In der Poker-Szene machen laut CalvinAyre.com Gerüchte die Runde, dass das US-Department of Justice (DoJ) aktuell einen Deal mit dem israelisch-kanadischen PokerStars-Gründer und Inhaber Isai Scheinberg vorbereiten solle. Scheinberg könnte sich durch Zahlung einer riesigen Strafe, eventuellsogar in Milliarden-Höhe, von den Black Friday Zivil-Klagen gegen ihn freikaufen. Zuerst war im Rahmen des Deals zwischen PokerStars, Full Tilt Poker und dem DoJ vereinbart worden (wir berichteten), dass Gründer Isai Scheinberg innerhalb von 45 Tagen von allen verantwortlichen Posten bei PokerStars zurücktreten müsse und auch in Zukunft keine neuen Ämter weder bei PokerStars noch bei Full Tilt Poker übernehmen dürfe. Doch Geld kann ja bekanntlich alles regeln, oder?
Gegen den 65-jährigen Scheinberg liegen in den USA im Rahmen der Black Friday Prozesse diverse Anklagen vor. Er ist bisher nicht in den USA aufgetaucht, um sich wie Full Tilt CEO Ray Bitar den Anschuldigungen zu stellen. Er soll aber inzwischen mehr Geld besitzen, als er zu mehreren Lebzeiten je ausgeben könnte. Inoffiziell wäre die Summe, die Scheinberg dann als Strafe zahlt, vor allem aber auch eine Art Steuerrückzahlung an die US-Behörden für die vielen Jahre in denen PokerStars US-Kunden unerlaubterweise US-Kunden akzeptierte. Mit Zahlung des Geldes könnte Scheinberg dann vermutlich auch wieder und weiter für PokerStars tätig sein. Sein Ziel war schon seit langem die Regulierung von Online-Poker in den USA. Wie schon 2008 als Scheinberg ein Jointventure zwischen den Wynn Casino Resorts und PokerStars für den US-Staat Nevada abgeschlossen hatte, welches durch den Black Friday wieder gecancelt werden musste, könnte er nun wieder für PokerStars oder für Full Tilt einen neuen Partner für den US-Markt suchen.


