Ohje, da nehmen sich Millionen Deutsche am Freitag Nachmittag frei, um das zweite Deutschlandspiel zu schauen, gehen damit teilweise fürchterliche Diskussionen mit dem Chef ein und dann passiert sowas – Fußballdeutschland versagt und verliert kläglich gegen Serbien. Das Geschrei ist natürlich groß! Typerscherweise wird erst einmal der Schiri beschuldigt…auch wenn die Kartenorgie an diesem Tag ein wenig übertrieben war, lag es einzig und allein an der deutschen Mannschaft, dass das Spiel verloren wurde. Bei weitem nicht so abgeklärt und ruhig, wie noch gegen Australien, hat die Mannschaft die Serben unterschätzt und die Rechnung dafür kassiert.
Jetzt sitzt der Frust tief. Die Presse redet jetzt schon vom entscheidenden “Endspiel” (der Vorrunde versteht sich). Auch beim Pokern gibt es diese Situation immer wieder. Was macht man, wenn man hochmotiviert an die Tische gegangen ist, vorher gute Erfolge erzielt hat und plötzlich nichts mehr läuft? Die eigenen Reads sind schlecht, man läuft schlecht und jeder Gegner scheint einen perfekt auszuspielen…soll man jetzt wütend mit dem Kopf gegen die Wand rennen und einfach weiterspielen?
Das kommt ganz darauf an, welcher Spielertyp man ist! Hat man die Ruhe weg, lässt sich auch von den schlimmsten Sessions nicht aus der Comfort-Zone drängen, kann man ruhig weiterspielen. Da ich mir jedoch sicher bin, dass 90% aller Pokerspieler nicht zu dieser abgeklärten Sorte gehören, rate ich euch: MACHT EINE PAUSE! Entspannt euch, lasst euch den Frust nicht zu Nahe kommen und denkt immer daran, dass ihr das Spiel schlagen könnt! Paukt im Zweifelsfall wieder ein wenig Theorie, geht vielleicht sogar ein Limit runter und sammelt wieder Selbstbewusstsein, bevor ihr euch wieder an euer Stammlimit wagt. Selbstvertrauen ist ein wichtiger Punkt, der beim Pokern niemals unterschätzt werden sollte. Und auch wenn es nur ein Teil der Autosuggestion ist: wie wäre es mit einem leckeren Nutella-Brot, um die Laune aufzubessern?




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