5) Diskussionsgruppen
Während man bei HandHistories eine spezielle Spielsituation betrachtet, kann man bei Diskussionsgruppen gemeinsam ein spieltheoretisches Thema von vorne bis hinten betrachten. Man nimmt sich beispielsweise ein übergreifendes Thema wie “Turncheckraises VS Turnbets als Bluff”, schnappt sich ein paar interessierte Spieler und rollt das Theme komplett mit allen seinen Facetten auf.
Interessanterweise kann man solche Themen nie wirklich zu Ende diskutieren, da sich Meinungen auch immer wieder ändern werden oder neue Aspekte hinzukommen, die man beim letzten Mal noch überhaupt nicht beachtet hatte. Wenn man bedenkt, dass eine HandHistory-Diskussion gut eine ganze Stunde Gesprächsstoff liefern kann, ist der Zeitaufwand bei intensiven Themendiskussionen extrem hoch. Jedoch profitieren die Spieler davon auch extrem. Während ein Strategieartikel schnell gelesen, aber auch schnell vergessen ist, halten die Gedanken aus einer zeitintensiven Spielerdiskussion immer für lange Zeit, wenn nicht sogar für immer.
Wenn man nicht das Glück hat in seinem Freundeskreis gute Pokerspieler zu haben, kann man auch über OnlineKontakte via Forum, Skype, ICQ etc. interessierte Leute finden, die gemeinsam ihr eigenes Spiel und das ihrer Gesprächspartner verbessern wollen.
Voraussetzung für eine fruchtbare Diskussion ist natürlich ein gutes Vorwissen aller Beteiligten. Sich über 4Bet-Tendenzen im BlindBattle zu unterhalten macht nicht wirklich Sinn, wenn man gerade erst dabei ist die Einsteigerartikel zu lesen und erst vor drei Wochen die Regeln des Spieles gelernt hat.
Hat man jedoch die passive Lernphase hinter sich gelassen, setzt sich kritisch mit dem eigenen Spiel auseinander und diskutiert im Forum im HandHistory Bereich ist man bereit den nächsten Schritt zu wagen und von den kleinen in die großen Diskussionsrunden einzusteigen! Diese sind es auch, die das eigene Spiel stetig verbessern werden und einem die Augen für neue Herangehensweisen an Poker öffnen werden.




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