Gestern berichteten wir, dass Ray Bitars Freilassung gegen Kaution vor dem Weekend noch abgelehnt wurde. Wie das US-Magazin Forbes nun aktuell berichtet, darf FullTilt CEO Ray Bitar jetzt doch das Gefängnis gegen Kaution verlassen. Er war nachdem er sich letzte Woche den Behörden in den USA gestellt hatte, vom FBI verhaftet worden und insgesamt eine Woche im Gefängnis. Bitar’s Anwälte hatten gestern einer Kautionsvereinbarung zugestimmt und der Deal wurde danach von Richter Paul Engelmayer unterzeichnet. Nach mehr als einem Jahr darf Bitar somit das erste Mal nach dem Online Poker Black Friday und der Anklage des US Department of Justice gegen ihn in sein zu Hause nach Glendora, Kalifornien zurückkehren. Er wird in der Zeit allerdings elektronisch überwacht werden.
Die Kautionssumme beträgt 2,5 Mio $. Einen kleinen Teil davon – $ 268.000 – musste Bitar bar hinterlegen, der Rest wird in Vermögenswerten sichergestellt. Fünf Freunde unterstützen ihn bei der Aufbringung der Kaution und bürgen auch dafür. Die nächsten 48 Stunden muss Bitar noch im Raum New York bleiben, bis er alle seine Vermögenswerte in den USA und im Ausland offenbart hat, aber dann darf er nach Kalifornien.
Dass Bitar trotz der massiven und ernsten Anschuldigungen gegen ihn freiwillig in die USA zurückkehrte und sich den Behörden stellte, wertete der Richter Engelmayer für die Kautionsbefürwortung positiv. Die Staatsanwälte befürchten aber weiterhin, dass Bitar die USA verlassen könnte. Er hatte sich zwar freiwillig gestellt, wusste zu diesem Zeitpunkt aber nichts von den zusätzlichen, neuen Anklagepunkten, die das DoJ nach seiner Verhaftung gegen ihn vorgebracht hatte. Auf Grund dieser neuen Punkte bestehe für die Behörden weiterhin eine Fluchtgehfahr.
Der bisherige Richter der Black Friday Fälle Lewis Kaplan ließ sich von den Verhandlungen gegen Bitar befreien, da der FullTilt CEO von der Anwaltsfirma Paul Weiss vertreten wird, bei der der Richter Kaplan einst Partner war.


