Wer schon einmal No Limit Texas Hold’em gespielt hat, weiß natürlich über die Regeln der CommunityCards bescheid.Jeder Spieler darf sich in Kombination mit den eigenen HoleCards aus Flop, Turn und River seine bestmögliche Pokerhand bilden. Oftmals ist es aber so, dass man bereits vor Turn und River AllIn ist und somit nur nach der Wahrscheinlichkeit seine Entscheidung getroffen hat. Zum Beispiel kann man mit sehr starken Draws bereits am Flop AllIn sein, da man dank den vielen Outs selbst gegen eine sehr starke Range gute Chancen hat den Pot nach dem River einzusacken.
Natürlich begibt man sich damit aber auch auf die lange Reise in die verrückte Welt der Varianz. Wie oft hat man schon mit einer starken Hand am Flop AllIn geraist, wurde gecallt und hat dann man River trotz hoher Siegchancen den Pot an den Gegner verloren? Im OnlinePoker muss man sich dieser Swings bewusst sein und sie in Kauf nehmen. Im LiveGame hat man jedoch die Möglichkeit in einem CashGame eine Sonderregel einzuführen.
Die Run-it-twice Regel ermöglicht dem Spieler bei einem AllIn vor dem Flop, am Flop oder aber am Turn die verbleibenden CommunityCards mehrmals dealen zu lassen. Entsprechen wird der Pot auch geteilt. Lässt man beispielsweise in einem Pot von $100, bei dem beide Spieler bereits am Flop AllIn sind, den Turn und River zwei Mal dealen, entstehen zwei Pots a $50. Diese Situation ändert zwar nichts an den Wahrscheinlichkeiten, jedoch reduziert es die Varianz im Spiel. Gerade bei LiveGames, in denen die Stakes sehr hoch sind, wird es von Spielern gerne genutzt um die möglichen Swings zu minimieren.
Natürlich ist man jedoch auch hier nicht gänzlich von Lady Luck gefeit – gut zu sehen in folgendem Video aus einer TV Übertragung des Aussie Millions CashGame in Australien:




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