Die staatliche Regulierungsbehörde in Italien L’Amministrazione Autonoma dei Monopoli di Stato (AAMS) hat ihre jährliche Zahlen veröffentlicht. Die Online Poker-Umsätze gingen von 41 Mio Euro um 43% auf etwa 23 Mio Euro zurück. Die Turnier-Umsätze gingen sogar seit der Regulierung um 75% von 35,3 Mio Euro auf 9,1 Mio Euro zurück. Cash Games, die erst vor 15 Monaten in Italien erlaubt wurden, erlebten einen Rückgang von 41%. Italien hat seinen Markt 2009 reguliert.
Die Probleme von Online Poker in Italien haben wohl zwei Ursachen: die hohen Steuern und die schwache Liquidität der Spieler. Die italienische Steuer beim Online Poker ist im europäischen Vergleich am höchsten. Freizeit-Spieler haben dadurch große Kosten für ihre Unterhaltung und Profis erzielen zu wenig Gewinn, um vom Pokern leben zu können. Hinzu kommt, dass nur italienische Bürger an den Spielen teilnehmen können. Dadurch sind die Teilnehmerzahlen sowie Preispools niedriger. Mehrere europäische Regulierungsbehörden hatten sich aber Mitte Juni getroffen (wir berichteten), darunter auch die spanischen und die italienischen, und wollen ihre Spielerpools im kommenden Jahr zusammenlegen. Im Dezember diesen Jahres will man sich zu weiteren Gesprächen wieder treffen.


