Das US-Department of Justice gab vor kurzem bekannt, dass man sich bei der Auszahlung der US-Kunden von Full Tilt Poker externe Hilfe ins Haus holen möchte. Bis zum 31. August können sich Unternemen noch für die Auszahlung der etwa 1,3 Mio US-Spieler von Full Tilt bewerben. Bis wann das Auswahlverfahren abgeschlossen sein könnte, ist noch nicht klar. Die Spieler müssen ihre Ansprüche auf jeden Fall dann an den externen Dienstleister richten.
In Frage für den Job kommen wohl nur Firmen, die einerseits genügend Erfahrung in der Thematik haben, und andrerseits schon mal erfolgreich mit der Regierung zusammengearbeitet haben. Das begrenzt die Anzahl an potentiellen Bewerbern laut Michael Bancroft, Rechtsexperte für Schadensreferenz, gegenüber Cardplayer in den ganzen USA auf etwa 20 Unternehmen. Ein Entscheidungsgrund sind auch Kosten. Bei mehreren Bewerbern mit etwa der gleichen Erfahrung, wird normalerweise das günstigste Projekt genommen.
Während die US-Spieler somit also noch Geduld brauchen, berichtet Poker Player Newspaper Neues von Howard Lederer, Miteigentümer von Full Tilt Poker und auch im Rahmen des Online Poker Black Friday angeklagt. Nachdem der Deal zwischen PokerStars, Full Tilt Poker und dem DoJ offiziell bekannt gegeben wurde, soll Lederer in Las Vegas gefeiert haben. Gerüchte besagen, dass Lederer sogar an dem erfolgreichen Abschluss des Deals beteiligt war. Lederer wird vorgeworfen, mit Full Tilt Poker ein Ponzi-(Schneeball)-System betrieben zu haben. Dies ist aber eine Zivilklage und keine strafrechtliche Verhandlung wie beispielsweise bei Full Tilt CEO Ray Bitar, dem Betrug und Geldwäsche vorgeworfen werden. Lederer scheint der Meuinung zu sein, dass er in der letzten Zeit in den Poker-Medien und in der Öffentlichkeit viel zu schlecht weggekommen sei. Seine Freunde wollen ihm bei seiner Rehabilitierung seines Images behilflich sein.


