Seth’s Poker Journal – Wer spielt gerne Mau-Mau?

Unter dem etwas provokanten Titel „Mau Mau ist was für Tunten“ hat Pokerolymp.de-Kolumnist Udo Gartenbach sein erstes Poker-Buch veröffentlicht. Auf 62 Seiten präsentiert er humorvoll und kurzweilig die besten Pokersprüche. Gartenbach kennt und erläutert die besten sowie die dümmsten Sprüche. So heißt es im Buch: „Der Spruch ist also rein körperlich betrachtet eine Erektion trotz verlorener Hand.“

Hinzu kommen Interviews mit Größen der Pokerszene wie Katja Thater, Gus Hansen, Patrik Antonius und Erick Lindgren. Auch zwei Amateure kommen zu Wort: Oliver Geißen und König Boris.

Das Buch ist durchaus amüsant geschrieben und eine wohltuende Abwechslung zu all den so ernst genommenen theoretischen Pokerbüchern. Gartenbach versucht, Poker in Prosaskizzen und Assoziationen literarisch zu betrachten. Dabei nimmt er die verrücktesten Marotten, die haarsträubendsten Fehler und die peinlichsten Ausreden der Zocker aufs Korn.

Nur doof, dass sich die Mau Mau-Spieler nun durch das Buch auf den Schlips getreten fühlen. Der Deutsche Mau Mau Verband hat auf juristischen Weg die Veröffentlichung einer Gegendarstellung erwirkt. PokerOlymp muss sich in aller Form bei den zahlreichen Mau Mau-Spielern weltweit entschuldigen und folgende Gegendarstellung veröffentlichen:

http://www.pokerolymp.com/articles/show/news/8101/Gegendarstellung+zu+-Mau+Mau+ist+was+f%C3%BCr+Tunten

Peter Kressmann, Präsident des Deutschen Mau Mau Verband, bezeichnet in der Gegendarstellung Mau Mau als Strategiespiel, welches Planung, Timing und zielgerichtetes Ausspielen benötigt. Und zu Poker sagt er: „Im Gegensatz zu der auf Glücksspiel basierenden Kartenverteilung Poker, welches einen eher zweifelhaften Nimbus vor sich trägt.“ Der Verband behält sich zudem eine rechtliche Prüfung gegen den Autor vor.

Ich denke dem Buch kann dieser „Rummel“ nur zur mehr Interesse und gesteigerten Verkaufszahlen helfen.

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