Kaum etwas ist bei Pokerspielern so verhasst wie Bad Beats, Suckouts, oder wie auch immer man es nennen möchte. Besonders ärgerlich ist bei solche unglücklich verlorenen Händen, dass man meist viel Geld verliert, weil man sich sicher war zu gewinnen. Durch Turn und River ist Texas Hold’em für solche Situationen prädestiniert.
Ein gutes Beispiel hierfür ist folgendes: Man hält KK und callt das All-In eines Spielers vor einem. Die Karten werden aufgedeckt, der Gegner zeigt AK und auf dem Flop liegen K-T-T. Man freut sich schon über den Sieg, der Gegner schreibt „vnh“, auf dem Turn kommt eine weiter T. Dennoch ist man guter Dinge, die Hand gewinnt man zu 98%, doch natürlich kommt es anders als man denkt: Auf dem River kommt die vierte T, der Gegner hat durch das Ass den höheren Kicker. Das er sich dann auch noch entschuldigt macht es nicht besser, der Tilt ist quasi vorprogrammiert. So etwas kommt sehr selten vor, aber es ist möglich und dann besonders schmerzhaft.
Um den Badbead zu verarbeiten sollte man vor allem damit abschließen. Ihn immer wieder zur Sprache zu bringen und im Kopf hin und her zu bewegen, verbessert die Situation nicht. Vielmehr sollte man zunächst einmal eine Spielpause einlegen und auf andere Gedanken kommen. Danach geht man meist schon viel entspannter mit der Situation um, auch wenn der Mensch negative Ereignisse oft länger im Kopf behält als positive. Man muss sich aber klar machen, dass man bei einem klassischen Bad Beat vollkommen richtig gespielt und keinen Fehler gemacht hat. Zur Bewältigung gibt es unzählige Methoden, der eine macht eine Pokerpause, der andere spielt einfach weiter um sich klar zu machen, dass es nur eine unglückliche Hand war und der dritte drischt ein paar Minuten auf den Boxsack ein, um sich wieder zu entspannen.