Wahrscheinlichkeiten berechnen

Im Netz findet man ja mittlerweile etliche Erklärungen zu der Berechnung von Wahrscheinlichkeiten, jedoch in meinen Augen oft zu unverständlich erklärt. Daher im Folgenden mein Versuch dies einfach und generell darzustellen:

Im Texa Hold’em Poker spielt Mathematik eine wichtige Rolle, um das meiste aus seinen Gewinnchancen rauszuholen. Denn wie oft kommt es vor, dass man eine bestimmte Karte auf dem Turn oder River braucht. Und mit der Berechnung der Wahrscheinlichkeit auf eine Straße oder einen Flush beispielsweise, ist dies ein großer Vorteil. Dies klingt in erster Linie etwas kompliziert aber so schwierig ist es nicht. Die fundamentalen Fragen, die man sich dabei zunächst stellen sollte sind: Wieviele Outs habe ich und wieviele ungesehene Karten gibt es?

Outs sind die Anzahl der Karten, die Ihre gewünschte Hand bilden. Wenn man zum Beispiel einen Kreuz Flush auf dem River benötigt, dann gibt es noch 9 Karten, die einem helfen. 13 Kreuze gibt es insgesamt und 4 sind bereits draussen, 2 auf dem Tisch und 2 die man in der Hand hält – es können also nur noch 9 übrig sein. Natürlich kann es sein, dass noch andere Spieler ein Kreuz halten, jedoch ändert dies bei dieser Berechnung nichts, da es ungewiss ist.

Somit kommen wir zu der anderen Frage. Da man 2 Karten hält und auf Flop und Turn weitere 4 Karten liegen, bleiben 46 von 52 Karten vor dem River ungesehen.

Die Outs müssen nun mit der Gesamtanzahl der verbleibenden Karten geteilt und das Ergebnis mit 100 multipliziert werden. Demnach würde die Rechnung folgendermaßen lauten: 9 geteilt durch 46 x 100 (9:46 = 0.1956 x 100 = 19.56%).

Weiterführend gibt es in dem Zusammenhang die 4-2 Regel, die ich im nächsten Blog näher erläutern werde.

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