Das Schützen der eigenen Hand ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Spielens. Und man sollte diesen taktischen Ansatz beim Bieten mit einbeziehen, wenn sich die Situation dafür ergibt. Doch was bedeutet das und wie sollte man vorgehen?
Dazu folgendes Beispiel:
Man selbst hält Ah8c auf der Hand und auf dem Flop liegen 2h5s8d. Zu diesem Zeitpunkt hält man das Toppair mit dem Topkicker. Natürlich das 9er Paar kein sehr starkes Blatt, doch zu dem Zeitpunkt vielleicht, wie sollte verhält man sich dann also am besten? Man könnte checken und hoffe, dass alle anderen nach einem das auch tun, so würde dann vielleicht auch noch ein Ass oder eine 9 auf dem Turn kommen. Doch um seine Hand zu „schützen“, könnte man hier auch bereits hoch bieten. So würde man eine gefährliche Overkarte wie den König, die Dame, den Buben oder die 10 vermeiden. Denn kommt auf dem Turn eine dieser Karten, würde man nicht mehr das sogenannte Toppair halten.
Daher sollte man diesen Flop beispielsweise nutzen, um Druck auf seine Gegner auszuüben. Nur Hände wie hohe Pärchen oder ein Drilling könnten dem standhalten. Durch das Gebot werden so auch die in der Runde, die beispielsweise AK, AQ oder KQ halten wahrscheinlich folden und man gewinnt den Pot an dieser Stelle.
Checkt man nur oder setzt nur einen verhältnismäßig kleinen Einsatz, welcher leicht zu callen ist und es kommt auf dem Turn dann z.B. der König ist man wahrscheinlich geschlagen.
An dieser Stelle noch ein weiteres Beispiel:
Auf dem Flop liegen 8h 9c 6h und man selbst hält AhAs. Viele würden hier slowplayen, da man ja das beste Blatt derzeit hält. Doch das ist gefährlich, denn schenkt man dem Gegner hier eine weitere Karte, so könnte sich bei diesem Flop mit einer 7 oder 5 eine Straße für den Gegner vervollständigen. Mit 2 Herzen auf dem Tisch besteht ausserdem auch die Gefahr auf einen Flush, wenn auf dem Turn nun noch ein weiteres Herz kommt. Eine hohe Wette ist an dieser Stelle daher die richtige Variante, um seine „Rockets“ zu schützen.