Generell bedeutet Floating, wenn man in Position (Position auf den Gegner – Links von ihm) einen Bet einer früher Runde callt – meistens der Call eines Pre-Flop-Raise.
Danach callt man den Continuation Bet auf dem Flop. Das Ziel ist eine geringfügig bessere Hand zum Folden zu bringen. Der Float setzt voraus, dass man in einer stärkeren Position sitzt, und somit ein Anzeichen von Schwäche des Gegner auf dem Turn ausnutzt.
Wer wird gefloatet?
Die besten Spieler, die man floaten kann sind TAG’s die eine Hand folden können wenn sie geschlagen sind und Spieler, die aus Gewohnheit viele Continuation Bets machen. Spieler die Pre-Flop erhöhen, gefolgt von einem Continuation Bet auf dem Flop, und ein Check-Fold wenn sie auf dem Turn nicht treffen.
Du kannst nicht gegen zwei oder mehr Spieler gleichzeitig floaten. Wenn ein dritter Spieler den Flop-Bet callt kannst man davon ausgehen dass er etwas getroffen hat.
Mit welchen Händen floatet man am besten?
Theoretisch kann man mit allen Start-Händen floaten. Am besten aber floatet man mit mittleren bis niedrigen Pocket Pairs, sowie mittleren Pairs auf dem Board oder mit einem anständigen, nicht zu starken Draw. Manche würden zum Floating auch Value Betting sagen. Man könntest natürlich auch einfach auf dem Flop Raisen, aber dann wäre es kein floaten.
Beispiel:
NL Holdem
Blinds 0,50/1$
6 Spieler
Stacks:
UTG: $93.75
UTG+1: $142.25
Hero: $91.95
Button: $30.45
SB: $65.75
BB: $59.00
Pre-flop: (6 Spieler) Hero is CO with 6 6
UTG folds, UTG+1 raises to $4, Hero calls, 3 folds.
Flop: 8 8 2 ($9.5, 2 players)
UTG+1 bets $5, Hero calls.
Turn: 5 ($19.5, 2 players)
UTG+1 bets $7, Hero raises to $21, UTG+1 Folds