Vor etwa vier Wochen schloss die Purple Lounge ohne Warnung oder Erklärung ihren Casino und Poker-Raum. Zudem wurden alle Spieler-Konten eingefroren. Auf ein offizielles Statement von Purple Lounge warten die Kunden bis heute noch immer. Nur die Media Corp, der Mutter-Konzern hinter Purple Lounge erklärte, die Abschaltung der Seite www.purplelounge.com sei das Ergebnis der Verluste und dem großen Schaden, der der Media Corp durch die Zahlungen an Purple Lounge entstanden seien. Die Media Corp veröffentlichte nun ihren halbjährlichen Report aus dem hervorgeht, dass das Unternehmen nur noch gut 500.000 Pfund an Geldern zur Verfügung hat. Zudem wurde das Management ausgetauscht – Executive Chairman Justin Drummond und CEO Sara Vincent mussten gehen und durch Chairman Phil Jackson sowie Interim CEO Adam Fraser-Harris ersetzt – und man hat das Sportwetten-Unternemen Intabet gekauft. Der Bericht zeigt ein Minus von 1,3 Mio £ in den letzten 6 Monaten, obwohl man im Laufe des Jahres schon zwei andere Webseiten verkauft hatte. Somit verliert man aktuell 264.000 £ pro Monat, hat nur 500.000 £ auf der Bank plus noch einen 750.000 £ Kredit. In wenigen Monaten ist das Unternehmen somit wohl pleite.
Purple Lounge war erst im Januar vom Microgaming Network ins Entraction Network gewechselt. Die Entraction-Lizenzen liegen bei der Malta Lotteries and Gaming Authority (LGA). Heute gab die LGA bekannt, dass sie den Spielern nicht dabei behilflich sein kann, an ihre Gelder zu kommen. Grund sei die Tatsache, dass die Lizenz auf Wunsch des Lizenznehmers zum gleichen Zeitpunkt als die Seite offline ging, auch gekündigt wurde. Somit ist der Anbieter aktuell nicht mehr von der LGA lizenziert und die LGA dafür nicht mehr zuständig. Die Beendigung der Lizenz hatte die LGA bisher auch nicht offiziell auf ihrer Webseite bekannt gegeben, sondern nur im Bereich der beendeten Lizenzen aufgelistet. Erst heute wurde dazu das Statement veröffentlicht.


