News zum PokerStars-FullTilt-Deal: Barry Greenstein, Kagome Kagome, Pocket Kings und Nevada

Der vergangene Woche abgeschlossene Deal zwischen PokerStars, Full Tilt Poker und dem US Department of Justice (DoJ) bleibt das bestimmende Thema in der Poker-Szene.

Greenstein will seine Schulden begleichen

Der ehemalige Full Tilt Poker Pro und jetzige Pro beim Team PokerStars Barry Greenstein, hat angekündigt, dass er seine Schulden bei Full Tilt Poker begleichen will. Hier handelt es sich um eine Summe in Höhe von 382.000 $. Greenstein hatte sich zusammen mit anderen Pros, darunter Phil Ivey, David Benyamine, Layne Flack, Erick Lindgren und Mike Matusow, insgesamt $ 16,5 Millionen vom Online Poker Raum ausgeborgt, bevor dieser im Zuge des Online Poker Black Friday geschlossen wurde. Die Schulden waren im Februar im Rahmen der Übernahmegespräche mit der Groupe Bernard Tapie öffentlich geworden. Greenstein sagte, er habe immer vorgehabt seine Schulden an den neuen Eigentümer, so bald dieser feststehe, zu zahlen. Da PokerStars nun Full Tilt übernehme, wisse er nun wer der neue Eigentümer sei. Greenstein bleibt vor allem gespannt, ob auch die anderen ihre Schulden zurückzahlen müssen.

Pocket Kings Mitarbeiter behalten ihre Jobs bei Full Tilt

Der Unternehmenssprecher von PokerStars, Eric Hollreiser, bestätigte gegenüber dem “Irish Examiner” am Freitag, dass die 200 Mitarbeiter des Full-Tilt-Poker-Dienstleisters Pocket Kings, die eigentlich schon gekündigt waren, nun doch ihre Jobs behalten können. Full Tilt Poker wird weiterhin von Dublin aus betrieben. Sogar ein mittelfristiger Ausbau der Zentrale in der irischen Hauptstadt werde erwartet. Da Full Tilt offiziell ein getrenntes Unternehmen sei, sollen vor allem Arbeitsplätze im Bereich Softwareentwicklung, Marketing und Kundenservice hinzukommen.

Deutscher High Stakes Pro “Kagome Kagome” freut sich auf Full Tilt Comeback

Neben PokerPros wie Dan Cates oder Blair Hinkle haben auch Deutsche Poker Pros einiges an Geld auf ihrem Full Tilt Account, an das sie bald wohl wieder rankommen können. Einer davon ist der 22-jährige High Stakes Cash Game Spieler, der in der Szene unter seinem Screennamen “Kagome Kagome” bekannt ist. Zuvor spielte er als “IHateJuice”. Für ihn konnten die Stakes an den Full Tilt Tischen nie hoch genug sein. In epischen Matches gegen Patrick Antonius und Phil Ivey hatte er sich einen Namen gemacht. Phil Ivey sagte nach einem Match einmal zu ihm im Chat: “I think we both know you are better than me at [limit hold’em].” Die ursprüngliche Obergrenze beim High Stakes Poker lag bei Full Tilt bei $ 2.000/$ 4.000. Auf Kagomes Wunsch und mit Hilfe von Phil Ivey wurde sie auf $ 3.000 / $ 6.000 aufgestockt. Gerade vor dem Black Friday war Kagome sehr erfolgreich auf Full Tilt gewesen. Er hatte seine Bankroll bei Full Tilt inzwischen eigentlich schon aufgegeben. Doch nun sieht es so aus, als würde er sein Geld zurückbekommen

Sollte PokerStars Full Tilt mit denselben Stakes und Tischen wie zuvor wieder an den Start bringen, freut Kagome sich jetzt schon auf sein Comeback beim Onlinepoker. Ihm geht es dabei viel mehr um die Action, als um sein Geld auf seinem Account. Kein Poker-Raum konnte für ihn bisher Full Tilt ersetzen. Seine liebsten Gegner waren entweder Full Tilt Pros oder Spieler aus den USA. So spielte er danach kaum noch Online-Poker. Und suchte sich einen Job und fand einen bei einem Start-up Unternehmen in Deutschland. Der Job gefällt ihm sehr. Er mag es, mit seiner Arbeit Menschen bei ihren Problemen zu helfen. Doch bald könnten ihn die Full Tilt High Stakes Tische wieder haben.

PokerStars Deal gut für Glücksspiel in Nevada?

Der ehemalige Abgeordnete des US-Staats Nevada Jon Porter behauptete gegenüber dem Las Vegas Review-Journal, dass die Einigung von PokerStars mit dem DoJ auch sehr positive Auswirkungen für die Lage in Nevada haben könnte. Porter arbeitete damals als Mitglied des Kongresses mit der Poker Players Alliance (PPA) zusammen und setzte sich für ein föderales Glücksspiel-Gesetz ein. Der PokerStars-FullTilt-Deal könnte den Prozess in Nevada beschleunigen. Andere Anbieter wissen nun über die Pläne von PokerStars Bescheid und müssten nun ihre eigenen Vorhaben in Nevada beschleunigen. Andere könnten sich dagegen aber auch entscheiden, nicht gegen PokerStars antreten zu wollen. Vielleicht ergäbe sich dadurch auch ein Monopol für PokerStars in Nevada, was unter Umständen auch der Nevada Gaming Commission gut passen würde.

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