The Road To Success: Wie spielt man ein Freeroll-Turnier?

Der Countdown läuft: Am heutigen Donnerstag, den 22. Juli, findet um 19.00 Uhr (MEZ) das nächste Poker.de- „Fahr den Traum“-Freeroll statt. Jeder angemeldete Poker.de-User, der mindestens 10 Postings im Forum veröffentlicht hat, ist automatisch teilnahmeberechtigt. Es winken Geldpreise sowie ein brandneues 2010er Aston Martin DB9 Coupé. Man sieht: Mitmachen könnte sich lohnen! Ich spreche ganz bewusst im Konjunktiv, denn um bei einem Freeroll in die Preisränge vorzudringen, bedarf es des Zusammenspiels mehrerer Faktoren. Welche die wichtigsten sind, möchte ich mit euch in einem Crashkurs unter die Lupe nehmen! Da Freerolls Turniere ohne Teilnahmegebühr sind, mutieren die meisten von ihnen zu wahren Donkaments. Getreu dem Motto „Nothing To Loose“ präsentieren sich die viele Spieler von ihrer loosesten Seite. Logisch: Denn das Großartige an Freerolls ist schließlich die Tatsache, dass man ohne eigenen Buy-In bzw. ohne eigenes Risiko Gewinne erzielen kann. Neben erfahrenen Poker-Spielern gibt es auch viele Newbies, die Freerolls spielen, um ihre Bankroll aufzubauen. Die Schwierigkeit besteht nur darin, dass man grundsätzlich gegen ein breites Teilnehmerfeld antreten muss. Folglich gibt es diverse Poker-Spieler, die Freerolls als reine Lotterie betrachten. Zu Recht? Nein! Natürlich stößt man immer wieder auf Bingo-Player, die mit Any Two Cards All In pushen. Dennoch gibt es sehr wohl eine Art von Strategie, wodurch sich der Glücksfaktor deutlich minimieren lässt. Fakt ist nämlich: In den späteren Runden von Freeroll-Turnieren trennt sich regelmäßig die Spreu vom Weizen und die typischen Poker-Basics kommen wieder zum Tragen. Das Niveau wird Step by Step deutlich tighter, denn jetzt sehen auch die noch zu Beginn ultra-loosen Spieler, die sich bis dato durchgeluckt haben, wieder das Licht am Ende des Tunnels. Die verbleibenden Überlebenden („Survivors“) werden nun natürlich nicht mehr mit marginalen Händen all ihre Chips in die Mitte stellen. Ich persönlich tendiere im Übrigen auch nicht dazu, bei Freerolls mit dem Rock-, Limper- und Maniac-Stil grundsätzlich drei verschiedene Spielstile zu differenzieren. Es macht nur wenig Sinn, krampfhaft möglichst früh einen großen Chipstack anzuhäufen. Wenn die Karten nichts taugen, taugt auch keine risikofreudige Einstellung. Wie so oft macht´s die Mischung: Wer zu wenige Hände spielt, der riskiert (insbesondere bei Speed- oder Turbo-Tournaments), von den Blinds (ggf. Antes) aufgefressen zu werden. Wer zu viele Hände spielt, tätigt mit Sicherheit keine + EV-Entscheidungen. Meine Devise lautet also: Locker bleiben und sich mit potentiellen Winning Hands den Flop anschauen. Sobald sich das fischige Teilnehmerfeld reduziert hat, wird wieder vernünftiges Poker gespielt. Spätestens in dieser Phase kommt es auf Skill an!

So long,

shehata

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