Poker.de » Blog http://www.poker.de Online Poker - Lernen, Spielen und Gewinnen! Mon, 29 Apr 2013 12:38:40 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.5.1 Zahlenwirrwarr im Poker http://www.poker.de/poker-blog/5betshove/zahlenwirrwarr-im-poker/ http://www.poker.de/poker-blog/5betshove/zahlenwirrwarr-im-poker/#comments Sat, 27 Apr 2013 15:09:14 +0000 5BetShove http://www.poker.de/?p=2166 playerview_partypoker-300x216Wer ambitioniert dem Pokerspiel entgegentreten will und seinen Erfolgsweg im OnlinePoker bestreiten möchte, wird sich irgendwann zwangsläufig mit Tracker und Analyse Software auseinandersetzen müssen.

Es gibt zahlreiche Programme, die sich in vielem ähnlich sind und doch kleine aber feine Unterschiede aufweisen. Die bekanntesten Tracker-Softwares sind zweifelsohne Poker Tracker und der Hold’em Manager. Mit Hilfe dieser Programme kann man sich während dem Spielen Daten über seine Gegner anzeigen lassen, die es einem erleichtern sollen den Gegnertyp zu beschreiben und in Folge dessen auch zu exploiten. Die wichtigsten Kategorien sind sicherlich der VPIP-Wert, die PFR-Prozentzahl und der AF.

Der VPIP zeigt uns in Prozent an, in wievielen Händen der Gegner freiwillig Geld in den Pot legt. Die Zahl sagt uns also wieviele Prozent der gedealten Hände unser Gegner für spielwürdig hält und Geld in diese investiert. Ob Call oder Raise spielt erstmal keine Rolle. Hat der Gegner also einen VPIP von 20% bedeutet das, dass der Gegner jede fünfte Hand spielen wird. Als Anhaltspunkt kann man 15%-20% Prozent als Tight und alles über 25% als Loose bezeichnen. Der PFR gibt uns nun an, wieviele dieser Hände er mit einem Raise vor dem Flop spielt. Ein typischer Tag wird etwa einen VPIP von 20 und einen PRF von 17 haben. Das heißt, dass er seine relativ geringe Auswahl an Händen auch immer direkt aggressiv raisen wird. Von Limpen hält dieser Spieltyp nicht besonders viel. Der AF ist nun der Aggressionsfaktor, der beim Spiel zu tragen kommt. Dieser setzt sich aus der Flop-, Turn- und River-Aggression zusammen und sagt uns ob der Spieler viel raist und bettet oder eher der Call- und Check-Spieler ist.

Alleine diese drei Informationen geben uns schon viel über einen Spieler Preis. Ist er extrem loose und aggressiv, sollten wir tighter sein und ihn in die Falle laufen lassen. Im gegensätzlichen Szenario bietet es sich bei einem tighten und zurückhaltenden Spieler an ihn aus Pots mit looser Spielweise und hoher Aggression zu drängen. Die Feinheiten müssen dann individuell ausgearbeitet werden, doch allein diese drei Informationen geben uns direkt einen großen Vorteil im Spiel.

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Ekliger Spot http://www.poker.de/poker-blog/5betshove/ekliger-spot/ http://www.poker.de/poker-blog/5betshove/ekliger-spot/#comments Tue, 23 Apr 2013 18:30:51 +0000 5BetShove http://www.poker.de/blog/?p=1434 king-jack-off-suit-1Heute gibt es mal wieder eine kleine Hand zum nachdenken. Wir befinden uns in folgender Situation:

Button ($22.06)
SB ($25.10)
Hero (BB) ($27.59)
UTG ($26.02)
MP ($27.38)
CO ($26.92)

Preflop: Hero is BB with ,
UTG bets $0.75, 2 folds, Button calls $0.75, SB calls $0.65, Hero calls $0.50

Flop: ($3) , , (4 players)
SB bets $1.90, Hero calls $1.90, 1 fold, Button calls $1.90

Turn: ($8.70) (3 players)
SB checks, Hero bets $6.25, Button calls $6.25, 1 fold

River: ($21.20) (2 players)
Hero checks, Button bets $13.16 (All-In), Hero calls $13.16

Und nun? Ich möchte hier keine große Diskussion starten, sondern eher ein paar Fragen zum Nachdenken geben. Wir sitzen im BigBlind, sprich einer der schlechtesten Positionen am Tisch. Ist unsere Hand hier überhaupt gut genug zum callen? Wäre ein anderer Move, beispielsweise ein Squeeze besser? Wenn ja, warum? Sollten wir vielleicht nicht einfach folden, um uns mit unserer Hand, die oft dominiert wird, nicht in tückische Spots zu bringen?

Am Flop geht es geradewegs weiter: Der Small Blind, der PreFlop nur overcallt hat, bettet plötzlich in drei Spieler ohne Initiative – mit welchen Händen wird er das machen? Wir haben Top Pair Medium Kicker auf einem gefährlichen Board mit Flush- und StraightDraws. Ist unsere Hand nun gut oder schlecht? Gegen welche Range stehen wir gut? Gegen welche Range sind wir crushed? Welche Line sollten wir hier wählen, in Anbetracht, dass hinter uns noch zwei weitere Spieler agieren werden? Falls wir callen, müssen wir darüber nachdenken, was wir bei einem Raise machen. Und wie spielen wir den Turn weiter? Auf welche Karte wird der Gegner bluffen? Blufft der Gegner überhaupt, wenn er in drei Leute reinbettet? Wenn, wie in diesem Fall gecheckt wird, sollten wir den Turn betten oder lieber checken? Warum entscheiden wir uns für einen Check oder eine Bet? Verpflichten wir uns mit einer Bet an den Pot? Können wir auf ein Raise noch folden? Welche Range wird uns der Gegner im Falle einer Bet oder einem Check geben? Am River wird’s dann richtig schwierig. Sollten wir hier wirklich checken? Callen oder folden wir auf den Shove? Welche Hände wird der Button so betten? Hätte er mit einer sehr starken Hand nicht bereits am Flop oder Turn geraist, um sie zu schützen?

All das sind Fragen, die man sich während einer Hand stellen muss. Meistens reicht natürlich die Zeit nicht, um sich all diese Fragen direkt zu beantworten. Um also etwas zu lernen, muss man sich Gedanken nach der Session machen, Hände analysieren, um gute und schlechte Entscheidungen zu reflektieren. Und da sage noch einer Poker sei einfach…

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The Godfather of Online Poker http://www.poker.de/poker-blog/5betshove/the-godfather-of-online-poker/ http://www.poker.de/poker-blog/5betshove/the-godfather-of-online-poker/#comments Sat, 20 Apr 2013 16:43:35 +0000 5BetShove http://www.poker.de/blog/?p=1382 Godfather of Online PokerSchon einmal was von Don Ubarzini gehört? Und was ist mit Patrik Corleone? Zumindest beim Nachnamen sollte es bei vielen klingeln. Don Corleone, das Oberhaupt der Mafia-Familie aus dem weltberühmten Klassiker “Der Pate” von Mario Puzo und Francis Ford Coppola. Dank einer herausragenden Leistung von Marlon Brando und Al Pacino, dem grandiosen, mit messerscharfen Dialogen gespickten Drehbuch und einer tollen szenischen Verfilmung, wurde “The Godfather” für insgesamt elf Oskars nominiert, von denen er drei einstreichen konnte.

Ein fleißiger und extrem kreativer Poster bei Two Plus Two hat sich gedacht, dass das Bildmaterial von “Der Pate” sehr gut für einen Pokerepos der Superlative geeignet wäre und sich direkt ans Werk gemacht. “The Godfather of Online Poker” erzählt eine ähnliche Geschichte, wie der Pate. Es geht um Intrigen, Mord, Verrat und nunja…Poker! Mit Photoshop wurden Hunderte von Bildern perfekt bearbeitet, sodass nun nicht mehr Marlon Brando, sondern Doyle Brunson, Tom Dwan, Patrik Antonius und Co. die Geschichte spielen.

Schaut euch die grandiose Arbeit von Eponymous bei 2+2 an. Doch Vorsicht! Einmal angefangen zu lesen, wird man nicht mehr so schnell aufhören können. Insgesamt gibt es acht Kapitel, von denen eins spannender ist als das andere. Dieses verbrecherisch gute “Comic”, wenn man ihn denn so nennen mag, bekam sogar den “Forum Thread of the Year” Award von der amerikanischen WickedChopsPoker.com Seite.

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Niemals voreilig urteilen! http://www.poker.de/poker-blog/5betshove/niemals-voreilig-urteilen/ http://www.poker.de/poker-blog/5betshove/niemals-voreilig-urteilen/#comments Wed, 17 Apr 2013 11:26:25 +0000 5BetShove http://www.poker.de/blog/?p=1270 phil_iveyStöbert man in Pokerforen, findet man meistens eine Mediensektion vor, in der heiter und interessiert über Ausstrahlungen von CashGames, Turnieren und großen Events diskutiert wird. Gerade bei Poker bietet es sich dann natürlich an, direkt über gespielte und ausgestrahlte Hände zu diskutieren.

Natürlich sieht man seine Idole und will im besten Fall etwas lernen. Doch ich würde aufpassen! Natürlich kann man sich die Ausstrahlung anschauen und sich Gedanken über die gespielten Hände machen, doch ins eigene Spiel würde ich die Plays nicht einfach blind übernehmen. Nur weil ein Phil Ivey bei HighStakes Poker einen 5Bet-Bluff Push mit 52o startet, obwohl sein Gegner mehr oder weniger committed zum Pot ist und diesen dann aber doch zum Fold bewegt, heißt das noch lange nicht, dass es sich hierbei um eine Patentlösung im Sektor PreFlop-Bluff handelt und man dies einfach immer mal wieder im eigenen Game einstreuen sollte. Die Reads, die dafür erforderlich sind, werden sicherlich nicht beim Anschauen der Sendung übermittelt und was sich Ivey bei der Aktion gedacht hat, wissen wir auch nicht nur weil wir die Fernbedienung in der Hand halten.

Gleichermaßen sollte man auch nicht zu schnell über Spieler urteilen, nur weil sie in einer Sendung eine fragwürdige Hand gespielt haben. Immer wieder hört man es, dass Spieler X doch so ein großer Fisch ist und man es selbst so viel besser kann. Und warum schlägt dieser Spieler X die HighStakes seit Jahren und punktet auch bei Turnieren mit überragenden Leistungen? Dachte ich mir doch…Eine Hand sagt im Vakuum nichts über die Qualität der Spieler aus und nur weil Ivey beispielsweise beim Main Event einen Flush foldet, obwohl er klar die Winning Hand hält, heißt das nicht, dass er die Regeln nicht beherrscht oder sonst in einer Art und Weise schlecht spielt. Menschen machen nunmal Fehler und auch professionelle Spieler treffen nicht immer die richtige Entscheidung am Tisch und überspielen Hände und setzen zu schlechten Bluffs an. In der Summe machen sie dies aber viel seltener als andere Spieler, was im Endeffekt die Spreu vom Weizen trennt. Also nicht urteilen, sondern einfach genießen und sich unterhalten lassen, wenn man mal wieder eine fragwürdige Situation in einer Pokerübertragung sieht.

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Eine kleine Handbewertung http://www.poker.de/poker-blog/5betshove/eine-kleine-handbewertung/ http://www.poker.de/poker-blog/5betshove/eine-kleine-handbewertung/#comments Mon, 15 Apr 2013 08:52:32 +0000 5BetShove http://www.poker.de/blog/?p=1241 ???Heute werde ich einmal nicht einfach nur über ein Thema schreiben, welches mir gerade im Kopf herumspukt, sondern ganz konkret auf eine gespielte Hand eingehen. Und in diesem Sinne frage ich auch konkret nach Hilfe, Kommentaren und Bemerkungen eurerseits. Seht es als erweiterte Handbewertung an, die nicht nur mir, sondern auch euch dabei helfen kann, ein besser Pokerspieler zu werden. Doch genug der Einleitung, kommen wir zum Eingemachten:

Die Hand kommt aus einem Heads-Up Sit n Go:


Hero (BB): t1500 50 BBs
BTN/SB: t1500 50 BBs

Pre Flop: (t45) Hero is BB with
BTN/SB raises to t60, Hero calls t30

Flop: (t120) (2 players)
Hero checks, BTN/SB bets t60, Hero raises to t210, BTN/SB calls t150

Turn: (t540) (2 players)
Hero bets t365, BTN/SB calls t365

River: (t1270) (2 players)
???

Der “Held” findet sich nun mit 865 Chips am River wieder und steht vor einer furchtbaren Entscheidung. Zuerst einmal ein paar Informationen über den Gegner. Der Kontrahent ist ein solider Regular, der PostFlop bisher eher tight gespielt hat. Demnach ist es schwierig drei ganze Streets Value aus ihm zu ziehen. Da er so tight ist, gehen wir eher nicht davon aus, dass er einen FlushDraw halten wird, wobei diese natürlich dennoch in seiner Range sind. Kombodraws mit einem Paar sind auch eine Möglichkeit, wobei hier die Frage ist, ob er diese nicht eher am Flop oder Turn aggressiver spielen würde. Die Frage ist jetzt, ob “Hero” am River eine Bet hat. Falls er setzt, wie groß sollte er ansetzen? Oder wäre ein Check besser? Was macht unser “Held”, wenn der Gegner auf den Check bettet oder sogar All-In geht?

Ich persönlich bin unschlüssig, tendiere aber aufgrund der tighten PostFlop Tendenzen dazu zu checken und auf eine Bet zu folden, da ich mir nicht vorstellen kann, dass der Gegner hier zu einem Bluffpush ansetzen würde, beziehungsweise ich mir nicht vorstellen kann, welche Range er überhaupt bluffen würde. Für unwahrscheinlich halte ich, dass der Gegner seine schwache MadeHand, die “Hero” schlägt, in einen Bluff turned und alles reinstellt. Mit dem vorhandenen Showdown-Value wird ein tighter Spieler auf dem Board und nach der Action eher behindchecken. Gleichzeitig müsste man bedenken, dass er mit nahezu allen Jacks in seiner Range, die wir schlagen, unsere Bet callen müsste, damit unser Play überhaupt +EV ist. Doch was denkt ihr?

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Think about it! http://www.poker.de/poker-blog/5betshove/think-about-it/ http://www.poker.de/poker-blog/5betshove/think-about-it/#comments Fri, 12 Apr 2013 08:39:55 +0000 5BetShove http://www.poker.de/blog/?p=1223 GedankenDer psychologische Aspekt vom Pokerspiel wird immer wieder unterschätzt. Es geht nicht nur darum ein gutes theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen und dabei möglichst Tilt und Frust zu vermeiden, es geht um mehr!

Hier ein paar Fragen, über die ihr euch Gedanken machen solltet, bevor und nachdem ihr eine Session spielt. Bevor man an die Tische geht, sollte man sich selbst fragen, ob man fit und motiviert ist zu spielen. Gleichzeitig sollte man die Zeit einteilen. Wenn man in einer Stunde wieder los muss, sollte man die Session am besten gleich sein lassen, da man sich durch den Zeitdruck unnötig Stress macht. Das richtige Limit hängt nicht nur vom Bankrollmanagement, sondern auch vom Wohlfühlfaktor ab. Nur weil man genug Buy-Ins für NL100 hat, heißt das nicht, dass man auch dieses Limit spielen muss, obwohl man sich auf NL50 viel wohler fühlt. Und die Erwartungshaltung an die Session ist besonders wichtig. Es sollte nicht darum gehen in einer Session möglichst viel Geld zu machen, sondern einfach nur Spaß zu haben und sein bestmögliches Game abzuliefern.

Nach der Session sollte man sich klarmachen, warum man gespielt hat und ob man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Wenn man das Gefühl hat schlecht gespielt zu haben, sollte man die größten Hände noch einmal nachschauen und überdenken. Erkennt man Fehler, sollte man sich fragen, warum man diese gemacht hat und was man tun kann, damit man den Fehler nicht erneut begeht. Es gibt weitere Gedanken und Gefühle nach der Session, die man alle hinterfragen und klären sollte. Nicht nur das Wohlbefinden beim Spielen selbst wird steigen, auch euer Skill wird einen Sprung nach vorne schaffen.

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Wanna be a Pro? http://www.poker.de/poker-blog/5betshove/wanna-be-a-pro/ http://www.poker.de/poker-blog/5betshove/wanna-be-a-pro/#comments Thu, 11 Apr 2013 08:32:08 +0000 5BetShove http://www.poker.de/blog/?p=1103 Poker-Pro Gus HansenAuch wenn Poker sich in den letzten Jahren erheblich entwickelt hat und der Skill-Durchschnitt in allen Games gestiegen ist, kann man immernoch sehr viel im Pokerspiel erreichen. Gerade Hobbyspieler, die auf Mid- bis HighStakes Games spielen, werden sich demnach wohl öfters die Frage stellen, ob es sich lohnt das Spiel professionell anzugehen und Voll-Zeit-Spieler zu werden. Doch welche Vorkehrungen muss man treffen, bevor man ein “Poker-Pro” wird?

Das wichtigste Kriterium sollte Erfahrung und Erfolg sein. Es macht keinen Sinn nach einem halben Jahr und einem dicken Upswing alles hinzuschmeißen und sein Glück als PokerPro zu versuchen. Ich würde sagen, dass man mindestens zwei Jahre konstant spielen und auch Gewinne einfahren sollte, bevor man überhaupt darüber nachdenkt professionell zu spielen. Gleichzeitig sollte man auch ein anständiges Limit beaten. Natürlich kann man auf NL100 genug Geld zum Leben verdienen, jedoch ist es eine Qual jeden Tag fünf Stunden grinden zu müssen, um am Ende gut leben zu können. NL400 oder $100 SnGs sollten es also schon sein. Außerdem sollte man ein extrem konservatives BankRoll Management haben. 200 Buy-Ins sollten es schon sein, damit einem selbst der härteste Down nichts ausmacht und man ruhig und gelassen sein Stammlimit spielen kann.

Psychologisch betrachtet sind ein gutes MindSet und ein ausgeglichenes Leben abseits vom Pokerspiel wichtig, um erstens auf dem Boden zu bleiben und zweitens sein Leben nicht nur rund um das Pokerspiel aufzubauen. “Gambling” als Arbeit ist härter als man denkt und zu viele haben es bereits versucht und sind gescheitert, weil das MindSet doch nicht so gut war oder sie abseits vom Poker nichts in ihrem Leben hatten und irgendwann einfach durch die ständige Isolation in ihrem Game stagniert sind. Außerdem sollte man die theoretische Weiterbildung nicht außer Acht lassen, da die Games natürlich mit der Zeit immer tougher werden und die Gegner sich gerade auf den hohen Limits an euer Spiel gewöhnen werden. Erfüllt ihr diese Kriterien, sehe ich keinen Grund, warum man es nicht einmal versuchen sollte, aber immer daran denken: “Poker is the hardest way to make an easy living!”

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Sport, aber digital! http://www.poker.de/poker-blog/5betshove/sport-aber-digital/ http://www.poker.de/poker-blog/5betshove/sport-aber-digital/#comments Wed, 10 Apr 2013 08:27:15 +0000 5BetShove http://www.poker.de/blog/?p=1109 esportsDer Begriff eSports wird sicherlich vielen von euch etwas sagen. Für alle anderen erkläre ich es dennoch einmal kurz. e(lectronic)Sports steht für eine ganz besondere Gruppe von VideoGamern. Während der Durchschnnittsspieler eine Konsole sein Eigen nennt und sich immer mit neuen Games unterhält, sind eGamer eine ganz andere Riege von Spielern. Sie picken sich meist ein bis zwei Games und perfektionieren ihren Skill in diesen. Großer Ehrgeiz und eine riesige Community stacheln die Spieler bis zum ihren Höchstleistungen an. In Südkorea gibt es sogar Weltmeisterschaften im eGaming. Profis aus aller Welt treten in den unterschiedlichsten Disziplinen (Ego-Shooter, FIFA etc.) gegeneinander an und am Ende winkt ein schönes Preisgeld für die Gamer.

Bertrand “ElkY” Grospellier gehörte auch zu dieser Riege an Spielern. Als einer der Ersten nicht-koreanischen Gamer lebte und brillierte er in Südkorea im StarCraft: Brood War Spiel. Nun da vor einiger Zeit StarCraft 2 erschienen ist, nimmt ElkY sich natürlich auch wieder ein wenig Zeit für das Game, wobei er es wohl niemals so professionell behandeln wird, da Poker zu seiner Hauptbeschäftigung geworden ist. Trotzdem finde ich es immer wieder spannend, wie viele erfolgreiche Pokerspieler einen eSports-Background haben.

Ich weiß nicht wirklich wo die Parallelen liegen, kann mir aber vorstellen, dass eGamer in sehr kurzer Zeit viele Gedankenprozesse, Strategien und Reaktionen auf den Gegner bewältigen müssen, um auf einem hohen Level spielen zu können. Nichts anderes gilt für OnlinePoker. Außerdem können sich eGamer viel schneller mit MultiTabling anfreunden, da sie schnelles Spielen bereits von ihren VideoGames gewohnt sind. Wer also einen eSports Background hat und sich noch nicht wirklich an das Pokerspiel herangetraut hat, sollte einen Blick wagen – wenn es so vielen aus der Szene meist gelungen ist den Transfer zu schaffen – warum solltet ihr es dann nicht auch können?

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Luxusproblem? http://www.poker.de/poker-blog/5betshove/luxusproblem/ http://www.poker.de/poker-blog/5betshove/luxusproblem/#comments Sun, 07 Apr 2013 16:00:28 +0000 5BetShove http://www.poker.de/blog/?p=1130 LuxusproblemSchon öfters habe ich das Thema Scared Money aufgegriffen und darüber berichtet, welche Konsequenzen dieses psychologische Leak für euer Game haben kann und wie ihr am besten damit umgehen könnt beziehungsweise welche Möglichkeiten es gibt dagegen vorzugehen und das Leak zu stopfen. Heute möchte ich ein paar Worte zum Gegensatz vom Scared Money Phänomen schreiben.

Folgendes Beispiel: ihr startet eure Karriere auf einem der Micro-Limits, bildet euch stetig fort und eure Mühen tragen Früchte – ihr rauscht durch die Limits und findet euch innerhalb eines Jahres auf NL600 wieder. Tagesswings von $3000 sind keine Seltenheit mehr und an manchen Tagen fühlt es sich an, als ob ihr Geld drucken könntet. Natürlich passt sich dementsprechend auch euer Lebenstil an. An einem Abend für 200 Euro feiern gehen? Kein Problem! Spontan einen 50 Zoll Fernseher inklusive Playstation 3 und Surround-System? Das hab ich ja innerhalb weniger Tage wieder drin!

Der Bezug zum Geld geht verloren, alles scheint leicht und dann tritt plötzlich der Down ein. Eure Bankroll mindert sich innerhalb weniger Wochen rapide und ihr müsst absteigen. Jetzt kommt das Geld zwar nicht mehr stetig rein, aber die psychologische Einstellung ist die Gleiche. Auf NL400 spielt man plötzlich schlechter als vorher, obwohl man das Limit solide schlagen sollte – der Erfolg bleibt aus. Woran kann das liegen? Genau am falschen Bezug zu Geld! Man macht eventuell schlechtere Calls, weil man denkt, dass es ja “nicht so viel” kostet und man allgemein weder die Beträge, noch die Gegner ernst nimmt und sie demnach aber vollkommen unterschätzt. Wie geht man nun damit um? Eine schwierige Frage, die wohl viele Antwortmöglichkeiten besitzt.

Die einen werden sagen, dass man von Anfang an ein extrem tightes BankrollManagement an den Tag legen sollte, damit man, wenn man denn erstmal aufgestiegen ist, auch nicht mehr so schnell absteigen muss. 100 Stacks und mehr heißt die Devise. Andere werden sagen, dass man sein Geld nicht mit vollen Händen aus dem Fenster werfen soll, sondern lieber spart und sich nur von RakeBack und Boni “unnötige Luxusgüter” gönnt. Ich persönlich kann leider keine eigenen Erfahrungen mit einbringen, da ich noch nie in dieser Situation war. Dennoch würde ich es wohl so handhaben, dass ich mir jeden Monat einen fixen Geldbetrag zum Auscashen festlegen würde. Zum Beispiel jeden Monat 25% der Winnings vom Monat. Läuft das Pokern grandios, kann man sich mehr leisten – ist man im Down, gibt es eben nichts vom Konsumkuchen.

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Crapshoots und andere Lokalbluffs http://www.poker.de/poker-blog/allgemein/crapshoots-und-andere-lokalbluffs/ http://www.poker.de/poker-blog/allgemein/crapshoots-und-andere-lokalbluffs/#comments Fri, 05 Apr 2013 09:26:20 +0000 5BetShove http://www.poker.de/blog/?p=1144 crapshootImmer wieder treffen sie das Auge: man läuft gemütlich über die Straße und es scheint als ob alle hundert Meter eines dieser Plakate einen regelrecht anschreit. Poker hier, Poker dort. Zig Anbieter veranstalten in lokalen Bars, Kneipen und Poolhallen ihre ganz eigenen Pokerturniere. Große Versprechen von schönen Tischen, professionellen Dealern und dem ganz großen Preis. Die Buy-Ins von circa 15 Euro scheinen meist human für den Gewinn, der einen erwartet.

Was ich davon halte? Herzlich wenig, um ehrlich zu sein. Echtes Pokerfeeling und schöne Turniere werden garantiert – die Versprechen jedoch nur selten gehalten. Hinter diesen Turnieren steckt meistens nichts weiter als ein ganz groß inszeniertes Crapshoot, bei dem Pokerfertigkeiten einen genauso weit bringen, wie Fechtkünste im Tanzkurs. Großes Poker? Bei absurd hohen Startblinds und einem mikrigen Stack kommt es nicht selten vor, dass ein gewöhnliches PreFlop Raise den Spieler mathematisch direkt an den Pot committet. Sollte ein Pokerturnier so aussehen? Eher nicht, wenn man mich fragt. Das Ganze artet dann meist darin aus, dass man einfach in jeder Hand All-In ist und nicht das Pokerverständnis, sondern Fortuna allein den Weg zum Ziel weist.

Dadurch kommt weder richtiges Pokerfeeling auf, noch hat man wirklich einen netten Abend für sein Geld erhalten. Push or Fold mag zwar in Turnieren sehr wichtig sein, jedoch sollte man nicht ab der ersten ausgeteilten Hand darauf angewiesen sein. Das verdirbt nicht nur die Laune, sondern stellt Poker auch in einem komplett falschen Licht dar. Altkluge Sprüche wie “entweder ich treffe oder nicht, es ist immer 50:50″ gehören dann zur einzigen Unterhaltung, die man an dem Abend erwarten darf. Mit einem leichten Kopfschütteln und traurigem Schmunzeln verlasse ich die Veranstaltung und hege darin Trost, dass es Online noch richtige Turniere auch für kleine Buy-Ins gibt und man selbst ja auch tolle Live-Spiele unter Freunde veranstalten kann, bei denen der Spaß im Vordergrund steht und man nicht einfach nur stupide zwei Starthände gegeneinander laufen lässt und schaut, wer den Kürzeren zieht…

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