
Gaelle Baumann, Quelle: WSOP.com
Kurz vor Ende von Tag 5 im Main Event raiste Gaelle Baumann UTG 60.000 Chips. Andras Koroknai, der es als einziger Nicht-US-Amerikaner in die Octo-Nine geschafft hat, ging nachdem alle vor ihm foldeten mit ca. 2 Millionen All-in. Gavin Smith saß dahinter und foldete. Koroknai dachte, die Hand sei vorbei und muckte seine Karten. Doch Baumann war noch in der Hand. Als er seinen Fehler bemerkte, konnte er nur noch eine Karte wiederfinden, die andere konnte nicht mehr identifiziert werden. Zuerst wurde der Floorman gerufen, dann Tournament Director Dennis Jones. Jones entschied, dass Koroknai 60.000 Chips, die Mege die Baumann pre-flop geraist hatte, an Baumann zahlen muss und nicht eliminiert wird. Nach dem Protest von Baumann und Smith telefonierte Jones mit dem Vice President der World Series of Poker Jack Effel, der die Entscheidung bestätigte. Baumann hatte aber wohl laut Smith Pocket Kings gehabt. Die Hand hätte ein Double-up für sie sein können und das Aus für Koroknai.
Am Tag 6 gab es eine weitere, ähnlich kontroverse Entscheidung. Andras Koroknai erhöhte vor dem Flop und Fabrizio Gonzales reraiste auf 305.000. Koroknai ging danach mit ca. 2,4 Millionen All-in. Gonzales fragte dann nach dem Chipcount von Koroknais, dieser verstand aber das Wort “Call” und drehte sofort seine Karten
um. Der Floorman wurde gerufen und urteilte, dass Koroknai zur Strafe eine Runde aussetzen musste. Gonzales foldete.
Es heißt jetzt nicht, dass Gaelle Baumann die Octo-Nine auf jeden Fall erreicht hätte, wenn in diesen beiden Fällen anders entschieden worden wäre. Aber Koroknai war eben der Spieler der kurz vor Ende des Tages 7 beide verbliebenen Frauen aus dem Main Event eliminierte. Und eine der beiden Frauen hätte ihn womöglich selbst schon an Tag 5 an die Rails schicken können, wenn die Verantwortlichen anders entschieden hätten.


