-Entscheidungen tätigen, eigentlich ein willkommenes Fressen sind. Lasst euch also auch dann nicht irritieren und verunsichern, wenn euch Villain im Cash Game mehrmals lucky stacked. Hier lautet die Devise: Einfach cool bleiben und kühlen Kopf bewahren! Er wird sein Fett schon noch wegbekommen! Übrigens: Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass die meisten Poker-Pros – mit Ausnahme von Spielern à la Mike Matusow oder Phil Hellmuth – in Interviews wesentlich öfter eine falsch gespielte Hand oder einen Coin Flip als ausschlaggebenden Grund anführen und ihr Turnier-Ausscheiden nicht auf einen etwaigen Bad Beat zurückführen? Aber zurück zum eigentlichen Thema: How to Handle a Bad Beat? Ich habe eine weitere Antwort parat: Einfach darüber freuen! Ihr lest richtig: Ihr sollt euch freuen! Natürlich aber nur in einer ganz bestimmten Konstellation, nämlich dann, wenn ihr den Bad Beat Jackpot geknackt habt. Neben PartyPoker bieten z.B. auch AbsolutePoker, CarbonPoker oder ParadisePoker Tische mit Bad Beat Jackpot an. Gewinnen, wenn man verliert. Ein Traum! Die exakten Voraussetzungen variieren zwar von Anbieter zu Anbieter. Doch für jede an den Tischen mit Bad Beat Jackpot gespielte Raked Hand fließt ein prozentualer Anteil aus dem Pott in den Jackpot. Dieser steigt also progressiv, wenn mehr gespielt wird. Aber Spaß beiseite: In erster Linie sollte man natürlich in seine Skills vertrauen und versuchen, sein Spiel konsequent zu optimieren. Wenn es dann aber mal einen heavy Bad Beat setzt, kann dieser womöglich zum persönlich größten Turnier-Gewinn überhaupt führen…

So long,

shehata

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