Mit starken Karten lässt sich ein Spiel einfach dominieren, doch wenn diese mal nicht kommen, muss man ab und an ein paar Bluffs einbauen, um im Spiel zu bleiben. Nichtdestotrotz ist das Bluffen nur einer von vielen Bestandteilen des guten Pokerns, sie machen also bei Weitem nicht so viel aus, wie viele Spieler (vor allem Anfänger) denken.
Einbauen sollte man Bluffs natürlich immer mal wieder oder auch anders gesagt, sollte man den Gegenspieler zum Folden bringen, obwohl man gar nicht so ein starkes Blatt hat. Dies sollte jedoch geschickt und gut durchdacht sein.
Dazu im Folgenden die Erläuterung des Semi-Bluffs:
Was ist ein Semi-Bluff und wozu ist dieser gut?
Wenn man mit einem starken Blatt den Flop verfehlt hat aber beispielsweise einen Flush Draw oder einen Straight Draw hat, dann sollte man diese Hand repräsentieren – also sollte man die Hand so spielen, als hätte man bereits das stärkste Blatt, obwohl man noch eine Karte dafür benötigt.
Mit dieser Spielweise gehen andere Spieler eventuell raus und man stiehlt den Pot, bevor es zum Showdown kommt.
Ein klassischer Semi-Bluff wäre beispielsweise wenn man mit AdKs auf folgenden Flop bietet: 5dQd6d. Um hier den bereits vollständigen Flush zu repräsentieren sollten man z.B. ¾ des Pots bieten.
Ähnlich eignet sich ein Semi-Bluff bei sogenannten „Scare Flops“, wo beispielsweise 8 J J liegen. Hält man selbst beispielsweise ein 10er Paar, bietet dieser Flop jedoch eine gute Bluffchance. Bietet man hier erneut relativ hoch, dann in erster Linie natürlich wegen des Doppelpaares, welches man hält aber durch die hohe Wette repräsentiert man zugleich den dritten Buben. Bei diesem Semi-Bluff besteht natürlich die Gefahr, dass jemand wirklich den dritten Buben hat. In dem Fall würde er wohl raisen und dann sollte man eher folden. Auf lange Sicht gesehen kann aber auch dieser Bluff sehr erfolgreich sein.