In meinem heutigen Blog will ich mit euch die alles entscheidende Frage beleuchten, wie man zu einem guten Winning Player wird. Zwar gibt es kein Patentrezept für dauerhafte Poker-Gewinne, doch ein paar Faktoren sollte man als renditeorientierter Spieler in jedem Fall beachten. Doch vorerst wollen wir erst einmal den Begriff “Winning Player” definieren: Viele Spieler oder selbsternannte Poker-Experten sind der Meinung, es gäbe keinen Unterschied zwischen einem guten Poker-Spieler und einem Winning Player. Jemand, der gewinnt, ist schließlich automatisch ein guter Spieler oder kann zumindest kein schlechter Spieler sein. Weit gefehlt! Ein guter Poker-Spieler ist zwangsläufig längst kein Winning Player und umgekehrt. Deshalb lautet der Blog-Titel auch: Wie wird man zum “guten Winning Player”. Ich kenne beispielsweise eine Reihe sehr talentierter und erfahrener Poker-Cracks, die es aus diversen Gründen nicht schaffen, langfristig Gewinne einzufahren. Viele scheitern, weil ihnen die nötige Disziplin fehlt. Doch Disziplin ist – auch beim Pokern – das A und O. Häufig wird falsches oder nur suboptimales Money-Management betrieben. Viele Spieler machen zum Beispiel eklatante Fehler beim Limit-Aufstieg. Meiner Meinung nach ist allerdings eine (zu) emotionale Spielweise das Haupt-Leak Nummer eins, das gute Poker-Spieler von schlechten unterscheidet. Wer on tilt geht, der hat schon verloren. Auch wer dazu neigt, bei einer besonders gewinnbringenden Session zu euphorisch zu werden, wird es auf Dauer sehr schwer haben. Merkt euch: Emotionen haben beim Poker nichts verloren. Gute Poker-Spieler sind rational und lassen sich nicht von ihren Gefühlen leiten. Klar, jeder kennt dieses schöne Triumph-Gefühl: Das Absahnen großer Pötte entfaltet beflügelnde Wirkung und verleitet zu einer höheren Risikobereitschaft. Plötzlich zählt Glück mehr als Taktik. Eine vermeintliche Glückssträhne will ja schließlich genutzt werden. Also setzen die meisten Spieler nach einem kleinen Gewinn in den weiteren Partien höhere Beträge ein, so dass der vorher eingestrichene Gewinn bei ausbleibendem Erfolg schnell wieder aufgezehrt ist. Ein Teufelskreis! Auch wer nach einem “bad beat” die eigene Maus gegen die Wand schleudert, sollte sich immer wieder vor Augen führen, dass exzessive Tilt-Sessions der eigenen Bankroll einen erheblichen Schaden zufügen können. Es bringt einfach nichts! Lange Rede, kurzer Sinn: Ein Winning Player macht natürlich so einiges richtig. Denn er hat es geschafft, über einen langen Zeitraum hinweg auf der Gewinnerseite zu stehen. Rein mathematisch gesehen ist es allerdings möglich, dass ein Winning Player zwar in the long run Rendite erzielt, gleichzeitig aber überwiegend falsche Entscheidungen trifft. Irgendwann wird auch er die Varianz nicht mehr auf seiner Seite habe. Was ich damit sagen möchte ist, dass ein Winning Player nicht zwangsläufig ein guter Poker-Spieler sein muss, der regelmäßig die richtigen Entscheidungen fällt. Als Winning Player kann man sich zwar bezeichnen, wenn ein positives Ergebnis aus langen Sessions resultiert. Doch gute Poker-Spieler riskieren ihre Chips nur im Falle eines positiven Erwartungswerts (+ EV). Es kann selbstverständlich längere Zeit dauern, bis auch ein guter Poker-Spieler dauerhaft Gewinne erzielt, doch Fakt ist: Er wird es tun!
So long,
shehata




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