Pot Limit Omaha – die besten Starthände

In diesem Artikel schauen wir uns an, welche Hände man im Omaha spielen sollte und warum.

Da man die doppelte Anzahl von Hole Cards im Vergleich zu Texas Hold’em bekommt und dadurch die Chance etwas Gutes zu floppen steigt, kann es für viele Spieler sehr verlockend sein jede einzelne Hand zu spielen, da man oftmals einen Teil vom Flop treffen wird.

Dies ist ein weit verbreiteter Fehler, der einen sehr viel Geld kosten wird, wenn man ihn nicht überdenkt. Obwohl man vermutlich mehr spielbare Hände vor dem Flop haben wird als in Hold’em, sollte man bestimmte Richtlinien, welche Hände man spielen sollte, befolgen und nicht in die Falle treten jeden Flop zu sehen.

Werfen wir einen Blick auf einige Starthände, die sich gut spielen lassen und andere, die obwohl sie gut aussehen, nicht halb so stark sind.

Koordinierte Hände

Es kann für Anfänger überraschend sein, dass die doppelte Anzahl an Karten im Omaha, tatsächlich in sechs Mal mehr Kombinationen von zwei Karten beim Hold’em resultiert. Wenn man daran festhält koordinierte Karten zu spielen, sprich Karten die nah beeinander liegen, werden diese Kombinationen viel wahrscheinlicher gute Flops treffen und starke Hände bilden, als wenn man oberflächlich schöne Hände spielt, die aber auf Dauer nur Geld kosten.

Ein gutes Beispiel einer stark koordinierten Hand ist . Die Kombinationen dieser Hand sind , , , , , . Alle diese Kombinationen sind stark, was bedeutet, dass man starke Draws und Trips, Flushes, und Full Houses am Flop treffen kann.

Eine Hand mag für einen Anfänger gut aussehen, ist aber in Wirklichkeit nur Müll wie . Dieses Mal sind die Kombinationen , , , , , . Abgesehen von den zwei schönen Broadway-Karten, sind 5/6 Müll, aus dem kaum eine gute Hand werden kann.

Man sollte letztere Art von Karten passen und erstere Art von Händen spielen und schon wird sich der Profit erhöhen. Eine Hand wie ist weitaus wertvoller als , da sie so viel mehr gute Kombinationen bietet.

Die zehn besten Starthände

Dies ist eine Liste der Top-10 Starthände im Omaha, rein nach Pre-Flop Equity (man bedenke, dass alle Hände double-suited sein müssen).

1. A-A-K-K
2. A-A-J-T
3. A-A-Q-Q
4. A-A-J-J
5. A-A-T-T
6. A-A-9-9
7. A-A-X-X
8. J-T-9-8
9. K-K-Q-Q
10. K-K-J-J

Es ist keine Überraschung, dass Asse die Mehrheit dieser Liste darstellen und offensichtlich können alle diese Hände sehr aggressiv gespielt werden. Man sollte versuchen so viel Geld wie möglich vor dem Flop zu investieren, sodass man einen garantierten Profit erwarten kann.

Jedoch ist sogar die beste Hand in der Liste, A-A-K-K double suited nur ein 60% Favorit gegen eine Hand wie T-9-8-7 double suited (solange die Suits unterschiedlich sind). Dies veranschaulicht zwei wichtige Konzepte im Omaha.

Das erste ist, dass Omaha ein sehr Flop-lastiges Spiel ist und die Floptextur alles verändern kann. Zweitens sind extrem koordinierte Hände (wie T-9-8-7 double suited) extrem wertvoll. Wenn man eine der Blockbuster-Hände hält, kann man nur Profit erfahren, wenn man schlechten Flops, auf denen man oftmals ausgedrawt wird, entkommen kann oder aber einen großen Teil seines Stacks bereits Pre-Flop investieren kann.

Man sollte davon absehen seinen Gegner verständlich zu machen, wenn man eine sehr starke Hand hält, da diese einen auf schlechten Boards aus dem Pot bluffen können oder aber bei einem Treffer volle Auszahlung kassieren. Wenn man sie also vor dem Flop 3- oder 4-bettet und keinen großen Teil des Stacks in die Mitte bekommt, sollte man das nur mit einer koordinierten 4-Bet Strategie tun, bei der die 4-Bet Range weit ist und nicht nur aus großen Händen besteht.

Value Betting

Das letzte Thema, welches wir ansprechen, befasst sich mit Value Betting. Dies ist ein kritischer Punkt, um maximalen Profit während der Zeit am Omaha-Tisch zu generieren. Wir haben zu einem tighten und disziplinierten Spielstil geraten und während das richtig ist, sollte man Spots erkennen, in denen man, trotz mittelmäßiger Hände, Value extrahieren kann.

Beispiel:

Man hält und der Flop kommt . Man callt eine Bet und der Turn ist die . Der Gegner setzt erneut und man geht mit. Der River ist die . Der Gegner checkt.

Es ist von großer Bedeutung hier mit seinem Ten-High Flush zu setzen, obwohl man nicht die Nuts hält. Erstens balanced es die Range am River, sodass der Gegner uns nicht nur auf große Hände und Bluffs setzen kann. Zweitens hat man hier fast immer die beste Hand!

Ab und zu läuft man hier in einen Gegner, der eine vorsichtige Line mit einem Jack-, Queen-, oder King-High Flush gewählt hat (oder tatsächlich mit dem Nut-Flush eine Falle stellt), aber in den meisten Fällen wird man hier mehr Geld gewinnen als verlieren, wenn man setzt.

Gegnertendenzen zu erkennen und akkurate Reads über die Art von Händen, die der Gegner in solchen Situationen hat, aufzustellen, wird viele Situationen ermöglichen, in denen man zusätzliche Value Bets extrahieren kann.

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