Omaha erfreut sich seit einigen Jahren immer steigender Beliebtheit, da immer mehr Spieler die große Action und Komplexität des Spiels genießen. Omaha Cash Games und Turniere sind sowohl in Casinos als auch online immer öfter anzutreffen, sodass man mit der passenden Strategie nicht nur viel Spaß, sondern auch Erfolg erzielen kann. In diesem Guide schauen wir auf ein paar Bereiche, auf die man sich fokussieren sollte um das Spiel zu meistern.
Es lohnt sich “connected” zu sein
Mit vier Hole Cards im Gegensatz zu zwei (die meisten Spieler haben einen Texas Hold’em Hintergrund und sind an zwei Hole Cards gewöhnt) eröffnen sich einem viel mehr Möglichkeiten auf dem Flop (man hat sechs unterschiedliche Kombinationen von zwei Karten, mit denen man spielen kann).
Diese Steigerung verführt schnell dazu jede Hand zu spielen, doch man muss bedenken, dass jeder Spieler diese Steigerung hat, sodass die durchschnittliche Hand am Showdown viel stärker sein wird als im Texas Hold’em.
Man sollte deswegen Hände spielen, die gutes Drawpotential nach dem Flop bieten und Richtung Nuthände gehen.
Suited Connectors
Hände mit aufeinanderfolgenden Wertigkeiten wie
fallen in die Kategorie starke Drawing Hände, wobei single und double suited den Wert noch einmal steigert. Man sollte jedoch davon Abstand nehmen nach dem Flop zur Second Best Hand zu drawen. Mit obiger Hand sollte man beispielsweise auf
seinen Flushdraw schnellstmöglich bei Action passen, da man oftmals nur die zweitbeste Hand hat, wenn man seinen Flush trifft, während es schwierig ist Value zu generieren, falls man doch die beste Hand hält.
Stattdessen sollte man mit solchen Händen nach starken Straight Draws schauen, vor allem auf Rainbow Boards (Flops mit drei unterschiedlichen Farben). Flops wie
sind starke Boards für obige Hand, da man ein Paar und einen Wrap (siehe unten) hält und die Chancen diesen zu treffen bei Connected Cards höher sind.
Vorsichtiger sollte man bei Wraps auf einem Flush-Draw Board sein, da die eigenen Outs wegfallen, wenn sie den Flush komplettieren.
Kleine Suited Connectors sollten eher als Rückendeckung dienen. Man sollte also nicht den Eight-High Flushdraws hinterherjagen, sondern nur bedenken, dass die eigene Equity der Madehands steigt, da man Backdoor Flushes etc. machen kann, wenn die richtigen Karten am Turn und River kommen.
Combination und Wrap Draws
Die erhöhte Kartenanzahl beim Omaha eröffnet eine neue Art von Draw, den es nicht in Texas Hold’em gibt, der Wrap Straight Draw oder einfach nur Wrap Draw genannt wird. Ein Wrap Draw sind drei oder mehr unterschiedliche Karten, die eine Straight komplettieren können. Hält man beispielsweise
auf
komplettiert jede
,
,
oder
die eigene Straße.
Ein voller Wrap ermöglicht bis zu sechs unterschiedliche Karten, die die eigene Straße vervollständigen, z.B.
auf einem Board von
. Hier hilft jede
,
,
,
,
oder
zur Straße.
Wenn man Wraps mit Flush Draws kombiniert, steigt die Equity erheblich, was bedeutet, dass Draws am Flop stärker als Made Hands wie Sets werden können.
Im zweiten Teil dieses Omaha Strategie Guides schauen wir uns weitere Strategien an, die man nutzen kann, um das eigene Spiel zu verbessern.



