Marktführer PokerStars gehört allen Gerüchten nach auch zu den Glücksspiel-Anbietern, die ab dem 1. Juni in Spanien eine offizielle Lizenz erteilt bekommen wollen. Nach der jüngsten Entscheidung der spanischen Regierung müssen alle zukünftigen Anbieter dafür aber für die letzten vier Jahre Steuern nachzahlen. Branchenriese bwin.party hat dafür schon einen Deal mit den spanischen Behörden abgeschlossen und sich auf eine Nachzahlung von € 33,6 Mio Euro geeinigt. Ebenso Glücksspiel-Anbieter Sportingbet, der 17,2 Mio Euro nachzahlen muss. Will PokerStars ab dem 1. Juni ebenfalls den spanischen Markt bedienen, wäre wohl eine deutlich höhere Summe fällig. Experten gehen von 257 Mio Dollar aus. Im Gespräch mit der Seite Onlinepoker, stellt G-poker Sprecher Jeremy Taylor sich die Frage, ob PokerStars dafür überhaupt genug Geld habe, wenn man aktuell gerade auch FullTilt Poker kaufen möchte.
PokerStars befindet sich ja wohl aktuell in Gesprächen mit dem US-Department of Justice (DoJ). Thema ist die Übernahme des Anbieters FullTilt. Als Kaufpreis steht gerüchteweise eine Zahl von 750 Mio Dollar im Raum. Mit dieser Zahlung könnte PokerStars auch seine eigenen rechtlichen Differenzen mit dem DoJ begleichen. Hinzu kommen dann allerdings noch die Rückzahlungen an die FullTilt-Spieler in Höhe von etwa 330 Mio Dollar. So kommen nun Zweifel in der Community auf, ob PokerStars beides schaffen kann: riesen Steuer-Rückzahlungen in Spanien + der FullTilt Deal mit dem DoJ? Im Jahr 2010 generierte PokerStars immerhin einen Brutto-Umsatz von 1,4 Milliarden Dollar und einen Jahresgewinn von 500 Mio Dollar, was etwa 1,37 Mio Dollar Gewinn pro Tag entspricht.


