Poker


    Glossar - Das A bis Z des Pokerns

    # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

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    3bet

    3bet bezeichnet ein Reraise nach einer Bet und einem Raise. Das ist die dritte Erhöhung in einer Wettrunde. Normalerweise findet der Begriff Anwendung in FL-Spielen, wird aber auch statt der Bezeichnung Reraise in Pot- und NL-Spielen verwendet.

    4bet

    4bet bezeichnet ein Reraise nach einem Bet, einem Raise und einem weiteren Reraise. Das ist die vierte Erhöhung in einer Wettrunde. Normalerweise findet der Begriff Anwendung in FL-Spielen, wird aber auch in Pot- und NL-Spielen verwendet.

    A


    ABC-Player

    Unter einem ABC-Player versteht man in der Pokergemeinde einen Spieler, der die gängige Pokerliteratur studiert hat und daher - zumindest in der Theorie - gut mit der Materie „Poker“ vertraut ist. Der ABC-Player beherrscht zwar das „ABC des Pokerns“, ist allerdings wegen seiner standardisierten und lehrbuchartigen Vorgehensweise für erfahrene Spieler vermeintlich leicht zu „lesen“ (to read). Dennoch ist ein ABC-Player keinesfalls ein schlechter Poker-Spieler. Im Gegenteil: Gegen nicht renditeorientierte Hobbyspieler, die auf jegliche Pokerlektüre verzichten und somit keine Outs und Pot Odds errechnen können, wird er langfristig (in the long term) Gewinne erzielen.

    Im Folgenden geben wir euch einige wertvolle Tipps und Tricks, wie man einen ABC-Player erkennen kann:
    Das Setzverhalten eines ABC-Players ist kaum variabel, sondern folgt einem strikten, festgefahrenen Muster. Ein ABC-Spieler verzichtet grundsätzlich auf Bluffs und zeichnet sich durch eine sehr tighte pre-flop-Selektion aus. Indem er sich auf starke Starthände (Monster-/ Premiumhände) beschränkt und ausschließlich seine eigene Hand spielt, anstatt sich auf den jeweiligen Gegner bzw. die jeweilige Spielsituation einzustellen, kann ein erfahrener Poker-Spieler viele Pots für sich entscheiden, ohne dass es überhaupt erst zu einem Showdown kommt. Einen großen Teil der sss-Player (short stack strategie) kann man unter dem Begriff des ABC-Players zusammenfassen.

    Able

    Veralteter Ausdruck für den Spieler, der links vom Dealer und somit im Small Blind sitzt. Er erhält als erster die Karten, hält folglich die älteste Hand und hat nach dem Flop auch als erster die Option (Ursprung: to be able, able to act).

    According to Hoyle

    Die geläufige Redewendung „according to Hoyle“ bedeutet übersetzt „streng nach den Regeln“ und geht auf den britischen Spielexperten und Autor der Broschüre „Short Treatise on the Game of Whist“ Edmond Holye zurück. Hoyle´ s Werk „Short Treatise on the Game of Whist“ war zwar vielmehr eine Einführung in die Grundprinzipien des Spiels, als eine Beschreibung der Regeln. Dennoch steht sein Name heute als Synonym für das respektvolles Verhalten der Spieler untereinander am Tisch und die Einhaltung der geltenden Spielregeln.

    Ace

    Ace ist der englische Begriff für Ass. Beim Poker ist das Ass grundsätzlich die Karte mit der höchsten Wertigkeit (nach dem König), kann aber auch der Anfang einer Straße sein.

    Ace high

    Der Begriff „ace high“ ist zweideutig: Zum einen bezeichnet er eine Pokerhand ohne ein Paar, bei dem das Ass die höchste Karte darstellt. Zum anderen spricht man bei einer Straße oder einem Flush von „ace high“, wenn das Ass die höchste Karte bildet.

    Aces full

    Ein Full House mit drei Assen.

    Aces over / up

    Der Begriff Aces over / up steht für eine Hand, die ein Paar Asse und ein kleineres Paar beinhaltet. Analog dazu spricht man auch von Kings, Queens up usw.

    Ace rag

    Ace rag (engl.: Unfug, Lumpen) bezeichnet ein Ass mit einem niedrigen bzw. schlechten Kicker (Beikarte). Synonym: Baby Ace.

    Action Jackson

    Der Begriff „Action Jackson“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand Ass und Bube (AJ). Synonym: Air Jordan, Ajax, Black Jack, Jack Ass.

    Active Player

    Alle Spieler, die noch um den Pot spielen, werden als Active player bezeichnet. Wer also foldet, der ist kein Active Player mehr.

    Add-on

    Als Add-on bezeichnet man in Rebuy-Turnieren das Einkaufen von zusätzlichen Chips. Der Add-on steht einem Spieler unabhängig von der Zahl seiner Chips und regelmäßig am Ende der Rebuy-Phase zur Verfügung.

    Advertise

    Der Begriff „Advertise“ („werben, kundtun, preisen“) bezeichnet eine Bluffmethode, die dem Gegner einen falschen Eindruck von der eigenen Spielweise vermitteln soll.

    AF

    Der AF (Aggression Factor) resultiert aus dem Setzverhalten eines gegnerischen Spielers und gibt Auskunft über seine Aggressivität. Je häufiger der Spieler bets oder raises tätigt, anstatt gegnerische Einsätze zu callen, desto höher ist der AF.

    Mit folgender Formel könnt ihr den AF problemlos berechnen:
    AF = (Bets % + Raises %) / Calls %

    Aggie Slick

    Der Begriff „Aggie Slick“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand Zwei und Drei (23). Diese Starthand sollte man aufgrund ihrer geringen Wertigkeit unbedingt folden, sofern man den Flop nicht umsonst sehen kann.

    aggressiv

    Das Adjektiv „aggressiv“ bezeichnet ein bestimmtes Spielverhalten. Ein aggressiver Spieler bezahlt (to call) nur selten die bisher getätigten Einsätze, sondern setzt (to bet) und erhöht (to raise) sehr viel und oft. Dadurch ergreift der aggressive Spieler häufig die Initiative und bestimmt grundsätzlich den Verlauf des Spiels.

    Air Jordan

    Der Begriff „Air Jordan“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand Ass und Bube (AJ). Synonym: Action Jackson, Ajax, Black Jack, Jack Ass.

    Ajax

    Der Begriff „Ajax“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand Ass und Bube (AJ). Synonym: Action Jackson, Air Jordan, Black Jack, Jack Ass.

    Alabama Night Riders

    Der Begriff „Alabama Nigh Riders“ ist eine Synonymbezeichnung für einen Königs-Drilling (KKK). Synonym: Ku-Klux-Klan.

    Alcohol

    Alcohol ist nicht das englische Wort für Alkohol, sondern bedeutet, dass man den Einsatz des Gegners mitgeht (to call). Alcohol leitet sich nämlich von „I will call“ ab.

    All-In

    Ein Spieler geht All-In, wenn er seine gesamten Chips in den Pot stellt. Er kann dann im weiteren Spielverlauf keine weiteren Einsätze mehr tätigen.

    amc

    Abkürzung für all my chips.

    American Airlines

    Der Begriff „American Airlines“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand Ass und Ass (AA). Wer „American Airlines“ hält, der darf sich über die bestmögliche Starthand im Poker freuen. Synonym: Bullets, Rockets.

    Angelhaken

    Der Begriff „Angelhaken“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand Bube und Bube (JJ). Die Form des Buchstabens J, der wie ein Angelhaken aussieht, dient dabei als Namensgeber. Synonym: Fish Hooks.

    Anna Kurnikova

    Der Begriff „Anna Kournikova“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand Ass und König (AK). Dieser Starthand wird in Anlehnung an die eher erfolglose Tennis-Beauty Anna Kournikova oft nachgesagt, dass sie zwar gut aussieht, aber nur selten gewinnt (looks great but never wins). Das liegt aber eher daran, dass die meisten Poker-Spieler mit dieser Starthand nicht richtig umgehen können.

    Ante

    Ähnlich wie der Begriff der „Blinds“ bezeichnet „Ante“ eine Art von Grund- oder Zwangseinsatz, die jeder Spieler zahlen muss, bevor er seine Startkarten erhält. Während die Blinds (Small Blind und Big Blind) nur von zwei, rundenweise wechselnden Spielern bezahlt werden, müssen Antes von allen Spielern am Tisch erbracht werden und sind als eine Art Teilnahmegebühr zu verstehen. In Turnieren ist es oft üblich, dass ab einem bestimmten Blindlevel Antes anfallen. Diese muss dann jeder Spieler bezahlen, unabhängig davon, ob er schon im Big oder Small Blind sitzt. Besonders Spieler, die nur noch über wenig Spielgeld (Chips) verfügen, werden durch die Antes gewissermaßen gezwungen, Hände zu spielen. Wer also kaum noch Chips hat und fortlaufend schlechte Starthände erhält, läuft Gefahr, dass ihn die Antes „fressen“. In diesen Situationen ist es sehr wichtig, von der jeweiligen Position am Tisch zu profitieren.

    APPT

    Abkürzung für Asia Pacific Poker Tour. Die Asia Pacific Poker Tour ist eine Serie großer Pokerturniere, die im Asien-Pazifik-Raum ausgetragen und im Fernsehen übertragen wird. Die erste Saison der APPT startete im August 2007 in Manila auf den Philippinen. Die APPT-Turniere finden in den luxuriösesten Casino-Hotels der Region statt (u.a. Sheraton, Grand Waldo, Hyatt). Das Buy-In für die meisten APPT-Events beträgt $2.500 USD. Alle APPT-Main-Events werden als Freezeout-Turniere gespielt.

    Aquarium

    Als Aquarium bezeichnet man einen Pokertisch (table) mit vielen schlechten Spielern, die auch als Fische bezeichnet werden.

    Average Stack

    Der Average Stack (Durchschnittsstapel) dient als Anhaltspunkt für die eigene Position im Spiel.

    Mit folgender Formel könnt ihr den Average Stack problemlos errechnen:
    Average Stack = Anzahl aller im Spiel befindlichen Chips / Anzahl der Spieler.

    B


    Baby Ace

    Ein Ass, das von einem niedrigen bzw. schlechten kicker (Beikarte) begeleitet wird. Synonym: Ace rag.

    Backdoor

    Unter dem Begriff „Backdoor“ („Hintertür“) versteht man die Komplettierung einer Straße oder eines Flushs mit zwei Karten (auf Turn und River). In diesem Zusammenhang spricht man auch von einem „Backdoor Flush“ oder einer „Backdoor Straight“, also einem Flush bzw. einer Straße durch die Hintertür. Die Stärke eines Backdoor-Draws ist grundsätzlich sehr gering. Synonym: Runner Runner.

    Backer

    Eine Person, die selbst nicht spielt, aber als Sponsor fungiert, indem sie einem anderen Pokerspieler Geld zur Verfügung stellt. Da das Buy-In für ein Cash Game oder ein Turnier fremdfinanziert wird, teilen sich Backer und Pokerspieler in der Regel die entstandenen Gewinne. Beispiel: Bei der World Series of Poker (WSOP) 1998 zahlte der Poker-Profi Mike „The Mouth“ Matusow ein Drittel des Startgeldes von Scotty Nguyen für das 10.000-Dollar Hauptturnier. Nguyen gewann das Turnier mit einem Full House und gab Mattusow ein Drittel seines Gewinns, 333.333 Dollar, zurück.

    Backraise

    Unter „Backraise“ versteht man die nochmalige Erhöhung (Reraise) von einem Spieler, der ursprünglich den bisherigen Einsatz nur bezahlt hat (to call). Beispiel: A setzt, B callt, C erhöht, A callt oder foldet, B erhöht.

    Bad Beat

    Wer einen Bad Beat kassiert, der hat umgangssprachlich großes Pech. Dieser Ausdruck wird immer dann verwendet, wenn eine deutlich favorisierte Hand von einer schwächeren geschlagen wird. Wo die Grenze zwischen einer nur unglücklich verlorenen Hand und einem Bad Beat gezogen wird, ist nicht allgemein geklärt. Regelmäßig kann man allerdings dann von einem Bad Beat sprechen, wenn ein Spieler in einer bestimmten Situation mit seinen Karten eine - mathematisch gesehene - sehr hohe Gewinnwahrscheinlichkeit hat, aber durch ein gegnerisches Blatt geschlagen wird, das nur eine sehr geringe Gewinnwahrscheinlichkeit von 5-10% aufweist. Für Spieler, die zwar alles richtig gemacht, aber trotzdem verloren haben, hat sich folgende Redewendung herausgebildet: Thats´ poker!

    Bankroll

    Die Bankroll ist der Betrag, der zum Spielen zur Verfügung steht. Die Höhe der Bankroll bestimmt, an welchen Limits oder Buy-Ins sinnvollerweise gespielt werden kann. Wer ohne Bankroll spielt, denkt nicht an den Erfolg und spielt unbeständig. Synonym: Pokerkonto.

    BRM

    Das BRM (Bankroll-Management) dient der besseren Verwaltung der eigenen Bankroll. Der Hauptgrund, weshalb ein vernünftiges Bankroll-Management, also die Verwaltung der Bankroll beim Pokern so wichtig ist, ist der Glücksfaktor des Spiels. Poker ist nämlich ein varianzreiches Spiel, weshalb Schwankungen der Bankroll unbedingt einkalkuliert werden müssen. Mit dem richtigen Bankroll-Management kann man allerdings die Schwankungen beim Poker verkraften / aushalten, ohne broke (bankrott) zu gehen. Wer sich aber mit einem großen Teil oder gar seiner gesamten Bankroll an einen Tisch setzt, der riskiert in einer einzigen Session viel zu viel und wird zwangsläufig alles verlieren. Poker ist dann nämlich nur noch ein Glücksspiel, das selbst der beste Pokerspieler nicht gewinnen könnte. Lange Rede, kurzer Sinn: Das Bankroll-Management gibt uns Informationen darüber, ab welcher Bankroll-Höhe man in ein bestimmtes Limit auf- und absteigen soll. Man unterscheidet traditionell zwischen einer konservativen und aggressiven Art des Bankroll-Managements.

    Beikarte

    Unter einer Beikarte versteht man eine Karte, die nicht zum eigentlichen Blatt zählt. Allerdings kann die Höhe der Beikarte im Showdown eine wichtige Rolle spielen und über Sieg oder Niederlage entscheiden. Halten zwei Spieler eine Pokerhand der gleichen Wertigkeit, so entscheidet die Höhe der Beikarte über den Pot. Synonym: Kicker.

    Belly Buster

    Der Begriff „Belly Buster“ ist eine Synonymbezeichnung für einen inside straight draw oder auch Gutshot. Darunter versteht man im Poker-Fachjargon eine noch nicht fertige Straße, die zu ihrer Fertigstellung eine Karte in der Mitte fehlt. Synonym: inside straight draw, Gutshot. Gegenteil: open ended straight draw.
    Berry Patch: Ein Pokertisch, der von einem erfahrenen Spieler aufgrund der vermeintlich schwachen Gegner als leicht angesehen wird. Synonym: Soft-Seat.

    Bet

    Bet bedeutet das Bringen des ersten Einsatzes in einer Setzrunde. Sofern ein Spieler eine Bet durchgeführt hat, müssen die nachfolgenden Spieler entscheiden, ob sie den erbrachten Einsatz mitgehen (to call), erhöhen (to raise) oder ob sie lieber aussteigen und ihre Karten wegwerfen wollen (to fold).

    Bet in the dark

    Dieser Begriff wird grundsätzlich für einen Spieler verwendet, der einen Einsatz für eine zukünftige Setzrunde tätigt, bevor er überhaupt seine Startkarten (Hole Cards) zu Gesicht bekommen hat. Ein Spieler kann auch vor dem Flop ankündigen, in der nächsten Setzrunde „in the dark“ zu setzen. Regelmäßig haben diese Spieler die Absicht, Einsätze zu tätigen und am Spiel teilzunehmen, ohne genauere Kenntnis über die Karten erlangt zu haben. Synonym: Dark bet.

    Bet the pot

    Ein Spieler, der einen Einsatz in Höhe des aktuellen Pots tätigt, der „betted“ im Poker-Fachjargon den Pot.

    Bicycle

    Der Begriff „Bicycle“ bezeichnet die kleinstmögliche Straße (A2345). Synonym: Bike, Wheel.

    Big Blind

    Der größere der beiden vorgeschriebenen (Pflicht-)Einsätze. Der Big Blind wird regelmäßig von dem Spieler bezahlt, der unmittelbar links vom Small Blind sitzt (s. Blinds).

    Big Chick

    Der Begriff „Big Chick“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand (Hole Cards) Ass und Dame (AQ). Synonym: Little Slick.

    Big Lick

    Der Begriff „Big Lick“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand (Hole Cards) 96 und verdankt seinen Namen der Stellung 96 beim Geschlechtsverkehr.

    Big Slick

    Der Begriff „Big Slick“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand (Pocket Pair) Ass und König (AK). Synonym: Anna Kournikova.

    Big Stack

    Bezeichnet den Spieler, der am Tisch / im Turnier die meisten Chips vereint. Synonym: Chipleader.

    Bike

    s. Bicycle.

    Bingo Player

    Ein Bingo Player ist ein Spieler, der ausschließlich auf sein Glück vertraut.

    Black Jack

    Der Begriff „Black Jack“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand (Pocket Pair) Ass und Bube (AJ). Dieser Spitzname leitet sich sich vom gleichnamigen Casinospiel ab, das auch 17 und 4 genannt wird. Die Kartenwertigkeiten Ass (11) und Bube (10) ergeben für dieses Spiel die höchstmögliche Punktzahl, die man in diesem Spiel anstrebt (21), ohne diese zu überschreiten. Synonym: Action Jackson, Air Jordan, Ajax, Jack Ass.

    Blank

    Gemeinschaftskarte, die sehr wahrscheinlich keinem der Spieler geholfen hat, die Hand zu verbessern und somit auch nichts an der Spielsituation ändert. Synonym: Brick.

    Blinds

    Unter Blinds versteht man den vorgeschriebenen (Pflicht-)Einsatz, der noch vor dem Austeilen der ersten Karten einer Hand von einem oder mehreren Spielern erbracht werden muss. Der Begriff leitet sich vom englischen Adjektiv „blind“ (blind, verdeckt) ab, da der Blindeinsatz erfolgt, ohne dass man davor seine Karten zu Gesicht bekommt. Wer die „blind“ gesetzten Blinds in einer Runde bezahlen muss, hängt von der jeweiligen Position des Dealers (Kartengebers) ab. Regelmäßig müssen die beiden Spieler, die links von ihm sitzen, die Blindeinsätze tätigen. Derjenige Spieler, der unmittelbar links vom Dealer sitzt, bezahlt dabei den sogenannten Small Blind, der Spieler eine Position weiter den Big Blind (das Doppelte vom Small Blind). Durch die Blindeinsätze ist gewährleistet, dass in jeder Runde Geld im Pot ist.

    Blinddefense

    Bei der Blinddefense befindet man sich selbst in den Blinds (man hat also entweder den Small oder Big Blind bezahlt). Die Blinds - die erbrachten Zwangseinsätze - werden nun von einem anderen Spieler, der nicht in den Blinds sitzt, attackiert (Blindsteal). Unter Blinddefense versteht man also die Verteidigung der getätigten Blinds. Eine gute Blinddefense ist enorm wichtig, um die Blinds nicht zu oft kampflos aufzugeben. Besonders auf höheren Limits kann fremdes Blindstealing zu einem hohen Verlust der Chips führen. Die Blinddefense, das poker-strategische Pendant zum Blindsteal, kann entweder passiv (durch einen call) oder aktiv (durch einen Resteal) erfolgen. Bei der passiven Variante der Blinddefense, bei der man die Erhöhung des vermeintlichen Blindstealers nur mitgeht (to call), sollte der Blindstealer bei einer günstigen Gelegenheit ausgespielt werden. Die aktive Variante der Blinddefense, bei der man die Erhöhung des vermeintlichen Blindstealers weiter erhöht (Reraise), zielt darauf ab, den Blindstealer direkt zum Folden zu bewegen, indem man eine sehr starke Hand suggeriert. Gegenteil: Blindsteal.

    Blind Rubber

    Als Blind Rubber wird ein Spieler bezeichnet, der versucht, die Blinds zu stehlen. Synonym: Blindstealer.

    Blindsteal

    Der Blindsteal, der Angriff auf die Blinds, wird regelmäßig von den Spielern ausgeführt, die an der Button-Position oder im Cutoff sitzen. Diese Spieler erhöhen (to raise) vor dem Flop (pre flop) mit marginalen Starthänden, um die Blindeinsätze zu kassieren. Marginale Hände sind keine erstklassigen Starthände (Premiumhände), sondern weisen einen eher geringeren positiven Erwartungswert auf. Dennoch nutzen die Blindstealer ihren eigenen Positionsvorteil und den Positionsnachteil der Spieler in den Blind-Positionen aus. Der Blindsteal, das poker-strategische Pendant zur Blinddefense, kann ein sehr profitabler Spielzug sein, den insbesondere erfahrene Poker-Spieler hervorragend beherrschen. Dabei sollte man allerdings beachten, dass man das Blindstealing nur bei bestimmten Spielertypen anwenden kann. Wer einen Maniac mit schwachen Händen pre flop raist, der kann sich nur wenig Hoffnungen auf einen Fold machen. Synonym: Blind Robber.

    Blocker

    Als Blocker bezeichnet man im Poker-Fachjargon die Karte(n), die ein Spieler zur Fertigstellung seiner Hand benötigt, aber bereits von einem anderen Spieler gehalten wird. Dadurch sinkt nicht nur die Anzahl dieser benötigten Karte(n) im Kartendeck, sondern auch die Chance, die eigene Hand zu komplettieren.

    Blow-up

    Der Begriff „Blow-up“ wurde von Poker-Profi Mike „The Mouth“ Mattusow geprägt, der die emotionale Schwäche hat, durch kontinuierlich gutes Poker erzielte Gewinne mit katastrophalen Fehlentscheidungen wieder zu verlieren. In Anlehnung an Mattusow spricht man daher auch von „Mike Mattusow Blow-ups“. Von einem Blow-up ist also immer dann die Rede, wenn sich ein Spieler durch eine schlechte Entscheidung um den Lohn seiner Arbeit bringt und unnötigerweise Chips verliert. Blow-ups sind zum Beispiel - an der Wahrscheinlichkeit gemessene - dumme All-Ins oder hyperaggressive Entscheidungen, die quasi zum Verlieren verdammt sind. Solche Aktionen führen oft zu einem Teufelskreis, wodurch der Spieler, der tiltet / on tilt ist, noch mehr Geld verliert. Ein wirklich guter Poker-Spieler lernt mit der Zeit, solche aussichtslosen Spielsituationen zu umgehen. Man sollte immer nur dann in den Pot investieren, wenn man auch aussichtsreiche Gewinnchancen hat.

    Bluff

    Das richtige Bluffen ist im Poker die Königsdisziplin. Ob man sich für einen Bluff entscheiden sollte, hängt von vielen Faktoren ab. Traditionell versteht man unter einem Bluff, wenn ein Spieler einen Einsatz mit einer eher schlechten oder unterlegenen Hand tätigt, um auf diese Weise Stärke zu suggerieren und den Gegner - der eine vermeintlich bessere Hand hält - zum Folden zu bewegen. Es existiert allerdings auch eine zweite Variante des Bluffs: Der Spieler suggeriert bei tatsächlicher Stärke den Eindruck von Schwäche. Verwandt: Semi-Bluff.

    Board

    Das Board bezeichnet die Gesamtheit aller fünf Gemeinschaftskarten (Community Cards), also die drei Flop-Karten, die Turn- und die River-Karte. Synonym: Community Cards, Gemeinschaftskarten.

    Boat

    Der Begriff „Boat“ ist eine Synonymbezeichnung für ein Full House. Synonym: Full House, Full Boat.

    Bonus

    Boni werden von diversen Poker-Anbietern offeriert, um Neukunden zu werben. Oft dürfen sich aber auch bereits angemeldete Spieler über einen Bonus freuen, sofern diese besonders aktiv sind (Treueprämie). Die häufigste Form des Bonus ist der sogenannte Deposit-Bonus. Um von einem solchen Bonus zu profitieren, muss man zuerst Geld bei einem Online-Anbieter einzahlen, damit der Bonus gutgeschrieben wird. Faustregel: Je höher der offerierte Bonus, desto schlechter oder anspruchsvoller sind die Bedingungen. Allerdings gilt auch hier: Keine Regel ohne Ausnahme.

    Bot

    Bot steht für Roboter, der eigens zum Pokerspielen entwickelt wird und als selbstständig agierendes Computerprogramm einen Spieler simuliert. Ein Pokerbot ist also nichts anderes als künstliche Intelligenz (kurz AI für artificial intelligence). Ein Bot lernt nicht aus und trifft seine Entscheidungen auf Grund seiner ihm zugrunde liegenden Algorithmen. Im Gegensatz zu natürlichen Personen, also echten Poker-Spielern, wird sich ein Pot niemals von seinen Gefühlen (emotional) leiten lassen. Die Gefahr des Tilts besteht daher nicht. Auch wird ein Bot durch die höhere Geschwindigkeit beim Online-Poker nicht zu unüberlegten oder überhasteten Aktionen verleitet.

    Bottom Pair

    Als Bottom Pair bezeichnet man ein Paar, das ein Spieler mit der niedrigsten Gemeinschaftskarte und einer eignen Karte (Hole Cards) bildet.

    Bracelet

    Das Bracelet („Armband“) ist die Trophäe, die jeder Sieger eines WSOP-Turniers (World Series of Poker) neben dem üppigen Preisgeld gewinnt. Die heutigen Bracelets haben allerdings nicht nur einen symbolischen, sondern auch einen materiellen Wert, da sie häufig von sehr renommierten Juwelieren entworfen werden.

    Break even

    Ein Poker-Spiele ist break even, wenn er während einer Session weder gewonnen noch verloren hat.

    Brick

    s. Blank.

    Broadway

    Die höchst mögliche Straße im Poker, also eine Straße, die aus Zehn, Bube, Dame, König, Ass besteht, wird als Broadway bezeichnet.

    Broke

    Ein Spieler geht broke, wenn er bankrott ist. Er kann entweder an einem einzelnen Pokertisch (table) broke gehen, wenn er seine ihm zur Verfügung stehenden Chips verliert oder er geht insgesamt broke, wenn er seine komplette Bankroll verliert.

    Broomcorn´s Uncle

    Ein Spieler, der so oft foldet, dass ihn die Antes „auffressen“ und er in der Folge broke geht.

    Bubble Boy

    Als Bubble Boy bezeichnet man einen Spieler, der in einem Pokerturnier als Letzter ausscheidet, bevor alle übrigen Spieler einen sicheren Teil am Preisgeld erhalten, also „in the money“ kommen. Dieser Spieler ist gewissermaßen der „tragische Held“, denn er war lange Zeit im Rennen, ohne jedoch die Lorbeeren ernten zu können. Werden beispielsweise die ersten zehn Plätze ausbezahlt, dann ist der Spieler, der als 11. ausscheidet, der sogenannte Bubble Boy. Der Begriff leitet sich von einer US-amerikanischen Filmkomödie und der Hoffnung ab, die wie eine (Seifen-)Blase (bubble) zerplatzt. Gegenteil: in the money (ITM).

    Bullets

    Der Begriff „Bullets“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand Ass und Ass (AA). Wer „Bullets“ hält, der darf sich über die bestmögliche Starthand im Poker freuen. Synonym: American Airlines, Rockets.

    Busted Draw

    Als Busted Draw bezeichnet man die Situation, wenn ein Spieler vergeblich auf eine oder mehrere Karten wartet, die sein noch unvollständiges Blatt komplettieren würden. Verwandt: Draw.

    Bust out

    Unter dem Begriff „bust out“ wird im Pokerslang der Vorgang verstanden, wenn ein Spieler einem anderen die Chips abnimmt und ihn damit vom Tisch befördert.

    Button

    Der (Dealer-)Button ist ein - gelegentlich durch ein „D“ markierter - Chip, der nach jeder Runde im Uhrzeigersinn von Spieler zu Spieler geht und anzeigt, welcher Spieler der Kartengeber (Dealer) ist. Der Kartengeber sitzt also im Button. Daraus folgt auch, welche zwei Spieler die Blinds bezahlen müssen.

    Buy-In

    Als Buy-In wird ganz allgemein die Summe bezeichnet, mit der sich ein Spieler beim Poker einkauft. Beim Cash Game ist der Buy-In der Mindestbetrag, den ein Spieler an den Pokertisch (table) bringen muss, um überhaupt spielberechtigt zu sein. Es wird keine weitere Gebühr erhoben. Allerdings berechnen die Online-Anbieter für die Zusammenführung von Spielern und Bereitstellung sicherer Echtgeld-Tische auf die meisten Pots kleine Gebühren. Diese Spielgebühr, im Poker-Fachjargon auch „Rake“ oder Hausanteil genannt, berechnet jeder Online-Anbieter nach fest stehenden Tabellen. Bei Turnieren verhält es sich etwas anders: Hier ist der Buy-In nur ein Teil eines Gesamtbetrages, die der Pokerspieler für die Teilnahme am Turnier bezahlen muss. Der andere Teil des Gesamtbetrages geht als Entry Fee direkt an den Online-Anbieter. Ist beispielsweise ein Turnier mit $4 + $0, 40 ausgeschrieben, so muss man einen Gesamtbetrag in Höhe von $4, 40 entrichten: Während die $4 der Buy-In sind und direkt in den Preispool wandern, gehen die $0, 40 als Entry Fee an den Online-Anbieter. Die Entry Fee ist sozusagen das Pendant zum „Rake“ oder Hausanteil beim Cash Game.

    C

    Call

    Wenn ein Spieler callt, dann geht er den Einsatz des Gegners mit, indem er genau den Betrag bezahlt bzw. callt, den der Gegner gesetzt hat. Sollten noch mehr Spieler um den Pot spielen (Active Player), müssen diese entscheiden, ob sie ebenfalls den Einsatz mitgehen (to call), vielleicht sogar erhöhen (to raise) oder ihre Karten wegwerfen und somit aus dem Spiel aussteigen (to fold).

    Call Down

    Wenn ein Spieler alle Einsätze (bets) des Gegners bis zum Showdown mitgeht (to call), ohne seine Karten abzulegen (to fold) oder zu erhöhen (to raise), dann spricht man im Poker-Fachjargon von einem Call Down. Verwandt: Check down.

    Calling Station

    Loose-passive Spieler, die sehr viel callen und sich von ihren Händen nicht lösen können, obwohl sie sehr wahrscheinlich zum Verlieren verdammt sind. Eine Calling Station sollte man grundsätzlich nicht bluffen. Grund: Sie callt sowieso alles. Hält man allerdings die Nuts hat, dann kann man sich von einer Calling Station voll auszahlen lassen. In the long term sind Calling Stations grundsätzlich erfolglose Poker-Spieler. Synonym: Chaser.

    Card Dead

    Die Rede ist von Card Dead, wenn ein Spieler über einen längeren Zeitraum keine spielbaren Hände bekommt.

    Case Chips

    Die letzten Chips, die ein Spieler noch besitzt, nennt man Case Chips.

    Cash Game

    Beim Cash Game, einem Nicht-Turnier-Pokerspiel, spielen Teilnehmer um echtes Geld. Der Buy-In muss dabei einen festgeschriebenen Mindestbetrag erfüllen (Minimal-Buy-In) und darf gleichzeitig die festgelegte Höchstgrenze (Maximal-Buy-In) nicht überschreiten. Unter Beachtung dieser Voraussetzungen kann jeder Spieler, sofern es seine Bankroll zulässt, permanent neue Chips an den Tisch bringen. Diese Chips haben – im Gegensatz zu Turnierspielen – einen realen Gegenwert. Wer sich beispielsweise mit $10 einkauft, der sitzt auch mit $10 am Pokertisch (table). Im Laufe des Spiels darf der Stack selbstverständlich den Maximal-Buy-In überschreiten. Zudem kann jeder Spieler den Tisch zu einem beliebigen Zeitpunkt betreten und verlassen.

    Cash out

    Cash out bedeutet Auszahlung. Der Begriff steht allerdings nicht nur für eine Auszahlung von einem Pokergeldkonto auf ein reguläres Bankkonto, sondern auch für die Rückumwandlung von Casino-Chips in Echtgeld und die Zurückziehung von an einem Pokertisch (table) befindlichen Cash-Game-Geldbeträgen auf das Pokergeldkonto.

    Center Pot

    Der Center Pot oder auch „Main Pot“ ist der Hauptpot einer Pokerrunde. Gehen mehrere Spieler mit unterschiedlicher Chipanzahl All-In, muss neben dem Center Pot mindestens ein „Side Pot“ (Nebenpot) gebildet werden. Je mehr Spieler All-In gehen, desto größer ist also die Anzahl der „Side Pots“.

    Chaser

    Ein Chaser geht die Einsätze seines Gegners mit einem Draw, der nur wenige Aussichten auf Erfolg hat, mit. In the long term ist ein Chaser, der nach einer glücklichen Karte „jagt“ grundsätzlich erfolglos. Synonym: Calling Station.

    Cheating

    Der Begriff „Cheating“ bezeichnet jede Art von betrügerischer Manipulation. Wer cheatet, der beeinflusst den Spielverlauf in einer nicht dem gewöhnlichen Verlauf entsprechenden Art und Weise. Im Bereich des Pokers sind folgende Cheating-Varianten problematisch: gezinkte Karten, heimliche Absprachen über Telefon, Online-Chat oder durch Zeichen (Collusion), Einsatz von Pokerbots und kommerzieller Spielerdatenbanken, Diebstahl fremder Chips, im Ärmel versteckte Karten, Umlegen und Austausch der Karten.
    Durch die explosionsartige Verbreitung von Online-Poker entstehen logischerweise auch diverse Poker-Hilfsprogramme, die es Spielern ermöglicht, noch erfolgreicher zu werden. Daran ist grundsätzlich nichts auszusetzen. Es gibt jedoch einige Programme, die eindeutig zu weit gehen, weil sie manchen Spielern eine unerlaubte Hilfestellung bieten. Ein Pokerspieler kann bereits von sich aus einiges unternehmen, um sein Spiel zu verbessern. So kann er beispielsweise in Foren lesen, fremde Hände beobachten, selbst regelmäßig spielen oder auch Poker-Fachbücher studieren. Alle Methoden sind absolut in Ordnung. Eine ganz andere Sache ist es allerdings, wenn sich ein Spieler in betrügerischer Absicht mit einem anderen Spieler zusammentut („Collusion“). Das ist eindeutig Cheating, also Falschspiel. Zwischen diesen beiden Extremen existiert allerdings auch eine Vielzahl von Hilfsprogrammen, von denen einige durchaus als grenzwertig betrachtet werden sollten. So gibt es beispielsweise Spieler, die mit spezieller Software riesige Datenbanken mit Profilen von Spielern erstellen (Data-Minding) und den Zugriff auf diese Datenbanken dann gegen Bezahlung anderen Spielern zur Verfügung stellen. Ein Spieler, der sich den Zugang zu diesen Datenbanken erkauft, kann detaillierte Informationen zu allen seinen Gegnern abrufen, ohne dass er vorher gegen sie gespielt haben muss. Es ist einleuchtend, dass dies ein unfairer Vorteil gegenüber den anderen Spielern am Tisch ist. Daher haben die meisten Online-Anbieter für sich selbst festgelegt, welche Software oder Tools prinzipiell erlaubt und verboten sind. In der Regel existieren ausführliche Listen von verbotenen Programmen, die auch regelmäßig aktualisiert werden.

    Check

    Sofern noch kein anderer Spieler gesetzt hat, kann man checken. Das bedeutet, dass man nicht setzt aber auch nicht raus ist. Hat dagegen schon jemand gesetzt, dann kann man nur mitgehen (to call), erhöhen (to raise) oder aussteigen (to fold). Checken bedeutet also „schieben“. Wer checkt, der gibt automatisch an den nächsten Spieler weiter.

    Check down

    Check down bedeutet, dass alle Active Player bis hin zum Showdown nur checken. Es gibt also keinen Spieler, der einen Einsatz tätigt. Check downs sind häufig zu beobachten, wenn sich mehrere passive Spieler gegenüberstehen. Die Hand wird aber oft auch dann „herunter gecheckt“, wenn ein Spieler in einem Turnier All-In gegangen ist und die übrigen Spieler die Wahrscheinlichkeit erhöhen wollen, diesen Teilnehmer vom Tisch zu nehmen. Ist ja logisch: Je mehr Spieler man gegen sich hat, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die eigene Hand nicht stark genug ist. Verwandt: Call down.

    Check raise

    Unter einem Check raise versteht man im Poker-Fachjargon einen taktischen Spielzug, der darin besteht, dass ein Spieler zuerst checkt, um danach den Einsatz des nach ihm agierenden Gegners zu erhöhen. Primäres Ziel dabei ist, mehr Chips in den Pot zu bekommen. Beispiel: A checkt, B setzt, A callt nicht, sondern erhöht. Hier versucht Spieler A durch einen Check Schwäche zu suggerieren, in der Hoffnung, dass Spieler B einen Einsatz tätigt (to bet). Der von Spieler B betätigte Einsatz wird nun von Spieler A, der eben noch gecheckt hat, erhöht (to raise). Grundsätzlich demonstriert ein solcher Check raise Stärke. Verwendet ein Spieler diese strategische Aktion, so ist stets Achtsamkeit geboten. Ein Check raise kann allerdings auch als Bluff fungieren.

    Cheese

    Cheese (dt. Käse) ist eine schlechte Starthand.

    Chipleader

    Bezeichnet den Spieler, der am Tisch / im Turnier die meisten Chips vereint. Synonym: Big Stack.

    Coffeehousing

    Ein Spieler, der Bemerkungen mit der Absicht abgibt, andere Spieler in die Irre zu führen und zu verunsichern, betreibt „Coffeehousing“.

    Coinflip

    Der Begriff „Coinflip“ oder auch „Münzwurf“ bezeichnet eine Spielsituation, in der zwei Spieler All-In gehen und jeder annähernd eine 50%-ige Chance hat, das All-In zu gewinnen. Diese Situation tritt regelmäßig dann auf, wenn Spieler A mit einem Pocket Pair auf zwei Overcards trifft.

    Collusion

    Als Collusion bezeichnet man eine von mindestens zwei Spielern in betrügerischer Absicht vorgenommene Absprache, indem sie sich beim Online-Poker beispielsweise via Online-Chat oder Telefon und offline durch abgemachte Handzeichen einen ungerechten Vorteil verschaffen wollen. Die Online-Anbieter haben allerdings recht effiziente Schutzmechanismen vor derartigen Betrugsversuchen entwickelt, so dass beispielsweise die gespielten Hände problemlos auf verdächtige Muster hin untersucht werden können.

    Come hand

    Ein Blatt, welches noch komplettiert werden muss, um eine realistische Erfolgschance zu bekommen, wird als come hand bezeichnet. Synonym: Draw.

    Community Cards

    Der Begriff “Community Cards” bezeichnet die Gesamtheit aller fünf Gemeinschaftskarten, also die drei Flop-Karten, die Turn- und die River-Karte. Diese fünf offen gelegten Karten kann jeder Spieler für die Bildung seiner Pokerhand verwenden. Synonym: Board, Gemeinschaftskarten.

    Connectors

    Connectors sind zwei Startkarten unterschiedlichen Ranges, die aber in ihrem Zahlenwert unmittelbar hintereinander folgen. Sind beide Karten auch noch einer Farbe (= Symbol), so spricht man von suited Connectors. Sind beide Karten nicht einer Farbe, so spricht man von offsuited Connectors. Beispiele: 23, 45, 78, 910, JQ. Connectors können - im Gegensatz zu unverbundenen Karten - leichter zu einem Draw oder einer Straße ausgebaut werden, weshalb man sie auch als „Zwei-Karten-Straße“ bezeichnet. Andere Formen sind die One-Gap-Connectors wie 53 oder 108, die zwei Kartenwerte auseinander liegen und die Two-Gap-Connectors wie 52, 107, die drei Kartenwerte auseinander liegen. Je näher die Connectors beieinander liegen, umso mehr Straight-Draw-Möglichkeiten existieren.

    Continuation Bet

    Wer in einer früheren Setzrunde einen Einsatz getätigt, also gesetzt (to bet) oder erhöht (to raise) hat und in der darauf folgenden Setzrunde erneut einen Einsatz tätigt, der gibt eine Continuation Bet ab. Dabei setzt man die Aggression der früheren Wettrunde fort, um weiterhin eine starke Hand zu suggerieren. Eine Continuation Bet erfolgt oft auch dann, wenn der Flop komplett verfehlt wurde, aber der Pot mit einem Bluff gewonnen werden soll.

    Cooler

    Als Cooler bezeichnet man im Poker-Fachjargon eine verlorene Hand, die allerdings nicht wegen eines Fehlers verloren wurde, sondern weil die Kartenkonstellation auf dem Board derart unglücklich war, dass eine bereits sehr starke Hand von einer noch stärkeren Hand geschlagen wird. Ein Cooler ist also kein Bad Beat. Im Gegenteil: In der Regel verliert der unterlegene Spieler einen Großteil seiner Chips, obwohl er und auch der siegreiche Spieler alles richtig gemacht hat. Beispiel: Zwei Spieler halten pre flop ein hohes Pocket Pair und treffen auf dem Flop ihren Drilling. Dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass einer dieser Spieler seine Hand ablegt. Im Gegenteil: Jeder glaubt, auf der Siegerstraße zu sein und wird folglich alles daran setzen, den Pot zu gewinnen. Auch hier gilt: Thats´s poker, baby!

    Count Card

    Synonymbezeichnung für eine Bildkarte (z.B. J, Q, K).

    Cover

    Spieler A covert Spieler B, wenn er mehr Chips zur Verfügung hat und aufgrund des größeren Stacks im Falle eines gewonnenen All-Ins Spieler B vom Tisch nimmt. Umgekehrt bleiben Spieler A, sollte er den Showdown verlieren, noch Chips übrig.

    Cowboys

    Der Begriff „Cowboys“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand König und König (KK). Synonym: King Kong, Kangaroos.

    Crack

    Wenn eine sehr starke Starthand, beispielsweise American Airlines, noch übertroffen wird, dann sagt man, sie wurde „gecrackt“.

    Crap Shoot

    Ein Pokerturnier, das wegen sehr schnell ansteigender Blinds einem reinen Glücksspiel ähnelt. In der Regel trifft man bei solchen Turnieren auf Spieler, die sehr aggressiv und wild pokern.

    Crippled

    Ein Spieler bzw. sein Stack wird im Pokerslang als „crippled“ bezeichnet („verkrüppelt“), wenn in Folge einer verlorenen Hand nur noch eine sehr geringe Anzahl an Chips übrig bleibt. Die Folge: Der Spieler hat nur noch wenige Handlungsmöglichkeiten, da ihm für komplexere Spielzüge die Mittel fehlen. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass er mit seinen restlichen Chips bei der bestmöglichen Situation All-In geht, um aufzudoppeln. Besonders bei Turnieren, in denen Antes anfallen, steht ein „crippled player“ unter Zugzwang und ist gewissermaßen gezwungen, All-In zu pushen.

    Crying call

    Man spricht von einem Crying call, wenn jemand einen getätigten Einsatz mit dem Wissen mitgeht, keine realistischen Chancen (mehr) zu haben, den Pot (noch) zu gewinnen. Andererseits wurde im Verlaufe der Hand schon so viel in den Pot investiert, dass ein Laydown, also das Ablegen der eigenen Karten und das damit verbundene Aussteigen aus der aktuellen Spielrunde, nicht mehr sinnvoll ist. Synonym: Pot committed.

    Cutoff

    Als Cuttoff bezeichnet man den Platz unmittelbar rechts vom (Dealer-)Button.

    D


    Dark bet

    s. Bet in the dark.

    Deal

    Unter einem Deal versteht man das vorzeitige Beenden eines größeren Turniers am Finaltisch (Final Table), sofern die verbleibenden Spieler über die Aufteilung des Preisgeldes eine einvernehmliche Einigung getroffen haben.

    Dealer

    Der Begriff „Dealer“ ist eine Synonymbezeichnung für den Kartengeber in einem Pokerspiel. Während in einem Casino ein professioneller Kartengeber tatsächlich als Dealer fungiert, übernimmt beim Online-Poker die Software das Geben der Karten. Der „theoretische“ Dealer, der beim Online-Poker tatsächlich gar keine Karten verteilt, wird durch den sogenannten (Dealer-)Button gekennzeichnet. Dieser wandert nach jeder Runde im Uhrzeigersinn von Spieler zu Spieler und gibt Auskunft darüber, welche zwei Spieler die Blinds zahlen müssen.

    Dead Man´s Hand

    Der Begriff „Dead Man´s Hand“ ist eine Synonymbezeichnung für eine aus zwei Assen und zwei Achten - jeweils von Pik und Kreuz - bestehende Pokerhand. Die Hand trägt ihren Namen, weil der Westernheld Bill Hickok hinterrücks erschossen wurde, als er diese Hand hielt.

    Deep Stack

    Ein Stack wird als deep bezeichnet, wenn er den Maximal-Buy-In deutlich übersteigt. Gegenteil: Short Stack.

    Deposit

    Deposit ist das Einzahlen von Geld bei einem Online-Anbieter, um mit diesem Geld an den von der Poker-Plattform angebotenen Spielen teilzunehmen. Grundsätzlich bieten alle bekannten Online-Anbieter einen Deposit-Bonus für Neuanmeldungen an.

    Desperation Call

    s. Crying Call.

    Destiny Seat

    Als Destiny Seat bezeichnet man eine Position am Tisch, an welcher der Spieler, unabhängig von seinen Karten, längere Zeit gewinnt. Synonym: Hot Seat, Lucky Seat.

    Deutsche Jungfrau

    Der Begriff „Deutsche Jungfrau“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand Neun und Neun (99) und bezieht sich auf die Antwort, ob man mit einer Jungfrau ins Bett will. Die Antwort: Nein, Nein. Synonym: German Virgin, Meat-Hooks.

    Dikes

    Der Begriff „Dikes“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand Dame und Dame (QQ).

    Dog

    Dog ist die Kurzform von Underdog und steht für eine Hand, die - im Vergleich zu einer anderen Hand - eher schlechte Gewinnchancen hat. Gegenteil: Favorite.

    Double or Nothing

    Double or Nothing - Turniere sind eine besondere Form der Sit and Goes und sehr einfach zu verstehen: Bei einem Turnier mit 10 Teilnehmern werden die Plätze 1-5 ausbezahlt (double), während die zweite Hälfte ausscheidet und gar nichts bekommt (nothing).

    Donk

    (engl. Esel) Despektierlicher Begriff für einen Spieler, der seine Entscheidungen nicht überdenkt und weitestgehend auf sein Glück vertraut.

    Doomswitch

    (engl. Schicksalsschalter) Der Begriff ist eine Erfindung von Online-Pokerforen. Der Doomswitch ist angeblich ein Schalter, den die Online-Anbieter tätigen können, um einen Spieler, der regelmäßige Auszahlungen vornimmt (Cash Outs), in den Downswing zu stürzen. In den Pokercommunitys hält sich dieser Mythos zwar hartnäckig, allerdings existiert dieser Schalter nicht wirklich, sondern ist vielmehr eine ironische Beschreibung für die negative Seite der Varianz.

    Double up

    Man spricht von einem Double up, wenn es einem Spieler gelingt, seinen Stack zu verdoppeln.

    Downswing

    Als Downswing bezeichnet man im Poker-Fachjargon einen längeren Abwärtstrend, in der ein Spieler trotz korrektem Spiels Verluste einfährt. Die Fähigkeit und mentale Stärke, solche Pechsträhnen wegzustecken, zeichnen einen guten Pokerspieler aus. Unerlässliche Voraussetzung dafür ist allerdings ein vernünftiges Bankroll Management.

    Doyle Brunson

    Der Begriff „Doyle Brunson“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand 10 und 2, die nach dem US-amerikanischen Poker-Profi Doyle Brunson benannt wurde. Brunson vollbrachte das Wunder, mit dieser Hand zwei Mal in Folge das Hauptturnier der World Series of Poker zu gewinnen. In beiden Fällen wurden seine Karten zu einem Full House.

    Drawing dead

    Ein Spieler ist drawing dead, wenn er seine Hand nicht mehr gewinnen kann. Einzige Ausnahme: Er bewegt seinen Gegner mit einem Bluff zum Fold, so dass es nicht zum Showdown kommt.

    Drawing Hand

    Als drawing Hand bezeichnet man eine Hand, die noch eine oder mehrere Karten benötigt, um sich zu einer potenziellen Siegerhand zu komplettieren. Gegensatz: Made Hand.

    Ducks

    Der Begriff „Ducks“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand Zwei und Zwei (22).

    E


    Early Position

    Die Early Position bezeichnet in einer Setzrunde die frühen Positionen am Pokertisch. An einem vollen Tisch mit zehn Spielern gelten die ersten drei Positionen nach den Blinds als „early positions“. Spieler in frühen Positionen sollten sich ausschließlich auf Premiumhände beschränken, da sie sehr früh agieren müssen und bislang kaum Informationen über das Spiel ihrer Gegner sammeln konnten. Synonym: under the gun (UTG).

    Edge

    Ein Vorteil, den man gegenüber einem anderen Spieler hat.

    Entry Fee

    Bei Turnieren ist die Entry Fee nur ein Teil eines Gesamtbetrages, die der Pokerspieler für die Teilnahme am Turnier bezahlen muss. Während die Entry Fee direkt an den Online-Anbieter geht, wandert der andere Teil des Gesamtbetrages, der Buy-In, in den Preispool. Ist beispielsweise ein Turnier mit $4 + $0, 40 ausgeschrieben, so muss man einen Gesamtbetrag in Höhe von $4, 40 entrichten: Während die $4 der Buy-In sind und direkt in den Preispool wandern, gehen die $0, 40 als Entry Fee an den Online-Anbieter. Die Entry Fee ist sozusagen das Pendant zum „Rake“ oder Hausanteil beim Cash Game.

    Equity

    Der Begriff wird häufig am Kapitalmarkt verwendet, um den Vermögensteil darzustellen, der nach Abzug sämtlicher Verbindlichkeiten übrig bleibt. Beim Poker bezeichnet die Equity den Anteil eines Spielers am aktuellen Pot, den er gemessen an seinen Gewinnchancen langfristig im Durchschnitt als Auszahlung erwarten darf. Diesen „rechtmäßig“ vom Spieler zu erwartenden Anteil am Pot soll folgendes Beispiel verdeutlichen: Wenn ein Pot $80 enthält und die eigenen statistischen Chancen auf den Gewinn des Pots bei 50% liegen, dann hat man eine „(Pot-)Equity“ von $40. Dieser Ausdruck wirkt zwar wenig aussagekräftig, weil man entweder $80 gewinnt oder gar nichts, gibt einem aber eine gute Vorstellung davon, welchen Gewinn man - statistisch gesehen – „rechtmäßig“ erwarten kann.

    Erhöhen

    Ein Spieler erhöht einen gegnerischen Einsatz, indem er einen Betrag als Gebot abgibt, der den zuvor vom Gegner getätigten Einsatz übertrifft (to raise).

    EPT

    Abkürzung für European Poker Tour.

    Expected Value

    Der Expected Value (engl. Erwartungswert), ein Begriff aus der Mathematik, beziffert den Gewinn bzw. Verlust, den man ausgehend von einer konkreten Spielsituation im Durchschnitt langfristig erwarten kann. Er dient dazu, den Mittelwert eines Ergebnisses auf lange Sicht zu errechnen.
    Extra Blind: Ein zusätzlicher Blindeinsatz, der von einem Spieler getätigt wird, der neu an den Tisch kommt, an diesen Tisch zurückkehrt oder seine Sitzposition geändert hat.

    F


    Face Card

    Ein Blatt mit einem Bild (J, Q, K).

    Family Pot

    Ein Pot, um den noch alle oder zumindest sehr viele Active Player spielen. Grundsätzlich spricht man von einem Family Pot, wenn in der Hand mehr als drei Spieler involviert sind. Synonym: Multiway Pot.

    Fast

    Fast bedeutet, wenn ein Spieler eine Hand schnell und aggressiv spielt und bei jeder Gelegenheit setzt oder erhöht. In der Regel empfiehlt sich eine solche Spielweise, wenn man ein bereits vollständiges Blatt („made hand“) gegen ein Blatt mit der Chance auf Verbesserung („drawing hand“) schützen will.

    Favorite

    Favorite steht für eine Hand, die - im Vergleich zu einer anderen Hand – eine statistisch bessere Gewinnchance hat. Gegenteil: Dog.

    Feed the Pot

    Ein Spieler, der den Pot unnötigerweise „füttert“.

    Feeler Bet

    Als Feeler Bet bezeichnet man ein sehr kleines Gebot, das primär darauf abzielt, eine Reaktion des oder der Gegner zu provozieren und auf diese Weise zusätzliche Informationen zu erhalten. Man testet bzw. „fühlt“ nach, welche Hand der Gegner haben könnte. Synonym: Probe Bet.

    Final table

    In einem Turnier, das zu Beginn an mehreren Tischen ausgetragen wird - einem sogenannten Multi-Table-Tournament - wird der letzte Tisch, der regelmäßig die zehn verbliebenen Spieler zählt, als Final table bezeichnet.

    First to act

    Ein Spieler ist „first to act“, wenn er in einer Setzrunde als Erster eine Entscheidung treffen muss. Gegenteil: last to act.

    Fish

    Im Pokerslang bezeichnet man einen Spieler als Fish, der kaum strategische Kenntnisse vorweist und in der Folge häufig Entscheidungen trifft, die einen negativen Erwartungswert (expected value) haben. Die starken und erfahrenen Spieler, die diesen Fischen das Geld aus der Tasche ziehen, bezeichnet man dagegen als Sharks, also als Haie. Eine Stufe darunter, nahe an der Perfektion, befinden sich die Barracudas. Synonym: Moron.

    Fish Hooks

    Der Begriff „Fish Hooks“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand (Hole Card) Bube und Bube (JJ). Die Form des Buchstabens J, der wie ein Angelhaken aussieht, dient dabei als Namensgeber. Synonym: Angelhaken.

    Flat Call

    Ein Flat Call ist das Mitgehen (to call) eines vom Gegner getätigten Einsatzes bzw. einer Erhöhung mit einer so starken Hand, dass man mit dieser auch erhöhen könnte oder dies zumindest zu erwarten wäre. Ein Flat Call kann daher eine Form des Slowplays sein. Synonym: Smooth Call.

    Flop

    Die ersten drei Gemeinschaftskarten werden als Flop bezeichnet.

    Flush

    Ein Flush ist die fünfbeste Pokerhand, die aus fünf Karten der gleichen Farbe (Symbol) besteht.

    Flush-Draw

    Ein Flush-Draw ist ein Draw, der vier Karten der gleichen Farbe (Symbol) enthält und einer fünfte Karte in dieser Farbe bedarf, um sich zu einem Flush zu komplettieren.

    Fold

    Ein Spieler foldet, sofern er seine Karten ablegt und damit aus der Setzrunde aussteigt. Hat dieser Spieler bereits in den Pot investiert, so spielen nur noch die Active Player um die im Pot verbleibenden Einsätze. Der Spieler, der gefoldet hat, steigt erst wieder in der darauf folgenden Setzrunde ins Spiel sein.

    Forced bet

    Unter einer forced bet versteht man einen Zwangseinsatz in Form eines Antes oder Blinds.

    Four of a kind

    Typische Bezeichnung im Pokerslang, wenn ein Spieler einen Vierling, also vier Karten der gleichen Wertigkeit, hält. Synonym: Quads.

    Free card

    Unter einer free card versteht man eine Karte, die ein Spieler „umsonst“ sehen darf. Dies ist der Fall, wenn er in einer Wettrunde keinen Einsatz zahlen muss.

    Freeroll

    Ein Freeroll ist ein kostenloses Turnier, also ein Turnier, für das die teilnehmenden Spieler keine Buy-Ins bezahlen müssen. Da die Preise gesponsort werden, können die Spieler dennoch Bargelpreise gewinnnen.

    Freezeout

    Ein Freezeout ist Turnier, bei dem es keine Rebuys gibt und jeder Spieler ausscheidet, sofern er keine Chips mehr hat. Mit Freezeout wird auch ein Turnier bezeichnet, in dem der gesamte Preispool an den Gewinner geht, während alle übrigen Spieler leer ausgehen.

    Full House

    Ein Full House ist eine Pokerhand, die aus einem Paar und einem Drilling besteht. Haben zwei Spieler ein Full House, gewinnt derjenige mit dem höheren Drilling. Haben beide Spieler den gleichen Drilling, gewinnt der Spieler mit dem höchsten Paar. Synonym: Boat, Full Boat, Full, Full Barn.

    Full Ring

    Als Full Ring bezeichnet man im Poker-Fachjargon einen Pokertisch mit sieben bis zehn Spielern. Im Gegensatz dazu bezeichnet man eine Pokerrunde mit sechs oder weniger Spielern als shorthanded. Das Spiel an Full-Ring-Tischen gestaltet sich in der Regel deutlich ruhiger als an Shorthanded-Tischen, weshalb insbesondere action-orientierte Spieler die Shorthanded-Tische präferieren, weil sie an diesen in kürzerer Zeit mehrere Hände spielen können. Synonym: Full, 10max. Gegenteil: Short, 6max.

    G


    Gambler

    Das Wort Gambler heißt streng übersetzt einfach nur „(Glücks-)Spieler“. Allerdings kann der Begriff positiv wie auch negativ aufgefasst werden. Daher versteht man unter einem Gambler im Pokerslang nicht nur einen sehr guten, professionellen Pokerspieler, sondern gleichzeitig auch einen Spieler, der zum größten Teil auf sein Glück vertraut und eher als Maniac agiert.

    Gemeinschaftskarten

    Der Begriff “Gemeinschaftskarten” bezeichnet die Gesamtheit aller fünf Gemeinschaftskarten, also die drei Flop-Karten, die Turn- und die River-Karte. Diese fünf offen gelegten Karten kann jeder Spieler für die Bildung seiner Pokerhand verwenden. Synonym: Board, Community Cards.

    German Virgin

    Der Begriff „German Virgin“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand Neun und Neun (99) und bezieht sich auf die Antwort, ob man mit einer Jungfrau ins Bett will. Die Antwort: Nein, Nein. Synonym: Deutsche Jungfrau, Meat-Hooks.

    Grand

    Synonymbegriff für 1000$.

    Grinden

    Grinden bedeutet, auf einem bestimmten Limit ohne großes Risiko über lange Zeit konstante Gewinne einzufahren. Ein Grinder bewegt sich auf semiprofessionellem Niveau und erzielt seine Gewinne hauptsächlich bei kleinen oder mittleren Limits. Zwar ist ein Grinder von seinem Können her auch gut genug, um höhere Limits zu spielen. Allerdings sind diese wiederum mit einem höheren Risiko verbunden. Manch ein Kritiker sagt, ein Grinder würde unter seinen eigentlichen Möglichkeiten spielen. Zudem subsumiert man unter den Begriff des „Grindens“ das Hochspielen der eigenen Bankroll. Synonym: Rounder.

    Gutshot

    Der Begriff „Gutshot“ ist eine Synonymbezeichnung für einen inside straight draw oder auch Belly Buster. Darunter versteht man im Poker-Fachjargon eine noch nicht fertige Straße, die zu ihrer Fertigstellung eine Karte in der Mitte fehlt. Synonym: Belly Buster, inside straight draw. Gegenteil: opend ended straight draw.

    H

    Heads-up

    Heads Up bezeichnet ein Pokerspiel mit zwei Spielern. Ein Spieler hat kaum Gelegenheit, auf gute Karten zu warten, sondern muss sich auf seinen Gegner einlassen und dessen Schwachstellen erkennen und ausnutzen.

    I


    In the Money

    Ein Spieler der sich in einem Turnier befindet ist "in the money" (engl. für im Geld - Abkürzung: ITM), wenn mittlerweile so viele Spieler ausgeschieden sind, dass er sicher einen Anteil am Preispool erhält.

    J


    Jack

    Synonymbezeichnung für den Buben (J).

    Jack Ass

    Der Begriff „Jack Ass“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand Ass und Bube (AJ). Synonym: Action Jackson, Air Jordan, Ajax, Black Jack.

    Jackpott

    Ein Jackpot ist ein mit der Zeit immer weiter ansteigendes Preispool, der von einem oder mehreren Spielern ganz oder anteilig gewonnen werden kann.

    Jailhouse Rock

    Der Begriff „Jailhouse Rock“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand Dame und Dame (QQ).

    Junk Hand

    Im Pokerslang bezeichnet man eine schlechte Hand als „Junk Hand“.

    K


    Kangaroos

    Der Begriff „Kangaroos“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand König und König (KK). Synonym: Cowboys, King Kong.

    Key Hand

    Eine Key Hand (engl. Schlüsselhand) ist eine Hand, die einen Wendepunkt in einem Pokerspiel markiert, egal, ob zum Guten oder zum Schlechten. Wem beispielsweise ein Double up gelingt, der hat in der Regel eine Key Hand gewonnen.

    Kicker

    Unter einem Kicker versteht man eine Karte, die nicht zum eigentlichen Blatt zählt. Allerdings kann die Höhe des Kickers im Showdown eine wichtige Rolle spielen und über Sieg oder Niederlage entscheiden. Halten zwei Spieler eine Pokerhand der gleichen Wertigkeit, so entscheidet die Höhe des Kickers über den Pot. Synonym: Beikarte.

    King Kong

    Der Begriff „King Kong“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand König und König (KK). Synonym: Cowboys, Kangaroos.

    Kojak

    Der Begriff „Kojak“ ist eine Synonymbezeichnung für die Starthand König und Bube (KJ).

    L

    Limpen

    Ein Spieler limpt, wenn er in der ersten Wettrunde nur den Big Blind mitgeht, um im Spiel zu bleiben. Er callt den Big Blind, raised aber nicht.

    M

    Magriel’s M

    Zentraler Begriff aus der Turnier-Strategie. Es definiert das Verhältnis des eigenen Stacks zu den Blinds und Antes innerhalb einer Runde und ermöglicht so eine grobe Einschätzung, wie lange – also wie viele Hände, wie viele Runden – ein Spieler noch mit seinem Stack überleben kann, bevor er All-In gehen muss. Dabei wird davon ausgegangen, dass er keine Hand spielt.
    Berechnet wird das M folgendermaßen:
    M = Stack des Spielers : (Blinds + Spieler am Tisch * Ante)

    Dan Harrington stellte im zweiten Teil seines Buches ein Zonensystem dar, bei dem er sich am M des Spielers orientiert. Je nach Zone muss unterschiedlich gespielt werden. Ein anderes M bedeutet, dass der Spieler einem anderen Druck ausgesetzt ist – mal herrscht weniger Druck, mal mehr. Mit einem geringeren M können somit weniger komplexe Spielzüge gespielt werden.

    > Grüne Zone: M ≥ 20
    Die Grüne Zone bietet dem Spieler eine relativ entspannte Ausgangssituation. Er kann hier seine nächsten Hände gründlich auswählen. Dabei bleibt es auch ihm überlassen, ganz gezielt ein Risiko einzugehen, für den Fall, dass eine hohe potentielle Auszahlung es rechtfertigen würde.

    > Gelbe Zone: 10 < M < 20
    In der gelben Zone steigt der Druck auf den Spieler allmählich an. Ein zurückhaltendes Spiel ist hier nicht mehr möglich. Der Spieler ist gezwungen stärkere Risiken einzugehen und mehr Hände zu spielen. Nur so kann er möglicherweise seinen Stack aufbauen.

    > Orange Zone: 6 < M < 10
    In der orangefarbenen Zone ist noch mehr Risiko gefragt. Um ein höheren Stack zu bekommen, muss der Spieler angriffslustiger spielen. Komplexe Spielzüge funktionieren zu diesem Zeitpunkt meist nicht mehr, denn dem Spieler fehlen die Chips, er kann nicht mehr genügend Druck ausüben.

    > Rote Zone: 1 < M < 5
    In der roten Zone fehlt dem Spieler jeglicher Spielraum. Er kann nur noch All-In gehen oder seine Hand aufgeben. Für einen anderen Spielzug reichen seine Chips nicht aus. In dieser Situation kann der Spieler es sich auch nicht erlauben, auf eine gute Hand zu warten. Vielmehr muss er sich bemühen, bei jeder sich ihm bietenden Situation, die günstig erscheint, auch mit unspektakulären Händen All-in zu gehen. Besonders bietet sich dies dann an, wenn es ihm möglich ist, als Erster in die Hand einzusteigen.

    > Tote Zone: M < 1
    In der toten Zone ist der Spieler im Gunde schon aus dem Turnier. Seine Chips reichen schon nicht mehr aus, um durch ein All-In zu erreichen, dass alle seine Gegner ihre Hände ablegen. In dieser Situation hilft nur noch Glück.

    Main Pot

    Bezeichnung für den Hauptpot einer Hand. Alle noch aktiven Spieler haben die Chance, ihn zu gewinnen. Sobald ein Spieler All-In geht, setzen daraufhin noch mindestens zwei Spieler die Hand fort. Ihre Einsätze – also die Einsätze nach dem Mitgehen des All-ins – kommen in einen separaten Pot, Nebenpot oder Side Pot genannt. Diesen Pot können nur die Spieler gewinnen, die auch in ihn einbezahlt haben.

    Maniac

    Bezeichnung für sehr aggressive Spieler. Diese Art von Spieler spielt meist viele Karten/Blätter. Typisch sind häufige Versuche, Spiele lediglich durch Aggression für sich zu entscheiden. Das Spiel des Maniac ist von häufigem Erhöhen, Setzen und Bluffen geprägt. Dies lässt sich als Extremform des Loose-Agressive-Stils bezeichnen.

    Massaging the pot

    Bezeichnet ein Vorgehen mit dem Ziel, den Pot auf eine bestimmte Weise größer werden zu lassen. Durch lediglich kleine Einsätze wird versucht, einen oder auch mehrere Mitspieler dazu zu bewegen, in der Hand zu bleiben. So kann der Pot nach und nach mit kleinen Schritten anwachsen. Dieses sanfte Vorgehen wird auch massieren genannt.

    Metagame

    Der Begriff Metagame steht übergeordnet für alle psychologischen Aspekte des Online-Pokers. Diese Aspekte üben zwar einen direkten Einfluss darauf aus, welche Erwartungen aus einer bestimmen Hard-Board-Gegner-Kombination hervorgehen, jedoch ist es nicht möglich, diese Aspekte in irgendeiner Weise mathematisch quantitativ zu bestimmen.

    Teil des Metawissens stellen daher z.B. das Wissen um gängige oder klassische Spielweisen für ein bestimmtes Limit, die Anwendung dieser Spielweisen, sowie das Ausnutzen oder auch das Vortäuschen eines solchen Vorgehens dar.

    Micro-Limit

    Bezeichnung für sehr geringe Limits. Sie umfassen lediglich Cent-Beträge und sind somit die kleinstmögliche Variante um Geld spielbarer Limits.

    Mid-Stake

    Bezeichnung für die nächst höhere Stufe nach den Low-Limits. Sie umfassen Einsätze, die im Bereich mehrerer Dollars liegen - so können sich die Pötte in den Bereichen von ein paar hundert bis zu wenigen tausend Dollars erstrecken.

    Middle Pair

    Bezeichnung für ein Kartenpaar bei Pokervarianten mit Gemeinschaftskarten, welches sich aus einer Karte aus den Hole Cards und einer aus den Board Cards zusammensetzt, wobei die Gemeinschaftskarte die zweithöchste oder eine von mittlerer Höhe im Vergleich zu den anderen Gemeinschaftskarten sein muss.

    Ein Beispiel aus Texas Hold’em:
    Durch seine Herz-Dame und die Pik-Dame, die die zweithöchste Gemeinschaftskarte darstellt, hält der Spieler ein Middle Pair.

    Middle Position

    Die Reihenfolge der im Laufe einer Runde agierenden Spieler wird durch die Position des Dealers (Kartengeber) festgesetzt. Bei solchen Spielen bezeichnet die Middle Position die mittleren Positionen/Plätze. In Texas Hold’em, an einem mit zehn Spielern voll besetzten Tisch, würde die Middle Position auf die sechste, siebte und achte Position fallen. Diese werden auch als MP, MP2 und MP3 bezeichnet.

    Die Spieler auf der Middle Position unterliegen einerseits einem Nachteil gegenüber den Gegnern, die nach ihnen am Tisch sitzen. Andererseits können sie auch von einem günstigeren Ausgangspunkt gegenüber den vorangegangenen Spielern profitieren, da sie deren Entscheidungen beobachten können.

    Minraise

    Der Begriff Minraise beschreibt die Erhöhung um den Mindesteinsatz.

    Beispiel: Die Blinds betragen $2/$4. Angenommen der Spieler, der sich auf der ersten Positon befindet, erhöht vor dem Flop auf $6. Da der Mindestbetrag für eine Erhöhung 2$ misst, hat der Spieler ein Minraise gespielt.

    Mitgehen

    Bezeichnet die Situation, in der ein Spieler genau den Betrag in den Pot einzahlt, den zuvor auch schon der Gegner gesetzt hat. Das englische Äquivalent des Begriffes lautet call.

    Beispiel: Spieler 1 setzt $10.00. Daraufhin zahlt Spieler 2 genau $10.00. So geht er den Einsatz mit.

    Modified Outs

    Synonym für Discounted Outs.

    Monster

    Bezeichnung für eine sehr starke Hand, z.B. ein Flush.

    MTT

    Abkürzung für Multi-Table-Tounament: ein Turnier, das an mehreren Tischen gleichzeitig startet. Mit Fortschreiten des Turniers schreitet auch das Ausscheiden immer weiterer Spieler voran. Dadurch frei werdende Plätze an Tischen werden durch andere Spieler von anderen Tischen ersetzt, indem die Spieler umgesetzt werden. So werden die Tische wieder aufgefüllt und die Gesamtanzahl der Tische verringert sich automatisch. Dies wird solange betrieben, bis am Ende nur noch lediglich ein Tisch übrig ist. Diesen Tisch nennt man auch den Final Table. An ihm wird das Turnier beendet und der Turniersieger ermittelt.

    Bei einem MTT kann die Teilnehmerzahl stark variieren. Sie umfasst eine breite Spanne und kann von lediglich zwei Dutzend bis zu mehreren tausend Teilnehmern reichen.

    Dem MTT gegenüber steht das STT, das Single-Table-Tounament. Es findet an lediglich einem Tisch statt und ist dadurch in der Teilnehmerzahl begrenzt.

    Muck

    Beschreibung für einen bestimmten Bereich auf dem Pokertisch. In diesem Bereich werden alle toten Karten nieder gelegt. Das beinhaltet alle Burn cards und die Karten der Spieler, die bereits gefolded, d.h. ihre Hand aufgegeben, haben.

    Auf deutsch bedeutet muck das Ablegen der Hand, ohne dabei sein Blatt zu zeigen.

    Multiway Pot

    Der Begriff Multiway Pot wird verwendet, wenn mehr als drei Spieler in einer Hand involviert sind.

    N

    Negative Bankroll

    Beschreibt eine bestimmte Situation in einem Spiel: Das Spiel befindet sich in der letzten Runde vor dem Showdown. Ein Spieler checkt mit der Intention, ein Gebot eines Gegners – meist ein All-In – mit Sicherheit zu halten, ohne jedoch selbst zu setzen. Durch diese Aktion eröffnet er seinem Gegner die Chance, zu reagieren. Für den Fall, dass der Gegner eine schwache Hand hat, kann dieser check behind spielen und es kann ohne zusätzlichen Einsatz zum Showdown kommen, bei dem diese schwache Hand des Gegners geschlagen werden würde. Für den Fall, dass der Gegner eine starke Hand hat, wird dieser ohnehin setzen.

    Nit

    Bezeichnung für einen Spieler, der tight-passiv vorgeht. Er geht im Normalfall größeren Pötten aus dem Weg. Ihn begleitet konstant die Sorge, dass der Gegner trotz seiner eigenen guten Hand noch eine bessere haben könnte und ihn somit schlagen würde. Weiter Bezeichnungen für einen solchen Spielertypen sind rock oder weak-tight.

    Nitty

    Nitty bezeichnet die Spielweise eines übervorsichtigen, passiven Spielers, eines Nits.

    N-Limit

    Der Begriff No-Limit bezeichnet eine spezielle Bietstruktur. Hierbei sind die Einsätze der Spieler lediglich durch ihre Stackhöhe beschränkt. Somit kann ein Spieler – sobald er in der Position ist, etwas setzen zu dürfen – auch einen beliebig hohen Betrag setzen. Nach oben hin wird das Gebot nur durch den eigenen Stack begrenzt. Der Spieler darf auch seinen kompletten Stack setzen, also All-In gehen. Nach unten hin gilt normalerweise eine Beschränkung durch den letzten Einsatz/die letzte Erhöhung der Runde.

    Nuts:

    Beschreibt die Hand, die in einer gegebenen Spielsituation die Beste ist. Dafür müssen alle Karten – geteilte und bekannte – mit einbezogen werden. Der Begriff Nuts kann auch in Kombination mit einer Handkategorie genannt werden, z.B. Nuts-Straight. Hiermit ist dann die in dieser Situation bestmögliche Straße gemeint. Ein anderer Begriff für Nuts ist Lock.

    O

    Odds

    Die Odds-Schreibweise, auch odds against bezeichnet, gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass der Draw nicht ankommt. Outs beschreiben die Karten, die dem Spieler helfen können, seine Drawing Hand zu vervollständigen. Es liegt immer eine eindeutige Wahrscheinlichkeit für das Austeilen einer solchen Karte vor. Die Wahrscheinlichkeit genau dafür wird als odds against bezeichnet.
    Berechnet wird sie folgendermaßen:
    Günstige Ereignisse : ungünstige Ereignisse = Odds against

    Dies würde folgendes für die nächste Karte, die ausgeteilt wird, bedeuten:
    Nicht hilfreiche Karte : hilfreiche Karte = Odds against

    Eine etwas andere Berechnungsweise der Wahrscheinlichkeit wäre auch:
    (Unbekannte Karten – Outs) : Outs = Odds against

    OESD

    Abkürzung für Open Ended Straight Draw.

    On the come

    On the come beschreibt den Status eines Spielers, der einen Draw hält. Auch eine Handlung kann on the come ausgeführt werden. Dies ist der Fall, wenn sie von einem Spieler ausgeführt wird, der einen Draw spielt.

    Open Raise

    Beschreibt eine Erhöhung in der ersten Wettrunde, also einen Raise. Bedingung für einen Open Raise ist, dass zuvor kein anderer Spieler in die Hand eingestiegen ist.

    Out of line

    Bezeichnung für einen Spieler, der von seiner gewohnten Spielweise abkommt. Er spielt also anders, als es für genau diesen Spieler üblich wäre. Dies kann entweder nur kurz der Fall sein, während einer Hand, oder auch über einen längeren Zeitraum hinweg geschehen. Eine solche Situation stellt immer einen Hinweis dar. Auf was dieser Hinweis aufmerksam machen sollte, hängt immer von der Position und Situation des Spielers, der Spiels und seiner Gegner ab.

    Out of Position

    Out of Position ist man immer in Bezug auf einen seiner Gegner. Out of Position liegt dann vor, wenn der Spieler in einer Runde handeln muss, bevor es sein Gegner tun muss, also vor ihm am Zug ist.

    Outrun

    Outrun bedeutet auf Deutsch einholen. Es beschreibt die Situation, dass man seinen Gegner am Ende noch besiegen konnte, obwohl man zu Beginn des Spiels mit seinen Karten unterlegen war.

    Outs

    Bezeichnung für all die Karten, die noch im Kartendeck sind, also noch nicht in den Spielverlauf gelangt sind. Speziell sind damit genau die Karten gemeint, die sich für die eigene Hand als günstig erweisen. Sie vervollständigen die eigene Hand, die eigenen Draws, soweit, dass der Spieler in die Lage kommen kann das Spiel zu gewinnen.

    > Discounted Outs

    Bezeichnet Outs, die zwar den eigenen Draw vervollständigen würden, aber zugleich auch dem Gegner in die Hand spielen und ihm zu einer überlegenen Hand verhelfen würden. Wenn man nun seine Outs um genau die Karten reduziert, indem man sie nicht beachtet, spricht man von Discounted Outs.

    Over the top

    Ein Spieler kommt genau dann over the top, wenn er auf den Raise, der vor ihm gespielt worden ist, noch einen draufsetzt, also noch einmal erhöht.

    Overbet

    Als Overbet bezeichnet man das Überbieten des Pots. Das liegt vor, wenn ein Betrag gesetzt wird, der alleine größer ist als der aktuelle Pot an sich.

    Overcall

    Wenn ein Spieler nach einem direkt vorangegangen Call eines Mitspielers auch callt und nicht erhöht, dann overcallt er. Er geht als zweiter Spieler in Folge den Einsatz mit. Dass er nicht als einziger gecallt hat, erschwert seine Situation. Er muss nicht nur seinen Gegner übertreffen, sondern auch den ihm vorangegangen Spieler, der bereits vor ihm gecallt hat. Dafür braucht er entweder eine bessere Hand oder bessere Pot Odds, als wenn er alleine den Einsatz mitgeht.

    Overcards

    Englischer Begriff für Überkarten.

    Overpair

    Dieser Begriff bezieht sich auf Spiele mit Gemeinschaftskarten, wie z.B. Texas Hold’em. Ein Spieler hält dann ein Overpair, wenn er in seinen eigenen Karten ein höher gewertetes Paar hält, als es jedes Paar wäre, das aus einer Kombination mit irgendeiner der Gemeinschaftskarten gebildet werden kann.

    Overplay

    Ein Spieler kann eine Hand overplayen, indem er mehr Geld in sie investiert und weiter mit ihr geht, als es der tatsächliche Wert der Hand eigentlich erlauben würde. Das Overplayen tritt meist in der Situation auf, in der ein Spieler zu Beginn mit einer sehr guten Hand das Zepter an sich nimmt. Meist verpasst er dabei jedoch genau den Punkt, an dem sich hätte wieder zurücknehmen sollen. Durch sein aggressives Spiel erkennt er nicht, dass seine Hand an Stärke eingebüßt hat und eventuell sogar schon geschlagen ist. In einer solchen Situation sollte er sich zurücknehmen

    Overrolled

    Der Begriff Overrolled leitet sich von Bankroll ab. Angenommen, ein Spieler hat im Grunde das nötige Geld, um in ein höheres Limit aufzusteigen, er tut dies aber nicht. Stattdessen bleibt er für längere Zeit auf dem gleichen Limit wie zuvor – also ein niedrigeres. Liegt dies vor, dann spielt er overrolled.

    Overset

    Ein Overset bezieht sich auf Pokervarianten mit Gemeinschaftskarten. Ein Set ist eine Kartenkombination eines Spielers für einen Drilling, der sich aus zwei Hole Cards und einer Board Card ergibt. Der Spieler hält dann ein Overset, wenn sein Set in der gleichen Hand besser, bzw. größer ist als das Set eines anderen Spielers.

    P

    Pair

    Ein Pair, bzw. ein Paar, beschreibt eine Hand mit zwei Karten gleicher Wertigkeit.

    Paired

    Bezeichnung für eine bestimmte Konstellation in einer Gruppe von Karten. Die Gemeinschafskarten bei Texas Hold’em z.B. sind paired, wenn sie ein Paar (Pair) enthalten, also 2 gleichwertige Karten.

    Passive

    Ein Spieler, der nicht häufig setzt oder nur selten erhöht, wird als passiver Spieler bezeichnet. Er bevorzugt, wenig aggressiv zu spielen und überlässt es den anderen Spielern, die Initiative zu übernehmen. Er agiert ungern und konzentriert sich somit darauf, zu reagieren.

    Payout

    Das Payout ist die Auszahlung. Dieser Begriff bezeichnet den Gewinn, den ein Spieler bei einer bestimmten Platzierung in einem Turnier erhält.

    Payout Structure

    Die Payout Structure ist die Auszahlungsstruktur. Sie beschreibt die strukturelle Festlegung des Preisgeldes auf die verschiedenen Platzierungen bei einem Turnier. Das gesamte Preisgeld wird über prozentuale Anteile auf die Gewinner mit den verschiedenen Platzierungen aufgeteilt. Die Payout Structure gibt zuerst an, welche Platzierungen überhaupt ein Preisgeld erhalten und schließlich, wie hoch diese sein wird.

    Eine gebräuchliche Payout structure für Sit and Go's sieht folgendermaßen aus:
    1. Platz: 50% des Preisgeldes
    2. Platz: 30% des Preisgeldes
    3. Platz: 20% des Preisgeldes
    Die darunter liegenden Plätze erhalten keinen Anteil am Preisgeld.

    Peelen
    Bezeichnung für einen Spielzug, bei dem der Spieler mit einer ganz bestimmten Absicht mit dem gegnerischen Einsatz mitgeht: Er möchte in der nächsten Runde gegebenenfalls seine Hand aufgeben, wenn der Gegner weiter aggressiv vorgeht. Im übertragenden Sinne schält der Spieler damit die nächste Karte vom verbleibenden Kartenstapel. Sollte sich dadurch seine Hand bedeutend verbessern, muss die eigene Spielsituation neu eingeschätzt und bewertet werden.

    PFR

    Abkürzung für Preflop Raise. Dieser gibt die prozentuale Häufigkeit des Spielers für eine Erhöhung in der ersten Bietrunde an. Ein PFR von 10% bedeutet daher, dass der Spieler durchschnittlich jede zehnte Hand erhöht.

    Playability

    Bezeichnung für die Spielbarkeit einer Hand, also wie einfach eine Hand zu spielen ist. Die Playability ist umso geringer, umso höher die Komplexität der Hand ist, umso schwerer ihre Stärken abzuwägen sind und umso unklarer die Einschätzung der gesamten Situation ausfällt. Eine hohe Playability beschreibt eine Hand, mit der man seine eigene Situation gut einordnen kann und die einen im Grunde nicht zu risikoreichem Handeln bewegt. Der Spieler gelangt bei einer hohen Playability im Normalfall nicht in die Situation, zu viel in eine unterlegene Hand zu investieren.

    Pocket Pair

    Eine Starthand mit einem Paar wird in Texas Hold’em Pocket Pair genannt. Angenommen ein Spieler hält gleich zu Beginn zwei Damen (Queens), dann hält er Pocket Queens.

    Pocket Rockets

    Bezeichnung für die Besonderheit von zwei Assen als Starthand in Texas Hold’em.

    Poker

    Begriff für verschiedene Varianten eines Kartenspiels. Bei allen Varianten ist es das Ziel der Spieler, eine möglichst gute Katenkombination im Verlauf eines Spiels zu erreichen. Diese setzt sich meist aus fünf Karten zusammen. Ein Spiel besteht aus verschiedenen Bietrunden, in denen die Spielteilnehmer Geld auf ihre Karten setzen können. Das gesetzte Geld wird im so genannten Pot gesammelt. Jeweils am Ende eines Spiels bekommt der Gewinner das Geld aus dem Pot.

    Poker wird sowohl als Strategiespiel aber auch als Glücksspiel angesehen. Abhängig ist diese Sichtweise auch von der Spielart. Poker kann entweder gegen einen Dealer gespielt werden – dies wäre die Kasino-Variante und würde Poker eher dem Glücksspiel zuordnen – oder es kann gegen echte Mitspieler gespielt werden – dann gilt es weithin als Strategiespiel, bei dem die eigene Taktik entscheidet.

    Außerdem ist der Begriff Poker auch ein Synonym für einen Vierling, also 4 gleichwertige Karten.

    Pokervarianten

    Inzwischen gibt es sehr viele verschiedene Varianten und Untervarianten des Poker:

    Spiele mit Gemeinschaftskarten

    Ein Spiel mit Gemeinschaftskarten bedeutet, dass die Spieler zu Beginn einer Hand eine bestimmte Anzahl persönlicher Karten (Hole Cards) bekommen, die nur dem Spieler selbst gehören. Im Verlauf des Spiels werden weitere Karten ins Spiel gebracht. Diese werden offen auf den Tisch gelegt, für jeden sichtbar. Jeder Spieler darf diese offenen Karten, die Gemeinschaftskarten (Board Cards), für seine Hand mit verwenden, um die beste Kartenkombination zu bilden.
    Am bekanntesten sind als Pokervarianten mit Gemeinschaftskarten Texas Hold’em und Omaha.

    Stud-Poker:

    Pokervariante ohne Gemeinschaftskarten. Hier wird den Spielern im Verlauf einer Runde jeweils eine weitere neue Karte ausgegeben. An jede Runde, in der eine weitere Karte gegeben wird, schließt eine Bietrunde an.
    Eine Variante des Stud-Pokers ist Seven Card Stud. Hier bekommt ein jeder Spieler zu Beginn des Spieles eine offene und zwei verdeckte Karten. Der weitere Spielverlauf umfasst vier Bietrunden. Jeder Spieler bekommt weitere Karten gegeben. Zuerst aufeinanderfolgend drei offene Karten und schließlich noch eine verdeckte. So hält am Ende jeder Spieler insgesamt sieben Karten. Aus diesen kann er seine Pokerhand bilden. Die vier offenen Karten eines jeden Spielers können zwar von den Gegnern gesehen werden, doch verwenden darf sie nur der Spieler selbst.

    Draw-Poker

    Das andere Extrem zu Gemeinschaftskarten-Pokervarianten ist Draw-Poker. Hier bekommt jeder Spieler nur und ausschließlich verdeckte Karten. Ohne offene Karten kann der Spieler keine Informationen über die Karten der Gegner direkt aus den Karten gewinnen. Nach der Kartenvergabe zu Beginn haben die Spieler die Möglichkeit, Karten aus ihrem Blatt auszutauschen. Dazu finden entweder eine oder auch mehrere Draw-Runden statt. So hat der Spieler die Möglichkeit, sein Blatt zu verbessern.

    Low-Spiele

    Bezeichnung für Spiele, bei denen das niedrigste, also das schlechteste Blatt gewinnt (und nicht das höchste). Eine Variante für ein Low-Spiel wäre Razz oder auch die Draw-Spiele Lowball und Deuce to Seven Triple Draw.

    Hi/Lo-Spiel

    Bezeichnung für gemischte Varianten. Bei dieser Spielart gewinnt sowohl die beste, als auch die schlechteste Hand. Beide Gewinner teilen sich den Pot. Beispielhaft hierfür sind Omaha Hi/Lo oder Seven Card Stud Hi/Lo.

    Pokerhände

    Der Begriff Pokerhand steht für eine Kartenkombination aus fünf Karten. Je wahrscheinlicher das Auftreten genau dieser Kombination ist, desto mehr wert ist die Hand.

    Royal Flush: Kombination aus Zehn, Bube, Dame König und Ass derselben Farbe.

    Straight Flush: Kombination aus fünf direkt aufeinander folgenden Karten derselben Farbe.

    Vierling (four of a kind): Kombination aus vier Karten mit dem gleichen Wert.

    Full House: Kombination aus einem Drilling und einem Paar.

    Flush: Kombination aus fünf Karten derselben Farbe.

    Straße (straight): Kombination aus fünf direkt aufeinander folgenden Karten.

    Drilling (tree of a kind): Kombination aus drei Karen mit dem gleichen Wert.

    Zwei Paare (two pair): Kombination aus zwei Paaren.

    Paar (pair): Kombination aus zwei Karten mit dem gleichen Wert.

    Höchste Karte (high card): Kombination aus fünf Karten ohne Paar oder irgendeiner besseren Kartenkombination.

    Pokerschule (Poker School)

    Eine Pokerschule kann an einem realen oder virtuellen Ort existieren. Dort bietet sich jedem die Möglichkeit, strategisches Pokern zu erlernen.

    Poker-Strategie (Poker Strategy)

    In der Vergangenheit hatte Poker das Image eines Glücksspiels. In den letzten Jahren jedoch veränderte sich das Image des Spieles. Durch einen großen Pokerboom verursacht, konnte sich Poker als Strategiespiel etablieren.

    Strategische Überlegungen und strategisch durchdachtes Vorgehen bewirken, dass unterm Strich der bessere Spieler immer dem schlechteren überlegen sein wird. Die Pokerstrategie, die immer angewendet werden kann, gibt es jedoch nicht. Vielmehr handelt es sich hierbei um mehrere Ansätze basierend auf den gleichen Grundlagen. Diese Grundlagen des Pokerspiels bilden die Mathematik, die Wahrscheinlichkeitsrechnung und die Psychologie.

    Pokerbot

    Anderer Begriff für Bot.

    Pokerchips

    Bezeichnet eine kleine Scheibe aus Plastik. Jede Scheibe hat einen bestimmten Wert. Eingesetzt werden die Chips bei Turnieren. Häufig finden sie auch bei Cash Games als Ersatz für das Echtgeld, also Münzen und Geldscheine, am Pokertisch Verwendung. So ist ein direkter Umgang mit Echtgeld während des Spieles nicht notwenig. Am Ende kann der Chip entsprechend seines Wertes wieder in Geld umgetauscht werden.

    Post Oak Bluff

    Bezeichnung einer bestimmten Handlung während eines Spiels. Dabei gibt der Spieler in der letzten Wettrunde, also der Runde vor dem Showdown, ein zur Höhe des Pots vergleichsweise geringes Gebot ab. Dadurch will er seinen Gegner glauben lassen, dass er selbst eine überlegene Hand hat. Wenn der Bluff funktioniert, dann legt der Gegner daraufhin seine Karten ab und der Spieler selbst kann für einen nur kleinen Einsatz den Pot gewinnen.

    Postflop

    Diese Bezeichnung findet in Texas Hold’em und Omaha Verwendung. Postflop sind die Spielabschnitte, die nach dem Austeilen des Flops folgen.

    Pot

    Bezeichnung für den Pool, in den die Einsätze eingezahlt werden. Er geht am Ende an den Gewinner. Bei Pokervarianten mit mehreren Gewinnern (z.B. Hi/Lo-Varianten) wird der Pot aufgeteilt; man spricht von einem Split Pot.
    Es gibt auch die Möglichkeit, dass es in einer Hand mehrere Pötte gibt. Dabei wird dann zwischen Side Pot und Main Pot unterschieden.

    Pot committed

    Bezeichnung für die Situation eines Spielers, der schon sehr viel Geld, bzw. Chips in den Pot einbezahlt hat, so dass ihm im Grunde keine Andere Wahl bleibt, als bis zum Ende im Spiel zu bleiben.

    Pot Control

    Bezeichnet das Verhalten eines Spielers, das den Zweck hat, den Pot zu kontrollieren, indem der Spieler versucht, die Höhe zu bestimmen. Hierbei kann entweder ein möglichst großer oder ein möglichst kleiner Pot angestrebt werden.

    Pot Odds

    Bezeichnung für das Nutzen-Kosten-Verhältnis für das Tätigen eines Einsatzes.
    Dieses Verhältnis wird folgendermaßen berechnet:
    Möglicher Gewinn : Einsatz = Pot Odds

    Pot Odds werden meist dann berücksichtigt, wenn ein Spieler den langfristigen Erfolg abschätzt, den das Mitgehen eines Einsatzes erbringen kann.

    Pot Sweetener

    Bezeichnung meist kleine Einsätze, die den Pot anfüllen, ihn also versüßen, aber nicht die Schlagkraft haben, die Gegner zum Aussteigen zu bewegen.

    POW

    Abkürzung für Pay-Off-Wizard

    Preflop

    Diese Bezeichnung findet in Texas Hold’em und Omaha Verwendung. Der Preflop ist der Spielabschnitt, der vor dem Teilen des Flops stattfindet.

    Probe Bet

    Synonymer Ausdruck für Feeler Bet.

    Protected Pot

    Bezeichnung für einen geschützten Pot. Sobald ein Spieler All-In ist, ist der Pot protected, d.h. ein Bluff reicht nicht mehr aus um den gesamten Pot zu gewinnen.

    Protection

    Als Protection (= Schutz) bezeichnet man das Vorgehen, mit dem man seine eigene starke Hand davor schützt, von anderen gegnerischen Draws überwunden zu werden. Man zwingt die Gegner durch verschiedene Maßnahmen dazu, ihre Hände abzulegen und so die eigene Hand zu schützen.

    Protection Bet

    Bezeichnung für den Einsatz, den ein Spieler setzt, um die eigene Hand zu schützen. Dieser ist so hoch, dass die Gegner entweder nicht mehr genug Geld investieren können oder wollen, um ihren eigenen weiter Draw weiter zu spielen.

    Pure Bluff

    Bezeichnet eine besondere Art des Bluffs. Dabei versucht der Spieler trotz eines relativ schlechten Blattes seine Spieler zum Ausstieg zu bewegen, denn nur wenn die Gegner ihr Blatt abwerfen, ist der Spieler mit seiner Hand in der Lage das Spiel für sich zu entschieden.

    Push

    Push zu spielen bedeutet, All-In zu gehen.

    Q

    Q

    Das Q beschreibt den Wert für das Verhältnis des eigenen Stacks eines Spielers im Vergleich zum durchschnittlichen Stack aller Spieler (= average Stack) in einem Turnier. Es wird auch Harrington’s Q genannt, nach Dan Harrington.

    Das Q wird folgendermaßen berechnet:
    Spielerstack : Average Stack = Q

    Quads

    Ein Synonym für vier gleiche Karten, also einen Vierling (four of a kind).

    Qualifier

    Der Qualifier ist wichtig in Hi/Lo-Pokervarianten. Er gibt einen Mindestwert an, der notwendig ist, um einen Teil der Pots zu bekommen. Meist stellt der Qualifier eine Bedingung für den Low-Part.

    Quartered

    Wenn bei einer Spielsituation vier Spieler den Pot gemeinsam gewinnen, bekommt jeder nur ein Viertel des Pots. Das bedeutet der Spieler quartered.

    R

    Rabbit Hunt

    Bei Spielen mit Gemeinschaftskarten ist es häufig der Fall, dass nach dem Ende des Spiels die Gemeinschaftskarten, die im weiteren Verlauf aufgedeckt worden wären, noch angeschaut werden, um herauszufinden, ob die angestrebte Hand hätte vervollständigt werden können. Dieses Vorgehen bezeichnet man als Rabbit Hunt (= Hasenjagd).

    Rags

    Sehr schlechte oder gar wertlose Karten.

    Railbird

    Bezeichnung für den Zuschauer bei einem Pokerspiel.

    Raise

    Das Raise (= Erhöhen) beschreibt eine Aktion des Spielers. Dabei erhöht er den Einsatz und setzt einen noch höheren Betrag als sein Gegner vor ihm.
    Folgt das eigene Raise dem Raise eines Gegners - der Spieler erhöht also erneut, wird dies als Reraise bezeichnet.

    Rake

    Bezeichnet den Teil des Pots, den das Casino/der Veranstalter/Betreiber für sich behält, um die eigenen Kosten zu decken. Ein anderes Wort für diesen Anteil ist Chop.

    Range

    Die Range eines Spielers gibt die Menge aller Karten an, bei denen er auf gleiche Art agieren würde.
    Während des Spiels stellen die Spieler Überlegungen an, mit welcher Hand der Gegner so reagieren würde, wie er es in diesem Moment tut.

    Die Range hat immer einen Bezug zur momentanen Spielsituation:
    Calling Range: umfasst den Bereich an Händen, mit denen ein Spieler Einsätze mitgeht.
    Raising Range: umfasst den Bereich an Händen, mit denen ein Spieler erhöht
    Open-Raising Range: umfasst den Bereich an Händen, mit denen ein Spieler first in erhöht
    Pushing Range: umfasst den Bereich an Händen, mit denen ein Spieler All-In geht.

    Reading

    Bei Reading (= Lesen) fügt der Spieler alle Informationen über den Gegner zusammen und versucht z.B. über frühere Hände, dessen Eigenarten und allgemeine Spielweise die Aktionen des Gegners zu analysieren. So stellt er Vermutungen über das Blatt des Gegners an und versucht, seine eigenen Aktionen auf die für den Gegner vermuteten Aktionen abzustimmen.

    Rebuy

    Beschreibt eine Eigenschaft eines Turniers. Bei so genannten Rebuy-Turnieren ist es dem Spieler möglich, sein automatisches Ausscheiden aus dem Turnier zu verhindern. Nach dem Verlust fast all seiner Chips kann er weitere nachkaufen und bleibt so weiter im Spiel.
    Meist jedoch ist diese Aktion durch Rebuy-Phasen eines Turniers begrenzt und findet nur zu Beginn des Turniers statt.

    Redraw

    Wenn ein Spieler eine Kartenkombination hält, die zugleich noch eine Möglichkeit auf eine bessere Hand birgt, dann ist das ein Redraw.

    Reraise

    Erhöht ein Spieler unmittelbar nach einer Erhöhung erneut, dann ist dies ein Reraise.

    Reverse Implied Odds

    Bezeichnung für verlustbereinigte Pot Odds. Sie sind geringer, da sie mögliche Verluste in der Zukunft mit einbeziehen. Solche Verluste treten immer dann auf, wenn der Gegner eine bessere Hand hält, oder im Verlauf des Spiels ein besseres Blatt entwickeln kann.

    River

    Die fünfte Gemeinschaftskarte, also die letzte geteilte Karte, heißt River. Im Texas Hold’em wird sich auch 5th Street genannt.

    River Rat

    Bezeichnung für den Spieler bezeichnet, dem es gelingt durch die letzte Gemeinschaftskarte – den River – seine Hand noch deutlich zu verbessern und so vorher bessere Hände doch noch zu schlagen.

    Rock

    Rock (= Fels) ist eine Bezeichnung für einen Spielertyp. Es beschreibt einen Spieler, der sehr passiv und vorsichtig vorgeht und nur sehr gute Starthände spielt.

    ROI

    Abkürzung für „Return on Investement“. Bezeichnet den Profit eines Spielers, den er aus der Teilnahme an einem Turnier für sich verzeichnen kann.
    Berechnet wird der ROI folgendermaßen:

    (100*Reingewinn : Buy-In) = ROI

    Rounder

    Dieser Begriff wird synonym für Grinder verwendet.

    Royal Flush

    Die höchste Kartenkombination beim Poker, also die beste Hand. Sie setzt sich aus Zehn, Bube, Dame, König und Ass derselben Farbe zusammen.

    Runner-Up

    Der Spieler eines Turniers, der den 2. Platz belegt, wird Runner-Up genannt

    Runner-Runner

    Bezeichnung für zwei perfekte Karten, die als die letzten beiden Gemeinschaftskarten aufeinander folgen und eine Hand vervollständigen.

    S

    Sandbagging

    Synonym für Slowplay; Synonym für Check-Raise.

    Satellite

    Ein Vorturnier. Dabei haben die Spieler die Möglichkeit ,sich für größere Turniere zu qualifizieren

    Save Bets

    Spezielle Einsätze, die nicht verloren gehen können. Der Spieler hat mit seinem Gegner die Abmachung getroffen, dass er den Einsatz bei einem Sieg des Gegners wieder zurückbekommt.

    Scare Card

    Als Scare Card wird eine Gemeinschaftskarte bezeichnet, die mit hoher Wahrscheinlichkeit dem Gegner geholfen hat.

    Schieben

    Auf Englisch „check“ genannt. Bezeichnet eine Aktion des Spielers. Dabei gibt er an den nächsten Spieler weiter, ohne etwas zu setzten. Es kann jedoch nicht geschoben werden, wenn bereits ein Einsatz gesetzt wurde.

    Scoop

    Bezeichnet bei Hi/Lo-Varianten das Gewinnen des gesamten Pots.

    Second Barrel

    Beschreibt das erneute Setzen in einer Runde, wenn man in der Runde davor bereits gesetzt hat.

    Semibluff

    Bezeichnung für das Setzen mit einer relativ schlechten Hand, die aber Potential hat, sich zu einer guten Hand zu entwickeln. Dabei wird zum einen ein Bluff angestrebt, aber auch die Möglichkeit, über ein doch noch stark werdendes Blatt das Spiel zu entscheiden.

    Set

    Bezeichnet einen Drilling. Er setzt sich aus zwei Hole Cards und einer Board Card zusammen.

    Setzen

    Das Bieten eines Betrages (Geld oder Chips). Dieser Einsatz geht in den Pot. Die Englische Entsprechung ist bet.

    Shark

    Bezeichnung für einen Spielertyp (= Hai). Dieser Spieler ist sehr aktiv und greift gerne seine Gegner an. Sein Ziel ist es das Maximale zu gewinnen und dafür sucht er sich gezielt schwächere Gegner aus.

    Short handed

    Bezeichnet eine Pokerrunde, bei der nur drei bis sechs Spieler teilnehmen.

    Shortstack

    Bezeichnung für einen Stack mit vergleichsweise wenigen Chips. Ein solcher Spieler wird als „shortstacked“ bezeichnet.

    Shove

    Wenn ein Spieler All-In geht, wird diese Aktion als Shove oder auch als Push bezeichnet.

    Showdown

    Der Showdown findet nach der letzten Einsatzrunde statt und markiert somit den letzten Abschnitt des Spieles. Hier werden alle Karten der Spieler offen gelegt, um zu vergleichen und den Sieger zu ermitteln.

    Side Bet

    Nebenwette unter Spielern.

    Side Game

    Pokerspiele am Rande eines Turniers. Meist Cashgames, bei denen die Turnierteilnehmer nach dem offiziellen Turniertag in einem Casino um Geld spielen. Bildet einen weiteren Reiz für die Teilnahme an Turnieren.

    Side Pot

    Im Gegensatz zum Mainpot lediglich ein Nebenpot. Hier werden die Einsätze nach einem All-In separat eingezahlt. Gewinnen kann den Side Pot nur, wer in diesen auch eingezahlt hat.

    Small Blind

    In einem Pokerspiel mit Blinds der kleinere der beiden verpflichtenden Einsätze – im Normalfall halb so groß wie der Big Blind. Der Small Blind fällt für den Spieler in der ersten Position an.

    Sng

    Abkürzung für Sit and Go. Beschreibt eine Form der Pokerturniere. Dabei ist die Anzahl der Spieler festgelegt, meist sechs Spieler an einem Tisch. Die Teilnehmer kommen, setzen sich an den Tisch, spielen und gehen wieder. Das Spiel startet wenn die festgelegte Anzahl erreicht ist.

    Speeding

    Beschreibt einen Spielstil, der wahllos und undurchschaubar wirkt und durch häufige Bluffs gekennzeichnet ist.

    Split Pot

    Aufteilung des Pots auf zwei Spieler. Dies geschieht, wenn beide ein gleichwertiges Blatt halten.

    Squeeze

    Ein Squeeze oder Squeezeplay ist ein Bluff gleich zu Beginn des Spieles, der die Mitspieler stark unter Druck setzt. Der Spieler wählt einen großen Reraise, nachdem der Spieler vor ihm den Raise dessen Vorgängers gecallt hat. Durch den großen Reraise befinden sich die Spieler in einer unsicheren Situation und stiegen häufig aus dem Spiel aus.

    Beispiel:
    Spieler 1: Openraise auf $4
    Spieler 2: Call
    Spieler 3: Reraise auf $20, d.h. er squeezt

    Stack

    Der Betrag an Chips (oder Geld), der ein Spieler am Tisch vor sich liegen hat, ihm also für das Spiel zur Verfügung steht.

    Stacking

    Das Abnehmen der Stacks des Gegners, d.h. seiner gesamten Chips, bzw. seines ganzen Geldes.

    Stake

    Das zur Verfügung stellen von Geld für einen anderen Spieler, um ihm so die Teilnahme an einem Turnier zu ermöglichen. Meist wird danach der angefallene Gewinn geteilt.

    Stop-and-Go

    Siehe SnG

    Straight

    Die Straße: Eine Pokerhand aus fünf direkt aufeinander folgenden Karten.

    Straight Flush

    Pokerhand aus fünf direkt aufeinander folgenden Karten der gleichen Farbe.

    Straße

    Deutscher Ausdruck für Straight

    Streak

    Bezeichnung für eine Glücks- oder Pechsträhne im Spiel.

    Street

    Bezeichnung für die Gemeinschaftskarten in einer Hand.
    Der Turn in Texas Hold’em wird als 4th Street bezeichnet, da er die vierte Gemeinschaftskarte ist.

    String Bet

    Ein Begriff aus dem Livepoker. Beschriebt das Vorgehen eines Spieler, indem er zuerst andeutet lediglich zu callen, dann aber doch noch raist.
    Durch die Sting-Bet-Rule soll diese strategische Verwirrungstaktik unterbunden werden.

    STT

    Abkürzung für ein Single-Table-Tournament, also ein Spiel, das an lediglich einem Tisch ausgetragen wird.

    Suckbet

    Beschreibt ein kleines Gebot. Dieses soll den Gegner zu höheren Einzahlungen in den Pot anregen.

    Suckout

    Das Schlagen einer gemachten Hand durch einen erfolgreichen gegnerischen Draw.

    Suited

    Bezeichnet die Kartenfarbe. Karten mit der gleichen Farbe sind suited.

    Suitedness

    Bezeichnung für den Grad der Gleichfarbigkeit der Gemeinschaftskarten.

    T

    Table

    Bezeichnet die Fläche, auf der das Pokerspiel gespielt wird.
    Die Gemeinschaftskarten, die offen auf dem Tisch liegen, werden auch Table Cards genannt.

    Tell

    Ein ungewolltes Zeichen bei einer Aktion eines Spielers, das dem Gegner offenbart, wie stark seine Hand ist.

    Texas Hold’em

    Die im Moment wohl beliebteste Pokervariante. Bei dieser Variante erhält jeder Spieler zwei Hole Cards (verdeckte Karten) und im Verlauf des Spiels werden fünf Board Cards (offene Karten, Gemeinschaftskarten) geteilt. Die Gemeinschaftskarten werden Flop (erste drei), Turn (vierte) und River (fünfte) genannt. Sieger ist der Spieler mit der Stärksten Fünf-Karten-Kombination aus den zur Verfügung stehenden sieben Karten. Gespielt wird meist mit zwei bis zehn Spielern am Tisch.

    Thinning the field

    Diese Bezeichnung beschreibt die Ausdünnung des Gegnerfeldes. Durch seine eigene Spielweise versucht man, seinen Gegner zum Aufgeben ihrer Hände zu bewegen. Dieses Vorgehen soll die eigene Wahrscheinlichkeit für einen Gewinn steigern.

    Three of a kind

    Englisch für einen Drilling, also drei Karten mit dem gleichen Wert.

    Tight

    Bezeichnung für die Spielweise eines Spielers, der nur wenige Blätter spielt. Die gespielten Hände werden von dieser Art Spieler sehr genau ausgewählt.

    Tilt

    Zustand eines Spielers, bei dem er seine Spielentscheidungen nicht mehr rational, sondern emotional trifft. Ein solch emotionales Verhalten stellt sich bei einem Spieler häufig nach einem großen Verlust ein. Die Spielweise ist nicht mehr von vernünftigen Überlegungen geprägt, sondern von Frustration (to tilt = umkippen).

    Top Kicker

    Der Top Kicker ist die höchstmögliche Beikarte (Kicker) eines Blattes.

    Top Pair

    Bezeichnung bei Varianten mit Gemeinschaftskarten (Board Cards) für ein Paar bestehend aus der höchsten Board Card und einer Hole Card des Spielers.

    Top Two

    Bezeichnung bei Varianten mit Gemeinschaftskarten (Board Cards) für zwei Paare aus den beiden höchsten Board Cards und beiden Hole Cards des Spielers.

    Turnier/Tournament

    Beschreibt eine bestimmte Form für das Pokerspiel. Dabei kaufen sich die Teilnehmer über einen bestimmten Betrag (= Buy In) in das Turnier ein. Dieser wird in den Preispool einbezahlt, der am Ende unter den Gewinnern aufgeteilt wird. So startet jeder Spieler mit derselben Anzahl an Chips und scheidet aus, wenn er diese Chips verloren hat.

    TPMK

    Abkürzung für Top Pair / Medium Kicker. Bezeichnung für eine Kombination der Karten bei Spielen mit Gemeinschaftskarten aus dem Top Pair und einem relativ starken Kicker, der aber nicht der höchste Kicker ist.

    TPTK

    Abkürzung für Top Pair / Top Kicker. Bezeichnung für eine Kombination der Karten bei Spielen mit Gemeinschaftskarten aus dem Top Pair und dem höchsten Kicker.

    Treys

    Ein Dreier-Paar.

    Trips

    Bezeichnung für eine Drilling, oder three of a kind.

    Turn

    Bezeichnung für die vierte Gemeinschaftskarte bei Pokervarianten mit Board Cards. Wird auch 4th Street genannt.

    Two Pair

    Ein Blatt, das zwei Paare enthält.

    Twosuited

    Bezeichnung für eine Kartenkombination mit zwei Karten derselben Farbe.

    U

    Under the Gun (UTG)

    Der Begriff steht für eine Spielerposition mit einem großen Positionsnachteil gegenüber seinen Gegnern. Beschreibt die Position links vom Blind. Diese ist besonders ungünstig, weil der Spieler dort früh seine Entscheidung treffen muss.

    Underpair

    Bezeichnung in einem Spiel mit Gemeinschaftskarten für ein Paar aus den Hole Cards des Spielers, das von seiner Range unter allen Board Cards liegt. Jedes Paar, das mit einer Board Card gebildet werden würde, wäre größer als dieses Paar. Darum die Bezeichnung Underpair.

    Beispiel:
    Spieler 1 hält 8-8
    Im Flop liegt 9-10-K

    Underset

    Das Underset ist ein Set, das in der gleichen Hand von einem anderen Set eines anderen Spielers überboten werden kann.

    Beispiel:
    Spieler 1 hält 6-6
    Spieler 2 hält 8-8
    Im Flop liegt 6-8-K

    Unimproved (ui)

    Beschreibt eine Hand, die sich im Laufe des Spieles nicht mehr verbessern kann.

    Unknown

    Bezeichnung für einen Gegner, über dessen Spielweise man selbst nicht viel sagen kann, da man noch nicht oft gegen ihn gespielt hat, dieser einem also unbekannt ist.

    Upswing

    Ausdruck für eine Glückssträhne eines Spielers.

    UTG

    Abkürzung für Under the gun

    V

    Value Bet

    Bezeichnet einen Einsatz, der taktisch getätigt wird und dazu dienen soll, seinen eigenen Reingewinn zu vergrößern. Eine Value Bet wendet der Spieler dann an, wenn er sich sicher ist, das beste Blatt zu halten. So möchte der Spieler seine Gegner dazu bewegen, mehr Geld in den Pot zu investieren.

    VPIP

    VPIP steht für "Voluntary put into pot". Dieser Wert zeigt an wie oft ein Spieler Pre-Flop freiwillig Geld in den Pot gezahlt hat – egal ob gecalled oder geraised wurde. Ein VPIP von 40 bedeutet, dass ein Spieler 40% seiner Hände spielt.

    W

    Walk

    Beschreibt die Situation, in der ein Spieler den Pot ohne Gegenwehr gewinnt, indem alle Gegner ihre Hand aufgeben.

    Weglegen

    Durch das Weglegen seiner Karten gibt ein Spieler seine Hand auf und steigt aus der Runde aus. Der Englische Ausdruck lautet fold.

    WSOP

    Abkürzung für World Series of Poker: jährliche Pokerweltmeisterschaft in Las Vegas.

    X

    Y

    Yard

    Bezeichnung für Hundert Dollar.

    Yeast

    Erhöhung eines vorherigen Einsatzes.

    Z

    Z-Game

    Der Tisch im Casino mit den niedrigsten Einsätzen

    Zilch

    Bezeichnung für eine wertlose Hand

    Zombie

    Ein Spieler mit einem prahlenden und unlesbarem Pokerface.

    Poker