Chris Ferguson

Chris FergusonGeboren 1963 in Los Angeles ist Chris Ferguson bis heute eine der außergewöhnlichsten Persönlichkeiten der Pokerszene. Mit seinem dunkel wallenden Haar, schwarzen T-Shirts und seinem Texashut könnte er gerade aus einem Clint Eastwood Western getreten sein. Doch hinter dem außergewöhnlichen Auftreten von Ferguson verbirgt sich ein wahres Genie. Ferguson hat von der UCLA (Universität of California, Los Angeles) einen Doktortitel in Künstlicher Intelligenz und ist unter anderem Berater des Staates Kalifornien für die kalifornische Lotterie. Seine Eltern haben beide in Mathematik promoviert und so hat Ferguson eine gute Beziehung zur akademischen Welt, insbesondere zur kalifornischen Top Uni UCLA.

Heimatstadt: Pacific Palisades / Las Vegas, Kalifornien
Interessante Fakten: Neben Poker gehört Swing-Tanz zu Fergusons Lieblingsbeschäftigungen, und er ist bestrebt, Professor für Spieltheorie zu werden. Sein Kartenwurf steht im Ruf, so schnell zu sein, dass man eine Bananenstaude damit durchtrennen könne.
Schlüsselmomente beim Poker: Sein erster bemerkenswerter Gewinn war im Jahr 1996. Da wurde er 5. bei den 27. Annual World Series of Poker beim No Limit Hold'em Event, was ihm $ 30.000 einbrachte.
Anzahl der WSOP-Bracelets: 5
WPT / EPT Gewinne: Keine
Gewinne bei Turnieren insgesamt: $ 8.915.646 (Stand 2017)

Poker Karriere und bedeutende Gewinne

Chris, dessen dunkle Lockenpracht und Bart ihm den Spitznamen ‘Jesus’ eingebracht haben, begann seine Pokerkarriere in den frühen Neunzigern, als er online auf einem IRC-Kanal spielte und dort bald zum höchst platzierten Spieler avancierte. Ab 1994 spielte er kleine Turniere in Los Angeles und Umgebung und im Jahr 1995 gewann er dann seinen ersten WSOP Event. Nach der Jahrtausendwende gewann er den ersten der fünf Bracelets, die er bis jetzt in seiner Karriere gewinnen konnte. Dazu zählt der Sieg beim Main Event von Texas Hold’em No-Limit im Jahr 2000, wo er den Respekt einflößenden T. J. Cloutier bezwang.

Seine bedeutendste Leistung in seiner Pokerkarriere besteht in seinen fünf Siegen innerhalb von vier Jahren, die er bei den Events der offiziellen Poker Weltmeisterschaft davontrug.

Arbeit für Full Tilt und die Marke Chris Ferguson

Obwohl er in mehr als 70 Turnieren pro Jahr spielt, fand Ferguson Zeit, im Jahr 2004 mit einem kleinen Team von Fachkollegen die Poker-Website Full Tilt Poker.com ins Netz zu stellen. Er spielt nicht nur für diese Website, er hilft auch, die Software für Full Tilt Poker zu erstellen. Damit ist sichergestellt, dass Software und Spiele dort perfekt auf die Interessen der Spieler zugeschnitten sind.

Mit seinem unverwechselbaren Aussehen gelang es Ferguson auch, sich ausgehend von seinen Erfolgen an Poker-Tischen selber gut zu vermarkten. Er ist in einer Reihe Werbespots für Milwaukee’s Best Light Bier aufgetreten und bewies dabei, dass er nicht nur eine gute Portion selbstironischen Humor hat, sondern auch geneigt ist, das Pokerspiel einem breiteren Publikum nahezubringen. Er glaubt, dass Poker in der Vergangenheit einen schlechten Ruf hatte, verbunden mit dem Bild verqualmter Räume und vergeudeter Leben, ein Bild, das Spieler wie Chris Ferguson revidieren wollen. Obwohl ihm Poker Reichtum und Ruhm gebracht hat, betont er, dass er nicht süchtig nach Spielen ist. Und in der Zukunft sieht er sich zu seinen Wurzeln in der Universität zurückkehren, um dort die Theorie des Pokerspiels zu lehren.