FullTilt: Deal mit Groupe Tapie definitiv gescheitert – keine Bestätigung für PokerStars Kauf

Was gestern Nachmittag noch wie ein Gerücht aussah, ist nun endgültig bestätigt: der Deal zwischen der Groupe Bernard Tapie und FullTilt Poker ist geplatzt. Von PokerStars gibt es aber noch keine offizielle Bestätigung, dass man der neue Käufer von FullTilt sei.

Behnam Dayanim, Anwalt der Groupe Bernard Tapie (GBT), erklärte exklusiv gegenüber PokerStrategy.com, dass die Übernahme an zwei Punkten gescheitert sei: Der erste Punkt waren die Rückzahlungen an die Nicht-US-Spieler. Die GBT musste eingestehen, dass man die Guthaben aller Nicht-US-Spieler nicht sofort auszahlen hätte können. Und das US-Department of Justice kam zum Ende der Verhandlungen auf die GBT zu und teilte ihnen mit, dass sie keinem Deal zustimmen könnten, der nicht innerhalb von 90 Tagen die komplette Rückzahlung aller Spielergelder beinhalten würde.

Der zweite Punkte waren Befürchtungen was der Deal außerhalb der USA für negative Auswirkungen für die GBT haben könnte: “In anderen Ländern wäre der Deal aufgrund der Gesetze vielleicht als illegal angesehen worden und die Gläubiger von Full Tilt Poker hätten möglicherweise versucht, die Schulden von Full Tilt bei der GBT einzutreiben.” Das ganze Statement der GBT zum Scheitern des Deals, findet sich auf Pokerlistings.

Auch FullTilt bestätigte das Scheitern des Deals mit der GBT. Der FullTilt Anwalt Barry Boss bestätigte gegenüber DiamondFlushPoker, dass die Vereinbarung mit der Groupe Bernard Tapie beendet wurde. Trotzdem sei FullTilt optimistisch für die Zukunft und die Auszahlung der Spieler. Man befinde sich in Vergleichsgesprächen mit dem US-Department of Justice und könne deshalb keine Gerüchte kommentieren.

PokerStars hat sich auch geäußert. Aber nicht konkret. Eric Hollreiser, Head of Corporate Communications bei PokerStars, veröffentlichte ein Statement auf dem PokerStars Blog, indem er zugab dass PokerStars sich aktuell in Verhandlungen mit dem US-Department of Justice befinde. Da diese Verhandlungen vertraulich sind, könne man auch keine Gerüchte kommentieren. Wenn es Informationen für die Öffentlichkeit gäbe, werde man diese umgehend auch mitteilen.

Pokerfuse dagegen, ist sich sicher, dass PokerStars mit dem US-DoJ schon eine Einigung erzielen konnte. Wir bleiben dran!

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