Prop-Bets gehören zum Alltag für professionelle Pokerspieler. Ob pokerbezogen oder nicht – es scheint, als ob die Spieler ständig eine Seitenwette laufen haben. Die aktuellste Prop-Bet Meldung lässt die ganze Tradition jedoch in einem schlechten Licht erscheinen.
Michael Mizrachi, WSOP und WPT Gewinner, wettete in diesem Jahr bei einer Quote von 5 zu 1 um 20.000 US-Dollar, dass er ein Bracelet gewinnen würde. Seinem Wettpartner Giorgio Medici muss ganz mulmig geworden sein, als Mizrachi das Player Championship für sich entschied und neben Bracelet und Preisgeld nun auch noch 100.000 US-Dollar von Medici erwartete.
Doch dieser weigerte sich jetzt die ausstehenden Schulden zu tilgen – der augenscheinliche Grund sei Medicis Zahlungsunfähigkeit. Doch obwohl Medici bereits Mizrachis 20.000 US-Dollar eingezogen und dieses Jahr 46.000 US-Dollar bei der WSOP gewann, stehen die Chancen schlecht, dass Mizrachi auch nur einen Cent davon sehen wird. Der Grund: die Prop-Bet werde, wie es üblicherweise der Fall ist, nur mündlich gemacht, sodass ein Prozess mangels schriftlicher Daten zwecklos wäre. Zwar schadet dies Medicis Ruf unter den Spielern erheblich, doch seine Schulden wird er vermutlich nicht zurückzahlen müssen.


