Top 10 Tipps für Online Poker Anfänger

10 Tipps fürs Online PokernAller Anfang ist schwer. So auch der Start in eine Online Poker Karriere. Viele Poker-Fans in Deutschland haben schon Erfahrung bei Homegames gegen Freunde gesammelt und möchten nun den nächsten Schritt machen. Doch für eine auf Dauer erfolgreiche Karriere beim Online Poker gibt es einiges zu beachten. Poker.de gibt Einsteigern einen Überblick und zeigt ihnen die 10 wichtigsten Tipps für das erfolgreiche Online Pokerspiel.

  1. Auswahl der richtigen Pokerseite

    Am Anfang jeder Online Poker Karriere steht die Wahl der richtigen Pokerseite. Pokerspieler in Deutschland steht eine riesige Auswahl an Online Pokerseiten zur Verfügung. Hier muss man sich erstmal einen Überblick verschaffen, um die richtige und passende Seite zu finden. Glücklicherweise richten die meisten Anbieter inzwischen ihren Fokus auf den „Freizeit Spieler“, und versuchen vor allem Anfängern und Neulingen ein bestmögliches Spielerlebnis zu verschaffen. Trotzdem gibt es noch Seiten, bei denen viele Profis und Regulars spielen. Die möchte man als Anfänger natürlich nicht unbedingt am Tisch sitzen haben. Poker.de liefert gibt Ihnen einen Überblick sowie einen Test der wichtigsten Pokerseiten, die sich auch gut für Anfänger eignen.

  2. Einzahlung plus Bonus

    10 Tipps fürs Online PokernBei der Auswahl der richtigen Pokerseite sollten Anfänger auch überprüfen, welche Pokerseite ihnen die besten Bonusbedingungen und das beste Willkommenspaket bietet. Auf jeder Pokerseite erhalten Neukunden einen Bonus, wenn diese das erste Mal Echtgeld einbezahlen. Oft wird dabei die Einzahlung des Spielers verdoppelt. Wenn Sie zum Beispiel 50 Euro einbezahlen, bekommen Sie vom Anbieter 50 Euro an Bonusgeld dazu. Ein Bonus muss allerdings normalerweise erst freigespielt werden. Erst nachdem Sie eine bestimmte Anzahl an Händen gespielt haben, bekommen Sie den versprochenen Bonus auf Ihr Poker Konto.

    Manche Anbieter bieten ihren neuen Kunden auch einen Bonus zum Sofortspielen an. Der ist meistens etwas niedriger, oft zwischen 10 und 20 Euro, und unabhängig von der Höhe einer Einzahlung. Hier gibt es oft nur eine Mindestsumme, die eingezahlt werden muss. Hat man dies erledigt, bekommt man den Bonus sofort in voller Höhe auf sein Konto gutgeschrieben und kann mit dem Geld pokern. Außerdem schenken viele Anbieter ihren Neukunden Tickets für MTTs oder Freerolls. Vor allem Freerolls sind natürlich eine gute Gelegenheit für Einsteiger, um Erfahrung zu sammeln.

  3. Spielvariante auswählen

    Wer seine Pokerseite gefunden und seine erste Echtgeldeinzahlung getätigt hat, kann eigentlich loslegen. Doch was genau soll man spielen? Bei jeder Pokerseite gibt es zahlreiche Varianten im Angebot. Welche ist nun die richtige für Anfänger? Fakt ist: Die weltweit beliebteste Pokervariante ist Texas Hold’em. 85 Prozent aller Online Pokerspieler bevorzugen diese Variante. Sie eignet sich gut zum Start in die Online Karriere, da die Grundregeln sehr einfach sind. Zudem findet man bei Texas Hold’em zu jeder Tageszeit auch genügend Mitspieler. Auch wir empfehlen allen Anfängern diese Variante.

    Hat sich der Spieler für eine Variante entschieden, steht er vor einen weiteren Frage: Spielt er am besten Cash Games (auch Ring Games genannt), Multi Table-Turniere (MTT) oder Single Table-Turniere (STT)? Bei einem Cash Game braucht der Spieler nur einen gewissen Geldbetrag, um sich an einen Tisch zu setzen. Die Blinds werden zu keinem Zeitpunkt erhöht und man kann einen Tisch jederzeit verlassen. Bei einem Multi Table-Turnier handelt es sich um ein Turnier, das an mehreren Tischen ausgetragen wird. Bei STTs (auch Sit 'n' Gos genannt) bezahlt der Spieler einen Festbetrag für die Teilnahme. Hier erhalten in der Regel die besten drei Plätze einen Gewinn.

  4. Auf dem richtigen Level spielen

    10 Tipps fürs Online PokernAlle Turniere oder auch Cashgames hängen beim Poker vom Buy-in ab. Nur an Freerolls kann man kostenlos teilnehmen. Wer am Anfang seiner Karriere steht, muss aufpassen, dass er die zu seinem Können und seiner Bankroll richtigen Level spielt. Wer zum Beispiel seine Karriere mit einem Kontostand von weniger als 100 Euro beginnt, sollte bei den Cashgames keine Spiele höher als NL2 spielen. NL2 bedeutet No Limit 2 und beschreibt Turniere mit dem Buy-in von höchstens 2 Dollar und bei Cash Games Blinds von maximal 0,01/0,02 Dollar. Und auch bei allen Turniere müssen Anfänger aufpassen, dass der Buy-in nicht einen zu hohen Anteil der Bankroll verschlingt. Sobald die Spieler sich eine Bankroll für einen Level-Aufstieg erspielt haben, müssen sie auch bedenken, dass auf höheren Leveln das Risiko steigt und die Gegenspieler immer stärker werden. Entsprechend wird auch die Varianz steigen.

    • Eine Richtlinie für Cashgames sieht wie folgt aus:
    • Bankroll - Limit - Buy-in
    • weniger als 100 $ - NL2 (0,01/0,02) - 2 $
    • weniger als 250 $ - NL4 (0,02/0,04) - 4 $
    • weniger als 500 $ - NL10 (0,05/0,10) - 10 $
    • weniger als 625 $ - NL20 (0,10/0,20) - 20 $
    • weniger als 1.250 $ - NL25 (0,10/0,25) - 25 $
    • weniger als 2.500 $ - NL50 (0,25/0,50) - 50 $
  5. Bankroll Management

    Das Thema Bankroll Management ist essentiell wichtig für jeden Pokerspieler, nicht nur für Anfänger. Jeder Pokerspieler hat ein Budget, das er beim Spielen am Pokertisch investieren möchte. Das verantwortungsvolle und vorausschauende Verwalten des Kapitals ist die Kunst eines guten Bankroll Managements. Wenn man zu viel bei nur einem Turnier oder an einem Cash Game Tisch riskiert, gerät man in Gefahr das komplette Budget zu verzocken und die Karriere ist beendet, bevor sie richtig begonnen hat.

  6. Mit Downswings leben und Tilt vermeiden

    Was jeder Pokerspieler möglichst schnell lernen muss: Poker ist auch ein Glücksspiel. Dementsprechend ist die Varianz recht groß. Auch die besten Spieler der Welt haben Downswings und Verluste in Millionenhöhe sind dabei keine Seltenheit. Oft ist es aber der Umgang mit einem Downswing, der den Unterschied zwischen einem Weltklasse-Poker-Pro und einem nicht sehr erfolgreichen Spieler ausmacht. Ein guter und ambitionierter Spieler muss die Verluste als Teil des Spiels sehen und akzeptieren lernen. Jeder Spieler kann zum Opfer von Bad Beats werden. Ein Bad Beat ist eine Hand, die gegen¨ber der Hand eines Gegenspielers vorne liegt und beim Showdown trotzdem verliert. Zudem muss ein Spieler „Tilts“ vermeiden. Dieser Begriff bezeichnet den emotionalen Gemütszustand des Spielers, der Pech hatte und einen unglücklichen Verluste erlitten hat. Hier darf man nicht versuchen, diese Verluste krampfhaft wieder auszugleichen. Denn sonst gerät man in Gefahr, noch mehr Chips und Echtgeld zu verlieren. Hier gilt es, eher eine Pause einzulegen und das nächste Mal zu versuchen, wieder die Bankroll aufzupolieren.

  7. Weiterbildung

    Wer sich einmal die Poker-Grundregeln angeeignet hat, darf damit nicht aufhören. Wie schon der Pokerprofi Robert Williamson III. einmal sagte: „Poker's a day to learn and a lifetime to master.” Die Regeln des Spiels lassen sich einfach und schnell erlernen. Wer das Kartenspiel aber meistern möchte, benötigt sein gesamtes Leben dafür. So steckt hinter den Grundregeln ein komplexes und startegisches Spiel mit vielen taktischen Aspekten. Ein Spieler, der Erfolg am Pokertisch haben möchte, muss sich konstant weiterbilden. Er muss sich auf verschiedenen Wegen fundiertes Strategie-Wissen aneignen: man kann Bücher über Poker lesen, Video-Anleitungen im Internet ansehen oder Strategie-Texte studieren. Nur wer dadurch sein Spiel optimiert, hat Chancen auf Dauer erfolgreich zu sein.

  8. Ausbildungs-Seiten und -Communitys

    Wem das einsame Büffeln und Studieren von Strategie-Content zu eintönig ist, oder wer eine Ergänzung benötigt, sollte sich bei einer der zahlreichen Pokerausbildungs Seiten und Communitys anmelden. Dort findet er ein tolles Lernumfeld und zahlreiche Mitglieder, mit denen er sich austauschen kann. Die meisten Mitgliedschaften bei diesen Seiten sind kostenfrei. Mitglieder profitieren hier von der Erfahrung anderer Mitglieder sowie vom speziell aufbereitetem Content von Poker-Coaches, die für die Seiten arbeiten. Einige der guten Online Pokerseiten verfügen auch über eine deutschsprachige Pokerschule.

  9. Hilfsprogramme

    Ein Weg sein eigenes Spiel zu verbessern, ist auch das Benutzen von Hilfsprogrammen. Heads-up-Display- und Tracking-Programme zum Beispiel importieren die Verläufe der Hände beim Spielen und speichern diese. Diese Programme liefern dem Nutzer somit während des Spiels statistische Informationen über seine eigenen Fortschritte und den Spielstil der Gegner. Diese Programme werden aber von immer mehr Pokerräumen verboten. Eine legale Alternativen ist dagegen eine Software wie „PokerSnowie“. Dieses Programm ist ein Tool, das zu Trainingszwecken genutzt wird, das niemals während des Spielens eingesetzt werden kann und mit dem Anfänger sowie Profis ihr eigenes Spiel verbessern können. Das Ziel ist, dem Spieler stets das "perfekte Play" zu präsentieren.

  10. Mathematik

    Einer der wichtigsten Aspekte des Pokerns ist die dazugehörige Mathematik. Nur wenn man sich mit Wahrscheinlichkeitsrechnung auseinandergesetzt hat und Schlüsselbegriffe wie Odds, Outs, Equity und Expected Value keine Fremdwörter mehr sind, kann man auf Dauer Erfolg haben.

    Outs sind alle Karten im Deck, welche Ihre Hand so verbessern, dass Sie wahrscheinlich aus dem Showdown als Sieger hervorgehen werden. Der Begriff Odds steht für die Wahrscheinlichkeit, seine Outs zu treffen. Pot-Odds beschreiben das Verhältnis zwischen Einsatz und der Höhe des Pots. Wenn die Pot-Odds höher liegen als die Odds, sollte man callen oder erhöhen. Wenn die Pot-Odds kleiner sind, wäre ein Fold die richtige Entscheidung.

    Der Erwartungswert, auch Expected Value oder kurz EV genannt, beziffert den möglichen, zu erwartenden Gewinn oder Verlust in einer Spielsituation. Den Erwartungswert können Sie berechnen, indem Sie die Wahrscheinlichkeiten für den weiteren Spielverlauf berücksichtigen. Den EV können Sie berechnen, indem Sie die Summen der Wahrscheinlichkeiten der folgenden Spielverläufe miteinander multiplizieren. Equity oder auch Pot Equity bezeichnet den Anteil eines Spielers am aktuellen Pot, dem zu gewinnenden Preispool. Die Equity bezeichnet seine durchschnittlichen, langfristigen Gewinnchancen beziehungsweise zu erwartenden Auszahlungen.

    Weitere Infos zum Thema Poker Mathematik und Poker Wahrscheinlichkeit inklusive diverser Tabellen und Schaubilder finden sich auf Poker.de. Wer diesen 10 Tipps folgt, ist bereits auf dem richtigen Weg, ein erfolgreicher Online Poker Spieler zu werden. Dann liegt es natürlich zudem noch an jedem einzelnen Spieler, wie viel Zeit, Engagement und Energie er in seine Karriere investiert.