FullTilt Poker CEO Ray Bitar bleibt im Gefängnis

Der letzte Woche verhaftete FullTilt Poker CEO Ray Bitar bleibt vorerst noch im Gefängnis. Das ist das Ergbnis einer Anhörung am Freitag vor Richter Paul Engelmayer. Die Kaution für Bitar war auf 2,4 Mio Dollar festgelegt worden. Die Bedingungen für eine Freilassung auf Kaution waren am Freitag eigentlich alle erfüllt gewesen. Die Bundesstaatsanwälte hatten die Gültigkeit der Kaution aufgrund neuer Beweise im Zusammenhang mit den neuen Anklagepunkten in Frage gestellt und eine Ablehnung der Freilassung auf Kaution gefordert – egal in welcher Kautionshöhe. Das Risiko, dass Bitar zum Beispiel von Kalifornien nach Mexico abhaue und nach einer Kautionserteilung nicht mehr vor Gericht erscheine, sei zu groß. Somit bleibt Bitar in Haft bis zur nächsten Anhörung vor Richter Lewis Kaplan, der der Vorsitzende in den Black Friday Fällen ist.

Das US-Department of Justice (DoJ) hatte nach der Verhaftung zusätzliche Anklagepunkte gegen Bitar eröffnet. Das DoJ wirft Bitar vor, dass er neben der Geldwäsche und dem Betrug in dreistelliger Millionenhöhe, sich mehr als 2 Mio $ ausbezahlt haben soll, sogar als nach dem Black Friday das FBI die Konten der FullTilt-Spieler schon eingefroren hatte. Während seiner Zeit bei FullTilt soll er sich zudem ingesamt über $40 Millionen abgezweigt haben, ohne das aktuell bekannt sei wo diese Gelder gelandet seien und für welche Leistungen er sie bekommen habe. Zudem soll er gewusst haben, dass FullTilt ein Ponzi-Projekt gewesen sei. Des Weiteren habe Bitar zu Beginn des Jahres versucht auf ein ausländisches Konto zuzugreifen, auf dem sich über 24 Mio $ in seinem Namen befinden, die bisher nicht in der Anklageschrift aufgelistet waren und von dem die Regierung bisher keine Kenntnis hatte. Die Entdeckung dieser Konten wirft für das DoJ die Frage auf, wie weit Bitar wirklich zur Kooperation bereit ist und wie viel andere Übersee-Konten er noch besitzt.

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