Der goldene Poker-Tipp zum besseren Abschneiden bei Multi-Table No-Limit Turnieren

Am vergangenen Wochenende habe ich während einer kleinen $1 / $2 NL Heads-Up Session mit einem PartyPoker Palladium Member die interessante Frage diskutiert, wie ein durchschnittlicher Pokerspieler bei Multi-Table No-Limit Turnieren die eigene Winrate verbessern kann. Die Situation ist folgende: Viele Spieler beschweren sich darüber, dass sie in großen Feldern keine wirklich realistische Chance haben und folglich bei Mehrtisch-Turnieren mit kleinen Einsätzen regelmäßig untergehen. Der Gedanke dieser Spieler lautet wie folgt: Je geringer der Buy-In und je größer das Teilnehmerfeld, desto geringer fallen auch die eigenen Siegchancen aus. Auf den ersten Blick eine logische Argumentation, allerdings bekommt man – im Gegensatz zu Turnieren mit größeren  Buy-Ins – für schlechteres Abschneiden auch mehr Geld! Außerdem empfinden viele Teilnehmer einen Einsatz von nur wenigen Cents oder Dollar als nicht besonders “schmerzhaft”, was wiederum dazu führt, dass diese Spieler mit ihren Chips recht fahrlässig umgehen. Die vorhandene Qualität ist insgesamt also wesentlich schwächer als bei Mehrtisch-Turnieren mit höheren Buy-Ins. Leider begehen die meisten Spieler folgenden Kapitalfehler, der sie regelmäßig daran hindert, “in the money” zu kommen: Sie gehen immer wieder zur Lobby, um sich einen Überblick in puncto Average Stack Size zu verschaffen. Sofern die durchschnittliche Stackgröße das Ergebnis liefert, nicht mit dem gesamten Feld mithalten zu können, fühlen sich viele Spieler oft unter Zugzwang und treiben sich selbst in den Wahnsinn. Bei Multi-Table Turnieren ist dieses Verhalten jedoch das vollkommen falsche. Viel wichtiger ist nämlich, sich auf den eigenen Tisch und die Stacks im Vergleich zu den aktuellen Blinds zu konzentrieren. Erklärung gefällig? Kein Problem: Bei Turnieren mit kleinen Buy-Ins und großer Teilnehmerzahl gehen viele Spieler schon in der frühen Phase ein (zu) großes Risiko ein und verlieren ihre Chips leichtfertig an andere Spieler. Die logische Konsequenz: Das schlechte Spiel dieser Teilnehmer beeinflusst die durchschnittliche Stackgröße. Wer allerdings on the long run bei Mehrtisch-Turnieren eine erfolgreiche Performance aufweisen will, der sollte sich unbedingt ausschließlich mit denjenigen Spielern befassen, die auch am eigenen Tisch sitzen. Wer hingegen seine Energie damit verschwendet, die Moves des Chipleaders unter die Lupe zu nehmen, der riskiert, sein eigenes A-Game zu vernachlässigen. Die Devise lautet daher: Durchhalten und durchbeißen bis zur mittleren bzw. späten Turnierphase, denn erst dann kommt es auf die eigenen Skills an!

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