Laut einem Bericht von PokerFuse hat bwin.party eingewilligt, an die spanischen Steuer-Behörden eine Nachzahlung in Höhe von 31 Mio Euro zu leisten. Somit stünde der Lizenzerteilung an PartyPoker in Spanien zum 1. Juni nichts mehr im Wege. Auch andere Anbieter, darunter Sportingbet und PokerStars, sollen schon die Steuer-Nachzahlungen geleistet haben.
Im aktuellen Financial Report, den bwin.party letzte Woche veröffentlicht hatte, waren Steuer-Ausgaben in Höhe von 31 Mio Euro schon eingetragen. Der Betrag ist damit immerhin nur halb so hoch, wie die zuerst geschätzten 60 Mio Euro. Noch vor kurzem sagte bwin.party co-CEO Norbert Teufelberger allerdings, dass Spanien keine Rechte haben, Steuern für vier Jahre rückwirkend zu verlangen.
Am 1. Juni soll ja in Spanien ein neues Online Gambling Zeitalter beginnen. Nur noch lizenzierte Anbieter dürfen dann Online-Glücksspiele in Spanien anbieten – alle nicht lizenzierten Anbieter müssen ihr Angebot an spanische Kunden einstellen. Wie auch wir letzte Woche berichteten, verlangte die spanische Regierung von den Anbietern, die sich um eine offizielle Lizenz in Spanien beworben haben plötzlich, dass sie rückwirkend für die letzten vier Jahre Steuern nachzahlen sollen. In einem alten Entwurf war zuerst vorgesehen, dass die Anbieter Steuern nur ab Juli 2011 nachzahlen sollen. Doch die neue spanische Regierung kam zur Entscheidung, dass das nicht genug ist und datierte das neue Gambling-Steuer-System zurück bis ins Jahr 2008.


